Die politischen Spannungen im Nahen Osten und der Konflikt rund um den Iran sorgen derzeit für große Probleme auf den weltweiten Energie- und Agrarmärkten. Auch in Österreich spüren wir das deutlich: Die Preise für Diesel und Düngemittel steigen stark, was die heimische Land- und Forstwirtschaft sehr belastet. Besonders schwierig ist das jetzt, weil gerade die wichtige Frühjahrsphase mit Aussaat und Düngung läuft.
„Die Landwirtschaft ist unmittelbar von Energiepreisen abhängig. Ohne Diesel können Felder weder bestellt noch geerntet werden und praxistaugliche Alternativen gibt es derzeit nicht. Steigende Treibstoffpreise treffen unsere Betriebe daher direkt“, erklärt Konrad Mylius, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. Diesel ist für viele Maschinen unverzichtbar, und gerade jetzt, in der Zeit der Feldarbeit, zeigt sich das besonders deutlich.
Neben Diesel werden auch Düngemittel deutlich teurer. Die Kosten für Düngemittel hängen stark vom Erdgaspreis ab, und da Gas derzeit sehr teuer ist, steigen auch die Produktionskosten für Dünger. Das bedeutet für viele Landwirte eine doppelte Belastung: hohe Energiepreise und teure Betriebsmittel.
Versorgungssicherheit gerät unter Druck
Diese Situation gefährdet die Stabilität der heimischen Lebensmittelproduktion. Bleiben Diesel und Dünger dauerhaft teuer, wirkt sich das auf die Ernten, die Entscheidungen der Landwirte und am Ende auf die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln aus.
„Unsere Betriebe sichern die Versorgung mit hochwertigen, regionalen Lebensmitteln. Damit das auch in Zukunft gewährleistet ist, brauchen sie verlässliche und leistbare Rahmenbedingungen“, so Mylius weiter.
Einige Betriebe reagieren bereits darauf, indem sie zum Beispiel weniger Dünger einsetzen. Das kann aber die Erträge stark verringern und langfristig Probleme für die Lebensmittelproduktion verursachen.
CBAM verschlimmert die Lage
Besonders kritisch sehen die Land&Forst Betriebe Österreich den CO₂-Grenzausgleich (CBAM). Das ist ein EU-Mechanismus, bei dem Importe aus CO₂-intensiven Branchen mit einem zusätzlichen CO₂-Preis belastet werden. Da auch Düngemittel darunter fallen, verteuert das die Importe zusätzlich und macht die Situation noch schlimmer.
„CBAM wirkt derzeit wie ein zusätzlicher Preistreiber. Die Mehrkosten treffen direkt unsere Betriebe und verschlechtern ihre Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Mylius. Gerade in einer Zeit voller Unsicherheiten weltweit ist es schlecht, die Landwirtschaft noch mehr zu belasten. Es könnte die Versorgungssicherheit in Europa gefährden.
Die Land&Forst Betriebe Österreich fordern deshalb, den CO₂-Grenzausgleich (CBAM) für Düngemittel sofort auszusetzen oder zurückzunehmen. Außerdem brauchen die Betriebe Hilfe bei den Energie- und Betriebskosten, um die aktuelle Belastung besser tragen zu können. Zusätzlich sind Maßnahmen nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft zu sichern, damit die Produktion regionaler Lebensmittel auch in Zukunft gewährleistet bleibt.
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