Mehr Polizei und neues Cybercrime-Trainingscenter im Burgenland

Am 17. März 2026 trafen sich Innenminister Gerhard Karner, Landespolizeidirektor Martin Huber und Landesrätin Daniela Winkler zur feierlichen Abschlussveranstaltung von zwei Grundausbildungs-Lehrgängen für Polizistinnen und Polizisten der Landespolizeidirektion Burgenland. Danach wurde in Eisenstadt ein neues Trainingszentrum für Cyberkriminalität eröffnet.

Innenminister Gerhard Karner sagte bei der Feier in der Wirtschaftskammer Burgenland in Eisenstadt: „Heute ist ein guter Tag für die Sicherheit im Burgenland.“ Er erinnerte daran, dass im September 2025 schon 83 neue Polizistinnen und Polizisten im Burgenland in den Dienst kamen. Jetzt starten 39 weitere Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeit. Insgesamt gibt es dadurch aktuell so viele Einsatzkräfte wie nie zuvor, sowohl im Burgenland als auch in ganz Österreich. Für das zweite Halbjahr 2026 sind bereits weitere Neueinstellungen geplant.

Der Minister bedankte sich bei der Bevölkerung für das große Vertrauen in die Polizei, beim Land Burgenland für die gute Zusammenarbeit und bei allen Polizeibeamtinnen und -beamten sowie deren Familien. Er betonte, dass der Polizeiberuf sehr anspruchsvoll sei und die Unterstützung des persönlichen Umfelds wichtig bleibe.

Landespolizeidirektor Martin Huber erklärte: „Die 39 neuen Polizistinnen und Polizisten werden in Zukunft die Polizeiinspektionen verstärken. Das zeigt, dass unsere Personaloffensive wirkt. Wir sichern damit den Personalstand langfristig ab und stärken vor allem die Sicherheit der Bevölkerung im Burgenland.“

Landesrätin Daniela Winkler, die ebenfalls bei der Veranstaltung war, gratulierte den neuen Kolleginnen und Kollegen. Sie sagte: „Die Sicherheit neben der Gesundheit ist das wichtigste Bedürfnis der Menschen.“ Sie wies darauf hin, dass die Aufgaben der Polizei vielfältiger werden und trotzdem genießt die Polizei bei den Menschen großes Vertrauen.

Besonders wichtig seien derzeit der Kampf gegen Schlepperei, die konsequente Bekämpfung aller Formen von Extremismus und die Cyberkriminalität.

Österreichs drittes Cybercrime-Trainingscenter in Eisenstadt eröffnet

Immer mehr Straftaten passieren im Internet – von Online-Betrug bis zu komplizierten internationalen Cyber-Angriffen. Die Polizei braucht deshalb „neben klassischer Ermittlungsarbeit auch immer mehr digitale Kompetenz und technisches Know-how“, so Innenminister Karner. Er erklärte weiter: „Genauso, wie wir für robuste Einsatzlagen Spezialeinheiten wie die Cobra brauchen, brauchen wir für den immer größer werdenden Cyber-Bereich Spezialistinnen und Spezialisten – wenn man so will eine „Cyber-Cobra“.“ Das zeigt, wie wichtig spezialisierte Cyber-Sicherheitsteams geworden sind.

Um diesen neuen Herausforderungen gerecht zu werden, entstehen in allen Bundesländern Cybercrime-Trainingscenter (CCTC). Das neue Trainingszentrum der Landespolizeidirektion Burgenland in Eisenstadt bietet modernste Technik und realistische Übungsmöglichkeiten. Polizistinnen und Polizisten werden hier von Experten geschult – von der Grundausbildung bis zur Weiterbildung für Spezialistinnen und Spezialisten.

Cyber-Basisausbildung für alle Polizistinnen und Polizisten

Die Basisausbildung besteht aus sieben Modulen mit insgesamt 32 Unterrichtseinheiten. Rund 50 praktische Übungen, zum Beispiel das Sichern von Computern, der Ausbau von Festplatten oder die Überprüfung von Krypto-Adressen, vermitteln wichtige Grundkenntnisse im Bereich Cyberkriminalität.

In der zweiten Phase gibt es spezielle Schulungen für Expertinnen und Experten der Landeskriminalämter und der Kriminalassistenzdienststellen. Dabei liegt der Fokus besonders auf IT-Forensik, also der forensischen Untersuchung digitaler Spuren.

Landespolizeidirektor Martin Huber betonte: „Dieses Trainingscenter ist für alle Polizistinnen und Polizisten gedacht. Jede Beamtin und jeder Beamte braucht heute ein solides Grundverständnis im Umgang mit digitaler Kriminalität, um rasch und gezielt handeln zu können. Mit dem Cybercrime-Trainingscenter bereiten wir unsere Bediensteten gezielt auf diese neuen Herausforderungen vor und stärken unsere Ermittlungsfähigkeit nachhaltig.“

Landesrätin Daniela Winkler ergänzte, wie wichtig Prävention vor Gefahren im Internet sei: „Es sind oft schon sehr junge Menschen, die im Internet zu potenziellen Opfern werden. Und das gilt es zu verhindern.“ Deshalb gibt es zusammen mit der Bildungsdirektion und den Schulen verschiedene Programme, um Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren und zu schützen. Außerdem wird eine neue Cybermeldestelle eingerichtet, die sich speziell diesen Themen widmet und als wichtige Anlaufstelle dient.

Bei der Eröffnung war auch Dr. Alfred Kollar anwesend, Geschäftsführer der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, die die Räumlichkeiten an die Landespolizeidirektion vermietet. Er sagte: „Im Gegensatz zur bisherigen Zusammenarbeit, bei der wir stets gezielt Neubauten errichtet haben, gab es diesmal – bei einem Bestandsobjekt – besondere Herausforderungen im Bereich der Medien- und IT-Technik, die für das Cybercrime-Trainingscenter benötigt wird.“ Dies zeigt, wie anspruchsvoll die technische Ausstattung dieser Einrichtungen ist.

Rückfragen

Bundesministerium für Inneres
Harald Sörös, BA MA
Telefon: +43 1 53126 901133
E-Mail: harald.soeroes@bmi.gv.at
Website: https://www.bmi.gv.at

KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Bundesministerium für Inneres

CybercrimeInnenministeriumKriminalitätPolizeiSicherheit
Comments (0)
Add Comment