FPÖ-Mölzer fordert klare Regeln für Ramadan im österreichischen Schulalltag

Der Nationalratsabgeordnete Wendelin Mölzer von der FPÖ hat eine Anfrage an NEOS-Bildungsminister Martin Wiederkehr gestellt. Er will mehr über Probleme an Schulen in Österreich erfahren, die durch den muslimischen Fastenmonat Ramadan entstehen. Mölzer sagt: „Der schulische Alltag in Österreich muss sich an den Bedürfnissen der Kinder und an einem geordneten Unterricht orientieren, nicht an religiösen Vorschriften einzelner Gruppen.“ In den Medien wird öfter berichtet, dass religiöse Regeln während des Ramadan den Schulalltag beeinflussen. Dabei entstehen Fragen, wie leistungsfähig Schüler sind und wie sie vor sozialem Druck geschützt werden können.

Mölzer sieht kritisch, dass schon Kinder in der Volksschule fasten, obwohl Minderjährige eigentlich vom Fastengebot befreit sind. Lehrer berichten von Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und gesundheitlichen Problemen bei den fastenden Schülern, was den Unterricht erschwert. Deshalb will Mölzer vom Bildungsminister wissen, ob es genaue Anweisungen für Schulen zum Umgang mit dem Ramadan gibt und ob es bundesweite Richtlinien für Lehrer und Schulleitungen gibt, um mit Spannungen zwischen Schülern umzugehen.

Außerdem berichtet Mölzer, dass manche Schüler unter Druck gesetzt werden, während des Ramadans nicht zu essen oder zu trinken. „Wenn Kinder beschimpft oder gemobbt werden, nur weil sie während der Schulzeit essen oder trinken, dann ist eine klare Reaktion der Schule notwendig“, sagt er. Daher möchte er wissen, welche Maßnahmen Lehrer ergreifen sollen, wenn Kinder von solchen Problemen berichten, und wie die Freiheit der Schüler geschützt wird.

Es gibt auch Berichte, dass Schüler in manchen Schulen aufgefordert wurden, ihr Essen vor fastenden Mitschülern zu verstecken oder außerhalb deren Blickfeld zu essen. Mölzer fragt den Minister, ob ihm solche Fälle bekannt sind. Er betont: „Es darf nicht sein, dass sich Kinder in Österreich dafür rechtfertigen müssen, wenn sie während der Schulzeit etwas essen oder trinken.“

Ein weiteres Thema in der Anfrage ist, ob an Schulen Informationsmaterial über den Ramadan verteilt wurde, das Kinder dazu ermutigt, das Fasten auszuprobieren. Mölzer sieht darin eine Gefahr, dass zusätzlicher Gruppendruck entsteht. Er möchte wissen, wie der Bildungsminister sicherstellt, dass Schüler nicht zu religiösen Praktiken gezwungen werden und welche Maßnahmen es gibt, um Gruppenzwang im Klassenzimmer zu vermeiden.

Die Anfrage beschäftigt sich auch mit Vorfällen der letzten fünf Jahre. Mölzer will wissen, wie viele Konflikte mit dem Ramadan an Schulen gemeldet wurden, in welchen Bundesländern sie passiert sind und welche Reaktionen die Behörden darauf hatten. Außerdem interessiert ihn, ob solche Konflikte systematisch erfasst werden und welche Informationen dem Ministerium vorliegen.

Die Rolle der Lehrer spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Mölzer fragt nach Fortbildungen für Lehrkräfte, die zeigen, wie sie mit religiös bedingten Konflikten im Unterricht umgehen können. Er möchte wissen, wie viele Schulungen angeboten werden, welche Kosten für die Lehrer entstehen und wie diese finanziert werden. Außerdem interessiert ihn, ob Schulen und Bildungsdirektionen gezielt über den Umgang mit Ramadan-bedingten Problemen informiert wurden und ob es seit Beginn des Ramadan zusätzliche Hinweise an Bildungseinrichtungen gab.

Zum Schluss fragt Mölzer nach politischen Gesprächen und geplanten Maßnahmen. Er will wissen, ob es bereits Gespräche mit der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich zum Thema Ramadan an Schulen gab und ob neue Regeln oder Empfehlungen geplant sind, um Konflikte während des Fastenmonats zu vermeiden.

Wendelin Mölzer betont: „Unsere Schulen müssen Orte der Bildung, der Freiheit und des respektvollen Zusammenlebens sein. Der Staat hat die Verantwortung, Kinder vor sozialem oder religiösem Druck zu schützen und einen störungsfreien Unterricht sicherzustellen. Wiederkehr muss daher klar darlegen, welche Regeln gelten und wie er sicherstellen will, dass religiöse Praktiken nicht zum Problem für den Schulalltag in Österreich werden.“

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