WWF präsentiert 5-Punkte-Plan gegen fossile Preisfalle

Die stark steigenden Preise für Öl und Gas zeigen, wie abhängig Österreich von Importen ist und wie anfällig das Land dadurch wird. 2025 lagen die Kosten für den Import fossiler Energien schon bei etwa acht Milliarden Euro. Wenn sich der Trend fortsetzt, könnten sowohl Haushalte als auch Firmen in diesem Jahr noch viel mehr Geld dafür ausgeben müssen – mehrere Milliarden Euro extra.

Deshalb fordert der WWF, gemeinsam mit dem Klimaforscher Daniel Huppmann, dass die Bundesregierung ihre Richtung ändert. Sie haben ein Fünf-Punkte-Paket vorgeschlagen, das helfen soll, besser mit Krisen umzugehen, das Klima zu schützen und Energie für alle bezahlbar zu machen.

WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer sagt: „Der Weg aus der fossilen Preisfalle muss über Reformen führen, die an den Wurzeln der Probleme ansetzen. Wer die Energieverschwendung reduziert, fossile Milliarden umschichtet und natürliche Schutzmaßnahmen priorisiert, macht Österreich unabhängiger und krisenfester. Das reduziert Kosten, Emissionen und geopolitische Risiken“. Damit meint sie, dass Österreich weniger Energie verschwenden, weniger Geld für Öl und Gas ausgeben und mehr auf den Schutz von Natur setzen soll, um langfristig besser geschützt zu sein.

WWF und Experten warnen auch davor, die Fehler aus der Vergangenheit zu wiederholen. Zum Beispiel hat die Politik im Rahmen der Energiekrise durch den Krieg in der Ukraine bereits Anti-Teuerungsmaßnahmen im Wert von rund 17 Milliarden Euro eingeführt (von 2022 bis 2024). Diese helfen oft kurzfristig, sind aber schlecht fürs Klima und für die Umwelt, wie das WIFO zeigt.

Daniel Huppmann, Experte für Klima und Energie, betont: „Aus wissenschaftlicher Sicht sind drei Hebel entscheidend, um Klimarisiken und Energiekosten einzudämmen: ein deutlich geringerer Energieverbrauch durch Steigerung der Effizienz, ein gut geplanter, naturverträglicher Ausbau erneuerbarer Energien und der Schutz und die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme“. Er sagt auch, dass durch diese Maßnahmen nicht nur Emissionen gesenkt werden, sondern langfristig auch Energiekosten sinken und die Gesellschaft besser auf extreme Wetterereignisse vorbereitet wird – wie Hitze, Dürre oder Überschwemmungen.

Das vorgeschlagene Paket umfasst fünf wichtige Bereiche: Es will den Energieverbrauch durch strengere Gesetze verringern, beispielsweise durch eine Verdopplung der Sanierungsrate von Gebäuden und eine schnellere Umstellung im Verkehrsbereich (die sogenannte Mobilitätswende). Außerdem setzt der WWF bei erneuerbaren Energien vor allem auf mehr Photovoltaik (Solarenergie) und Windkraft. Gleichzeitig sollen mehr Projekte zur Wiederherstellung von Naturgebieten gefördert und die Versiegelung (Überbauung) von Boden reduziert werden, um Hochwasser und andere Probleme besser zu verhindern.

Als schnelle Hilfe schlägt der WWF vor, besonders sozial schwachen Haushalten gezielt zu helfen, statt wie bisher breit gestreute, wenig zielgerichtete Förderungen zu verteilen – die sogenannte „Gießkannenpolitik“. Weiterhin sollen jährlich bis zu sechs Milliarden Euro an klimaschädlichen Subventionen Schritt für Schritt in Programme zum Energiesparen und Naturschutz umgewandelt werden. Viktoria Auer warnt: „Ohne Trendwende könnten bis 2030 kumuliert rund 30 Milliarden Euro für kontraproduktive Förderungen ausgegeben werden. Das wären massive Fehlanreize“ – also falsche Anreize, die den Klimaschutz verhindern.

Das „5-Punkte-Paket gegen die fossile Preisfalle“ im Detail finden Sie hier.

Bilder zur redaktionellen Verwendung gibt es hier.

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