100 Jahre warten genug: Berufsgesetz für Soziale Arbeit jetzt!

Am „World Social Work Day“ wird weltweit die wichtige Arbeit von Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen gefeiert – ebenso die Menschen, die ihre Hilfe brauchen. In Österreich sorgen diese Fachkräfte jeden Tag für den sozialen Zusammenhalt. Trotzdem gibt es noch keine klare rechtliche Regelung für ihren Beruf.

Soziale Arbeit ist sehr wichtig für unsere Gesellschaft. Sie hilft Kindern, Jugendlichen und Familien, unterstützt Menschen, die in Armut leben, arbeitet im Bildungs- und Gesundheitsbereich und auch in der Justiz. „Die Kolleginnen und Kollegen fangen tagtäglich die Krisen unserer Zeit ab. Doch Österreich ist eines der letzten Länder, in dem ihre Tätigkeit rechtlich nicht umfassend geregelt ist. Das ist den über 40.000 Berufsangehörigen nicht länger zumutbar“, sagt Christa Hörmann, Vizepräsidentin des ÖGB (Österreichischer Gewerkschaftsbund).

Seit fast 100 Jahren wird schon ein Gesetz gefordert, das die Arbeit der Sozialarbeiter:innen regelt. Die Regierung arbeitet nun an einem ersten Entwurf – ein sehr wichtiger Schritt. „Ein konkreter Entwurf ermöglicht endlich die strukturierte Diskussion mit den Bundesländern, den Arbeitgeber:innen, den Berufsangehörigen und ihren Vertretungen. Am Ende dieses Prozesses muss der Beschluss im Nationalrat stehen. Ein gutes Berufsgesetz ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein notwendiger Schutzschild für die Beschäftigten und garantiert gleichzeitig, dass die Unterstützung durch professionelle Berufsangehörige höchste Qualitätsstandards erfüllt“, erklärt Christoph Krenn, Vorstandsvorsitzender des Berufsverbands obds.

Damit das neue Gesetz sowohl die Sozialarbeiter:innen als auch die Menschen, die ihre Hilfe brauchen, schützt, soll es folgende Punkte enthalten:

  • Verbindliche Regeln für die Ausbildung und die Arbeit in diesem Beruf.
  • Klare Berufsprofile: Das bedeutet Rechtssicherheit und deutliche Aufgaben, vor allem in der Zusammenarbeit mit anderen Berufen im Gesundheits- und Sozialbereich.
  • Qualitätssicherung: Gut ausgebildete Fachkräfte können Menschen, die in schwierigen Situationen sind, besser helfen. Das entlastet auch das soziale System und stärkt den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

„Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen tragen mit ihrer Arbeit maßgeblich zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bei“, sagt Silvia Rosoli, Abteilungsleiterin Arbeitnehmer:innenschutz & Gesundheitsberufe der AK Wien. „Es ist Zeit, ihrer unverzichtbaren Arbeit mit einem Berufsgesetz endlich jenen rechtlichen Rahmen zu geben, den sie verdient.“

Terminhinweis für den 17. März 2026:

Zum World Social Work Day finden morgen zwei Veranstaltungen statt:

  • 11:30 Uhr: Fachveranstaltung zum aktuellen Stand des Gesetz-Entwurfs im Bildungszentrum der AK Wien (Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien).
  • 16:00 Uhr: Große Kundgebung am Platz der Menschenrechte unter dem Motto „Gemeinsam für Zuversicht und Verbundenheit: Ziehen wir an einem Strang“. Bundesministerin Korinna Schumann wird ebenfalls erwartet.

Zusätzlich arbeiten viele Expert:innen daran, dass Sozialarbeit in Zukunft besser anerkannt wird und angemessene Bezahlung erhält. Die Rolle der Sozialarbeiter:innen wurde in den letzten Jahren gerade in Krisenzeiten, wie während der Corona-Pandemie, besonders deutlich sichtbar.

Rückfragen

Arbeiterkammer Wien - Kommunikation
Ozren Sehic, MA MSc
Telefon: +43 664/883 675 29
E-Mail: ozren.sehic@akwien.at
Website: https://wien.arbeiterkammer.at

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