Jahresbericht 2025: Rekordzahl bei Verbraucherschlichtung Austria

Im Jahr 2025 hat die Verbraucherschlichtung Austria so viele Anträge bekommen wie noch nie zuvor seit ihrer Gründung. Insgesamt wurden 2.514 Schlichtungsanträge eingereicht. Das bedeutet einen Anstieg von 26 Prozent im Vergleich zu 2024. Die Zahl der Fälle ist damit schon zum neunten Mal hintereinander gestiegen.

Dieser Anstieg zeigt, dass immer mehr Menschen und Unternehmen die Schlichtungsstelle kennen und nutzen. Gleichzeitig gibt es weiterhin viele Probleme und Streitigkeiten zwischen Konsumenten und Firmen. Besonders Preissteigerungen, zum Beispiel bei Energie, Wohnen und Dienstleistungen, führten auch 2025 oft zu Beschwerden und Konflikten.

Die meisten Probleme gab es wieder im Bereich Handel. Dabei ging es vor allem um Fragen zu Garantie und Gewährleistung, zum Beispiel bei Elektrogeräten, Kleidung, Möbeln oder Autos. Viele Anträge betrafen auch Streitigkeiten im Dienstleistungs- und Versicherungsbereich und Probleme mit hohen Heizkostenabrechnungen, die oft überraschend kamen.

Viele Unternehmen arbeiten mit

Obwohl die Teilnahme an Schlichtungsverfahren freiwillig ist, machen bei etwa 80 Prozent aller Fälle die Unternehmen aktiv mit. In 76 Prozent dieser Fälle konnten beide Seiten eine gute Lösung finden.

„Der Jahresbericht 2025 zeigt deutlich: Die Verbraucherschlichtung Austria ist ein wichtiges Instrument, um Konflikte effizient, kostengünstig und ohne Gerichtsverfahren zu lösen“, sagt Vereinsobmann Dr. Hermann Germ. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, auf faire und schnelle Lösungen außerhalb des Gerichts zu vertrauen.

Mehr Zahlen und Informationen sind im Jahresbericht 2025 zu finden, der auf der Website der Verbraucherschlichtung veröffentlicht wurde.

Experten helfen bei schwierigen Fällen

Wenn ein Fall besonders kompliziert ist, kann die Verbraucherschlichtung Austria auch Sachverständige hinzuziehen. Diese Unterstützung wird durch eine Förderung der Europäischen Union ermöglicht, deshalb entstehen für Konsumenten und Unternehmen keine zusätzlichen Kosten.

So wurden Experten zum Beispiel bei Streitigkeiten über defekte Elektrogeräte, fehlerhafte Fliesen oder bei der Reinigung teurer Kleidung eingeschaltet. Solche Gutachten sind zwar selten nötig, helfen aber oft dabei, schwierige Fragen zu klären.

„Unsere juristische Expertise und die Möglichkeit einer kostenlosen Sachverständigeneinschätzung sind wesentliche Erfolgsfaktoren. In der überwiegenden Zahl der Fälle erzielen wir eine Einigung. Gelingt dies nicht, bleibt der Rechtsweg offen“, sagt Geschäftsführer Dr. Simon Eder.

Zufriedenheit bei Verbraucherinnen und Unternehmen

Auch die Rückmeldungen sind sehr positiv: 96 Prozent der Konsumenten und 87 Prozent der Unternehmen würden bei Problemen wieder an einem Schlichtungsverfahren teilnehmen.

Obwohl die Zahl der Fälle steigt, ist die Verbraucherschlichtung Austria und das gesamte Verfahren der alternativen Streitbeilegung vielen Menschen noch nicht gut bekannt. Unternehmen müssen gesetzlich ihre Kundinnen und Kunden informieren, wenn eine Streitigkeit nicht direkt gelöst werden kann. Besonders kleinere Firmen wissen von dieser Verpflichtung oft noch zu wenig.

Wie Konsumentinnen und Konsumenten Hilfe bekommen

Wer Ärger mit einem Unternehmen hat und selbst keine Lösung findet, kann sich an die Verbraucherschlichtung Austria wenden. Das geht einfach über ein Webformular oder auch per Post. Alle Kontaktmöglichkeiten gibt es auf www.verbraucherschlichtung.at.

Die Verbraucherschlichtung Austria kurz erklärt

Die Verbraucherschlichtung Austria ist seit Jänner 2016 offiziell als Verbraucherschlichtungsstelle anerkannt. Das steht im Alternative-Streitbeilegung-Gesetz (AStG). Sie hilft Konsumentinnen, Konsumenten und Unternehmen dabei, Streitigkeiten fair, schnell und kostenlos außergerichtlich zu klären. Zuständig ist die Stelle zum Beispiel bei Problemen beim Kauf von Waren, Handwerksleistungen, Reisen, Versicherungen oder verschiedenen Dienstleistungen.

Rückfragen

Verbraucherschlichtung Austria
Dr. Simon Eder
Geschäftsführer

Telefon: +43 1 890 63 11
E-Mail: simon.eder@verbraucherschlichtung.at
Website: https://www.verbraucherschlichtung.at

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