ORF-Gleichstellungsbeauftragte äußert sich zum Thalhammer-Posting

Am 13. März hat Anna Thalhammer, die Chefredakteurin von „Profil“, auf der Plattform „X“ folgendes geschrieben: „In der ORF-Gleichbehandlungsstelle sitzt nicht nur die Ex vom GD, sondern auch die Ex des Stiftungsratsvorsitzenden. Hm, warum meldet sich dort nur keiner? Meldet euch bei @profilonline. Ich war da mit niemandem zam, promise.“

Daraufhin haben die Gleichstellungsbeauftragten des ORF einen Leserbrief an „Profil“ geschrieben, um die Situation klarzustellen:

Sehr geehrte Frau Thalhammer,

wir haben Ihren Beitrag in den sozialen Medien gelesen, in dem Sie die früheren privaten Beziehungen der Gleichstellungsbeauftragten Katia Rössner und Judith Weissenböck erwähnen und diese mit ihrer beruflichen Arbeit verbinden. Außerdem sagen Sie, dass sich deshalb angeblich niemand mit seinen Anliegen an uns wenden würde.

Das können wir so nicht stehen lassen.

Katia Rössner arbeitet seit 13 Jahren als Gleichstellungsbeauftragte, Judith Weissenböck sogar seit 15 Jahren. Heinz Lederer ist erst seit 2025 Vorsitzender des Stiftungsrats. Die privaten Beziehungen, über die Sie sprechen, sind seit mehr als 20 Jahren vorbei. Unsere Gleichstellungsbeauftragten haben bei laufenden Vorgängen keine Rolle gespielt. Außerdem haben wir selbst keine genauen Informationen aus den wichtigsten Quellen, um das beurteilen zu können.

Katia Rössner und Judith Weissenböck genießen seit vielen Jahren großes Vertrauen bei den Mitarbeiter:innen. Viele wenden sich an sie oder andere Gleichstellungsbeauftragte, weil sich das Bewusstsein für Gleichbehandlung im ORF durch verschiedene Maßnahmen sehr verbessert hat. Diskriminierung und Belästigung werden offen angesprochen, und die Betroffenen erhalten Hilfe. Meist konnten wir gemeinsam eine Lösung finden – ohne viel Öffentlichkeit in den Medien, die oft den Frauen eher schadet. Dabei haben wir keine einfachen Kompromisse gemacht, sondern Frauen zu ihrem Recht verholfen. Natürlich klappt unsere Arbeit nicht immer zu 100 %, aber in vielen Fällen konnten wir schon helfen.

Wenn Sie wirklich den Betroffenen helfen wollen, sollte das Vertrauen in Einrichtungen, die für diese Unterstützung da sind, nicht beschädigt werden. Falsche und ungerechtfertigte Aussagen, wie in Ihrem chauvinistischen Posting, tun unserem gemeinsamen Ziel keinen Gefallen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Gleichstellungsbeauftragten des ORF

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