Heute Vormittag wurde der 43. Ernährungskongress von DIAETOLOGIE AUSTRIA feierlich eröffnet. Der Saal war voll besetzt, und viele wichtige Gäste aus dem Gesundheitswesen, von Berufsverbänden der MTD (Medizinisch-Technische Dienste) und aus den Diaetologie-Studiengängen waren dabei. Die Veranstaltung ist ein bedeutendes Treffen für Fachleute, die im Bereich Ernährung und Gesundheit arbeiten.
Die Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig gratulierte persönlich zum 65-jährigen Jubiläum des Verbands. Sie lobte das Engagement der Organisation und sprach wertschätzende Worte an die Verbandspräsidentin Prof. Andrea Hofbauer.
Sie sagte: „Pionierarbeit in der Diätologie zahlt sich gesundheitspolitisch nachhaltig aus: Sie greifen zentrale Zukunftsthemen auf, verbinden Professionalität und Empathie und zeigen, wie aus einer klaren Vision durch konsequente, evidenzbasierte Arbeit gelebte Realität in der Gesundheitsversorgung wird. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass alle Menschen in Österreich unabhängig vom Wohnort und vom Einkommen gut mit den Angeboten versorgt werden, die sie brauchen, um ein gesundes und selbstbestimmtes Leben führen zu können.“
65 Jahre Berufsverband – Erfolge und Ziele für die Zukunft
In ihrer Eröffnungsrede erzählte die Verbandspräsidentin Prof.in Andrea Hofbauer, wie sich der Beruf der Diaetologin und des Diaetologen in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Heute ist die Diätologie eine anerkannte akademische Ausbildung und ein gesetzlich reglementierter Gesundheitsberuf. Die Ernährungstherapie wird nicht mehr nur als Unterstützung gesehen, sondern als wichtiger, wissenschaftlich fundierter Teil der Behandlung von Krankheiten.
Ein wichtiger nächster Schritt ist für Hofbauer die Kostenübernahme für die diaetologischen Leistungen durch die gesetzlichen Sozialversicherungsträger. So soll die Ernährungstherapie für alle Menschen in Österreich zugänglich und bezahlbar werden. Schätzungen zufolge entstehen durch die fehlende Nutzung von Ernährungstherapie jedes Jahr bis zu einer Milliarde Euro an vermeidbaren Gesundheitskosten in Österreich.
Fachevent stärkt die wissenschaftliche Arbeit in der Diätologie
Der Ernährungskongress von DIAETOLOGIE AUSTRIA findet seit über 40 Jahren jährlich statt. Er hilft dabei, die Diätologie wissenschaftlich weiterzuentwickeln und aktuelle Fragen zwischen Ernährungsmedizin, Ernährungswissenschaft und Therapie zu klären. Die Teilnehmer bekommen die neuesten Forschungsergebnisse vermittelt und können sich über Fachbereiche hinweg austauschen. So wird Wissen in die praktische Arbeit der Diaetolog*innen gebracht.
In diesem Jahr geht es vor allem um Mikronährstoffe und bioaktive Substanzen. Internationale Expert*innen erklären, wie wichtig diese Stoffe für verschiedene Alters- und Patient*innengruppen sind. Außerdem werden Themen wie die richtige Dosierung und mögliche Risiken bei einer Überdosierung besprochen. Auch der Einsatz von Mikronährstoffen bei Krankheiten der Schilddrüse oder Nieren sowie mögliche Mangelerscheinungen bei Therapien mit GLP-1-RA („Abnehmspritze“) und nach Operationen zur Gewichtsreduktion wird diskutiert.
DIAETAWARD 2026 – Auszeichnung für innovative Projekte
Ein besonderes Ereignis der Kongresseröffnung war die Verleihung des DIAETAWARD. Mit dieser Auszeichnung werden wissenschaftliche Arbeiten und Projekte geehrt, die die Diätologie weiterbringen und die Qualität des Berufs stärken. Der Preis zeigt, wie viel Innovation in der Branche steckt und macht gute diaetologische Arbeit sichtbarer.
Die Preisträger*innen 2026:
- Kategorie Nachwuchs (Bachelorarbeiten): Tamara Beck-Biskup, BSc BA, wurde für ihre Arbeit „Cholin in der Ernährung von heute: Eine quantitative Erhebung der alimentären Cholinzufuhr von Jugendlichen aus Wiener Schulen“ ausgezeichnet. Cholin ist ein wichtiger Nährstoff für die Gehirnentwicklung und Leberfunktion.
- Kategorie Wissenschaft & Forschung: Manuela Hatz, MEd & Team erhielten den Preis für ihr Projekt „Gesundheitliche Chancengerechtigkeit und Empowerment durch kostenlose individualisierte Ernährungsberatung für sozioökonomisch benachteiligte Steirer:innen“. Die Arbeit zeigt, wie Ernährungstherapie helfen kann, soziale Ungleichheit im Gesundheitswesen zu verringern.
- Kategorie Innovative diaetologische Praxis: Carina Eckhardt, MSc & Team wurden für das Projekt „Der digitale Ernährungsbegleiter – für eine bessere ernährungstherapeutische Versorgung onkologischer Patient*innen“ gewürdigt. Dabei handelt es sich um eine digitale Unterstützung, die Krebspatient*innen bei der Ernährung begleitet.
Die Zusammenfassungen (Abstracts) der prämierten Arbeiten sind auf der Verbandswebsite verfügbar: https://diaetologie.at/gewinnerinnen-diaetaward-2026/
DIAETOLOGIE AUSTRIA – Verband der Diaetolog*innen Österreichs
DIAETOLOGIE AUSTRIA ist die offizielle Berufsvertretung der Diaetolog*innen in Österreich. Der Verband setzt sich gegenüber der Politik, verschiedenen Gesundheitsorganisationen und der Öffentlichkeit ein. Ziel ist es, gute Rahmenbedingungen für den Beruf zu schaffen und die Qualität der Arbeit kontinuierlich zu verbessern.
Quellen
- Österreichische Gesellschaft für Klinische Ernährung (AKE). Expertenschätzung zu Kosten durch Mangel- und Fehlernährung in Österreich, 2020.
- Academy of Nutrition and Dietetics (2018). Cost Effectiveness of Medical Nutrition Therapy: Evidence-Based Analysis and Review.
Rückfragen
DIAETOLOGIE AUSTRIA
Mag. Eva Maria Krappinger, MA
Telefon: +43 1 602 79 60
E-Mail: eva.krappinger@diaetologie.at
KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Diaetologie Austria