AIT präsentiert Monitoringlösungen und Lastmodelle beim Dresdner Brückenbausymposium 2026

Das AIT Austrian Institute of Technology ist beim Dresdner Brückenbausymposium 2026 mit seinem Baudynamik-Team am Stand 78 vertreten. Vor Ort zeigen die Expert:innen Anna Huditz, Alois Vorwagner, Philip Leopold und Vazul Boros neue Lösungen, um den Zustand von Brücken und anderen Verkehrsbauten besser zu bewerten, zu überwachen und deren Lebensdauer zu verlängern. Dabei setzen sie auf datenbasierte und praxisnahe Technologien, die helfen, Brücken genauer zu untersuchen, effizienter zu kontrollieren und nachhaltiger instand zu halten.

In Dresden präsentiert das AIT moderne Mess- und Überwachungsmethoden. Diese helfen, von einfachen, konservativen Schätzungen zu echten, objektbezogenen Bewertungen zu kommen. Zum Beispiel zeigen sie kalibrierte Verkehrslastmodelle, faseroptische Messsysteme und optische sowie satellitengestützte Monitoringverfahren. Ziel ist es, Betreibern von Infrastruktur klare und verlässliche Informationen für Betrieb, Erhaltung und Investitionen zu geben.

Innovations- und Infrastrukturminister Peter Hanke betont: „Das AIT Austrian Institute of Technology zählt nicht nur zu Österreichs führenden Forschungs- und Technologieeinrichtungen, sondern nimmt auch europaweit insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Energie und Automatisierung eine führende Rolle ein. Das Projekt NINA, bei dem moderne Sensortechnologien und digitale Bewertungsmodelle zur baulichen Prüfung von Brücken zum Einsatz kommen, ist dafür nur ein Beispiel. Mit der Teilnahme am Dresdner Brückenbausymposium erhält ‚Innovation made in Austria‘ eine schöne europäische Bühne.“

ALPHA-BWIM & Lastmodelle für Brücken und Streckenabschnitte

Ein wichtiger Teil der AIT-Präsentation ist die Erfassung von echten Verkehrslasten. Diese Daten helfen, Brücken und andere Bauwerke genauer zu berechnen. Mit Bridge Weigh-in-Motion (BWIM), also dem Wiegen von Fahrzeugen während der Fahrt, können Achslasten, Fahrzeuggewichte und Fahrzeugtypen direkt am Bauwerk erfasst werden – ganz ohne Fahrbahn-Eingriffe oder Verkehrsbehinderungen. Auf dieser Basis werden realistische Lastmodelle erstellt, die viel genauer sind als einfache, konservative Annahmen. So kann die Sicherheit von Bauwerken besser bewertet, Erhaltungsmaßnahmen gezielter geplant und die Nutzungsdauer oft verlängert werden. Das spart auch Kosten für aufwendige Verstärkungen.

DFOS – Brückenmonitoring mit verteilter faseroptischer Sensorik

Mit Distributed Fiber Optic Sensing (DFOS) hat das AIT ein Messverfahren entwickelt, das Dehnungen und Temperaturen entlang einer Glasfaser durchgehend misst. Im Gegensatz zu punktuellen Sensoren erkennt DFOS lokale Veränderungen wie Risse sehr früh und mit hoher Genauigkeit. Die Technik eignet sich sowohl für neue Bauwerke, bei denen Sensoren eingebaut werden, als auch für bestehende, bei denen Sensoren nachträglich angebracht werden können. Das AIT bringt langjährige Erfahrung, Spezialgeräte, Labore und Auswertemethoden mit, um große Datenmengen effizient zu verarbeiten und in digitale Zwillinge einzubinden – digitale Modelle, die einen realistischen Zustand des Bauwerks zeigen.

Motion Amplification – berührungslose optische Schwingungs- und Verformungsmessung

Eine weitere Innovation ist Motion Amplification, ein videobasiertes Messverfahren ohne Berührung. Dabei werden sehr kleine Bewegungen und Schwingungen sichtbar gemacht – bis zu 500 Mal größer als in Wirklichkeit. Mit Hochgeschwindigkeitskameras und spezieller Software können diese Mikrobewegungen schnell und genau erfasst werden. Das Verfahren eignet sich besonders für schwer zugängliche Stellen und ergänzt klassische Messmethoden sehr gut. Es wird zum Beispiel bei Brücken, anderen Ingenieurbauwerken, Lärmschutzwänden oder Maschinen eingesetzt. So können wichtige Parameter wie Eigenfrequenzen, Schwingungsformen, Dämpfung und lokale Verformungen einfach und ohne Sensoren erfasst werden.

Satelliten-Monitoring – netzweites Infrastrukturmonitoring mit InSAR

Das AIT nutzt zudem InSAR, eine satellitengestützte Technik zur großflächigen Überwachung von Verkehrs- und Schutzinfrastruktur. Mit Radar-Satelliten lassen sich kleinste Bewegungen und Verformungen an einzelnen Bauwerken oder entlang ganzer Infrastrukturstrecken messen. Dank spezieller Methoden, die am AIT entwickelt wurden, können bei guten Bedingungen Abweichungen im Millimeterbereich festgestellt werden. InSAR ist besonders nützlich für die Analyse von Zeitreihen, das Erkennen von Problemen, Prognosen von Trends und das Finden kritischer Bereiche auf Straßen, Schienen oder Schutzbauten. So kann ein umfangreiches Monitoring-Netzwerk entstehen, das hochpräzise Sensoren an einzelnen Punkten sinnvoll ergänzt und eine risikobasierte Wartung unterstützt.

AIT lädt zum Austausch am Stand 78

Mit seinem Auftritt beim Dresdner Brückenbausymposium 2026 zeigt das AIT klar seine Kompetenz in Baudynamik, Monitoring und datenbasierter Bewertung von Infrastruktur. Alle Besucher:innen sind herzlich eingeladen, sich am Stand 78 mit den AIT-Expert:innen zu aktuellen Themen, Anwendungsbeispielen und möglichen Kooperationen auszutauschen.

Dresdner Brückenbausymposium 2026

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Rückfragen

Mag. Florian Hainz, BA
AIT Communication
AIT Austrian Institute of Technology
T +43 (0)50550-4518
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