Darmvorfall behandeln: Chirurgie ohne künstlichen Darmausgang

Soziale Isolation durch Darmerkrankungen: Darmvorfall ist noch immer ein Tabuthema. Operation als dauerhafte Lösung – minimalinvasiv oder roboterunterstützt, ohne künstlichen Darmausgang.

In Österreich haben mehrere hunderttausend Menschen Probleme mit den Ausscheidungsorganen, doch viele sprechen nicht darüber. Ein Darmvorfall, auch Rektumprolaps genannt, beeinträchtigt das tägliche Leben sehr stark. Dabei schieben sich alle Schichten des Enddarms durch den After nach außen. Dies passiert, weil der Schließmuskel und die Muskeln im Beckenboden schwach sind. „Die Betroffenen scheuen sich oft lange Zeit davor medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen“, sagt Oberärztin Dr.in Michaela Lechner, F.B.E.S., Fachärztin für Koloproktologie im Göttlicher Heiland Krankenhaus und Präsidentin der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich. „Allerdings können wir diese Erkrankung mit Hilfe eines minimalinvasiven oder robotischen Eingriffs oder aber bei sehr betagten Patient*innen durch den kleineren transanalen Eingriff gut behandeln. Ein künstlicher Darmausgang ist nie erforderlich.“
Viele Patient*innen leiden oft still, weil ihnen das Thema unangenehm ist. Ohne Behandlung kann sich die Situation verschlechtern, was zu starken Beschwerden und sozialer Isolation führen kann.

Wenn das Bindegewebe schwach wird

Die Ursachen für einen Darmvorfall sind vielfältig. Häufig liegt eine Schwäche im Beckenboden vor, die durch Alter, Schwangerschaften oder Überlastung des Bindegewebes entsteht. Auch chronische Verstopfung mit starkem Pressen beim Stuhlgang erhöht das Risiko. Andere Ursachen wie neurologische Erkrankungen oder angeborene Bindegewebsschwächen sind seltener.
Typische Symptome sind, dass Darmteile sichtbar aus dem After heraustreten, ein Fremdkörpergefühl, nässende oder blutende Stellen am After. Viele Betroffene fühlen sich, als ob der Darm nicht vollständig entleert ist, und haben Probleme mit unwillkürlichem Stuhl- oder Gasverlust. Diese Beschwerden sind oft sehr belastend im Alltag und können das soziale Leben stark einschränken.

Moderne Untersuchungen für gezielte Behandlung

Für die Diagnose werden verschiedene Methoden genutzt. Dazu gehören die körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren wie ein MRT während des Stuhlgangs, um das Ausmaß des Vorfalls genau zu sehen. Eine Darmspiegelung (Koloskopie) ist wichtig, um andere Krankheiten auszuschließen.
Bei einem frühen Stadium kann Beckenbodentraining, Physiotherapie oder das Einsetzen von Pessaren helfen, die Symptome zu lindern. Bei fortgeschrittenem Darmvorfall ist eine Operation notwendig. „Eine Operation ist bei einem Darmvorfall unumgänglich und die einzige Behandlung, die eine dauerhafte Stabilisierung durch das Einsetzen eines Netzes ermöglicht“, erklärt Dr.in Lechner. Im Göttlicher Heiland Krankenhaus wird dabei häufig die robotische Chirurgie eingesetzt, da sie besonders präzise ist und den Patienten eine schnellere und schonendere Behandlung ermöglicht.

Göttlicher Heiland Krankenhaus: Spezialklinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Neurologie, Gefäßmedizin und Altersmedizin

Das Krankenhaus bietet umfassende Versorgung in verschiedenen Fachbereichen an, darunter Angiologie mit einem Gefäßzentrum, Kardiologie mit Herzüberwachung und Herzkatheterlabor sowie Diabetologie. Die Neurologie ist mit einer Stroke Unit speziell auf Schlaganfallpatient*innen eingestellt. Die Chirurgie behandelt Bauch- und Gefäßerkrankungen, Hernien, Schilddrüsenprobleme, Tumore sowie plastische und rekonstruktive Eingriffe. Zudem gibt es spezialisierte Zentren für Adipositas und Lymphologie. Die Akutgeriatrie und Palliativstation sind seit vielen Jahren für ihre Kompetenz bei der Versorgung älterer und unheilbar kranker Patient*innen bekannt.
Das Göttlicher Heiland Krankenhaus ist Teil der Vinzenz Gruppe. Mehr Informationen: www.khgh.at.
Das Projekt wird auch aus Mitteln des Wiener Gesundheitsfonds unterstützt.

Vinzenz Gruppe: Gesundheit kommt von Herzen

Die Vinzenz Gruppe zählt zu den größten gemeinnützigen Gesundheits- und Sozialunternehmen in Österreich. Sie begleitet Menschen von der Prävention über Krankenhausaufenthalte bis hin zur Pflege und Rehabilitation. Gegründet 1995 von Ordensfrauen mit einer langen Tradition in der Krankenpflege, verbindet die Vinzenz Gruppe christliche Werte mit innovativen Ideen, um die Gesundheitsversorgung immer weiter zu verbessern.
Mit rund 10.000 Mitarbeiter*innen in Krankenhäusern, Pflege- und Reha-Einrichtungen sowie neuen Angeboten wie Gesundheitsparks, unterstützt die Gruppe immer mehr Menschen individuell – sowohl vor Ort als auch digital. Kooperationen mit Partnern sind ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit, um gemeinsam die Gesundheitsversorgung der Zukunft zu gestalten. „Ermächtigt die Menschen. Und kommt von Herzen.“

Rückfragen

Göttlicher Heiland Krankenhaus
Mag.a Katharina Sacken
Telefon: 01400889320
E-Mail: katharina.sacken@khgh.at

KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Göttlicher Heiland Krankenhaus Wien

ÄrzteBildDarm; Chirurgie; KoloproktologieGesundheitKrankheitenLifestyleTherapien
Comments (0)
Add Comment