Zierfuß zur Schülerunion: Mittlere Reife für Wien systemrelevant

„Gerade für die Bundeshauptstadt Wien ist die Einführung einer Mittleren Reife systemrelevant. In einer Stadt, in der mehr als die Hälfte der Schulanfänger noch nicht einmal Deutsch kann, herrscht Gefahr in Verzug. Laut der kürzlich präsentierten iKM PLUS-Kompetenzmessung erreichen auch mehr als die Hälfte (!) der 4.-Klässler in Wien die Bildungsstandards im Lesen nicht oder nur teilweise. Also wo, wenn nicht in Wien ist eine Bildungspflicht und damit die Einführung einer Mittleren Reife längst überfällig“, so der Bildungssprecher der Wiener Volkspartei, Klubobmann Harald Zierfuß, zum heute von der Schülerunion präsentierten Modell der „Mittleren Reife“.

Die Mittlere Reife ist ein Schulabschluss, der sicherstellt, dass Schülerinnen und Schüler grundlegende Fähigkeiten in unterschiedlichen Fächern erlangen. In Wien gibt es das Problem, dass viele Kinder schon beim Schuleintritt nicht gut Deutsch sprechen. Das macht das Lernen schwerer. Die iKM PLUS-Tests zeigen, dass viele Viertklässler in Wien beim Lesen noch nicht fit sind – mehr als die Hälfte schafft die wichtigen Lernziele nicht oder nur teilweise. Deshalb sagen Experten, wie Harald Zierfuß von der Wiener Volkspartei, dass es dringend nötig ist, Regeln einzuführen, die garantieren, dass alle Kinder bestimmte Kompetenzen erreichen.

„Wir können nicht weiter dabei zuschauen, wie in unserer Stadt Generationen von Kindern ohne ausreichende Grundkenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen heranwachsen. Ein verbindlicher Leistungsnachweis vor dem Ende der Schulpflicht muss dafür sorgen, dass niemand das Schulsystem ohne grundlegende Kompetenzen verlässt“, so Zierfuß. Schon 2023 verzeichnete Wien mit 17,7 Prozent den höchsten NEET-Anteil an der 15- bis 24-jährigen Gesamtbevölkerung im Bundesländervergleich. Das sind Personen, die sich weder in Ausbildung, Beschäftigung oder Schulungen befinden (NEET – not in Education, Employment or Training).

Viele Jugendliche verlassen die Schule ohne die nötigen Fähigkeiten, die sie für eine Ausbildung oder einen Job brauchen. Das führt dazu, dass fast 18 von 100 jungen Erwachsenen in Wien weder arbeiten noch eine Ausbildung oder Weiterbildung machen. Das ist der höchste Wert in ganz Österreich. Ein verbindlicher Leistungsnachweis, wie die Mittlere Reife, soll dagegen helfen, dass junge Menschen besser fürs Leben und die Berufswelt vorbereitet werden.

„Wer Bildung ernst nimmt, muss auch für eine echte Bildungsgarantie sorgen. Ziel ist es, am Ende der Schulpflicht ausreichende Grundkenntnisse in Deutsch, Mathematik und Englisch sicherzustellen, um alle Chancen für eine weiterführende Bildung und damit eine erfolgreiche Berufsausbildung zu haben. Bildungsminister Wiederkehr ist aufgefordert, das Modell der Schülerunion zu prüfen und bei der Einführung der Mittleren Reife Tempo zu machen“, so Zierfuß abschließend.

Eine solche Bildungsgarantie würde bedeuten, dass alle Schülerinnen und Schüler am Ende der Pflichtschule mindestens die grundlegenden Kenntnisse in den wichtigsten Fächern besitzen. So können sie leichter eine weiterführende Schule besuchen oder eine Lehre beginnen. Bildungspolitiker fordern deshalb den Bildungsminister auf, die Pläne der Schülerunion schnell umzusetzen und nicht noch länger zu warten.

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