Österreich befindet sich beim Konsum illegaler Drogen im europäischen Mittelfeld. Laut aktuellen Studien und Erhebungen des Europäischen Drogenbeobachtungszentrums (EMCDDA) ist Cannabis mit Abstand die am häufigsten konsumierte illegale Substanz in Österreich, wie auch in vielen anderen europäischen Ländern.
Cannabis dominiert seit Jahren den Markt der verbotenen Substanzen und ist insbesondere bei jungen Erwachsenen weit verbreitet. Neben Cannabis zeigt sich ein deutlicher Anstieg bei den sogenannten Stimulanzien, allen voran Kokain. In Österreich stieg der Konsum von Kokain laut Berichten um rund 20 Prozent an, was auf eine erhöhte Verfügbarkeit und nachlassende Hemmschwellen hindeutet.
Diese Trends sind relevant für die öffentliche Gesundheit sowie für die Präventionsarbeit, da Stimulanzien wie Kokain bei regelmäßigem Gebrauch zu schwerwiegenden physischen und psychischen Schäden führen können. Die sogenannte Substanzgebrauchsstörung ist eine diagnostische Kategorie, die den problematischen Gebrauch beschreibt und häufig mit erheblicher sozialer Gefährdung verbunden ist.
Der aktuelle Stand in Österreich spiegelt damit eine ambivalente Lage wider: Die Prävalenz illegaler Drogen liegt nahe am europäischen Durchschnitt, doch der signifikante Anstieg bei Kokainkonsum verlangt nach gezielter Aufklärung, Schadensminimierung und angepassten Interventionsprogrammen.
Umfassende Daten und weiterführende Informationen bietet das Europäische Drogenobservatorium: www.emcdda.europa.eu. Für die nationale Perspektive sind auch Berichte des österreichischen Innenministeriums und Gesundheitsministeriums relevant, die regelmäßig Statistiken und Policing-Maßnahmen veröffentlichen.