Kultur.Region.Niederösterreich startet Programm „Tradition und Innovation“

Am Donnerstagabend stellte das Team der Kultur.Region.Niederösterreich im Ostarrichisaal des Landhauses St. Pölten das Programm für 2026 vor. Das Programm trägt den Titel „Tradition und Innovation“. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte zu Beginn, dass Kunst und Kultur in ganz Niederösterreich präsent und spürbar seien. Es gebe Angebote für alle – von der klassischen Hochkultur bis zu breiter Volkskultur. „Deshalb werden wir am Kulturland Niederösterreich weiterbauen, es weiterentwickeln, damit diese Vielfalt bestehen bleibt und manches, das schlummert, wieder wachgeküsst wird.“ Damit meint sie, dass auch weniger bekannte kulturelle Schätze wiederbelebt werden sollen.

Zur Bedeutung des Mottos „Tradition und Innovation“ erklärte die Landeshauptfrau, dass beides in Niederösterreich zusammengehört und keineswegs ein Widerspruch sei. „Lebendige Kultur entsteht durch unsere starken Wurzeln und ist gleichzeitig offen für Neues.“ Sie fügte hinzu: „Wenn Tradition und Innovation aufeinandertreffen, dann entsteht eine Kultur, die Nachhaltiges bewahrt, aber sich auch weiterentwickelt.“ Für diesen Fortschritt seien engagierte Menschen wichtig. Mikl-Leitner wünschte sich, dass viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher weiterhin ehrenamtlich tätig sind, denn dieses freiwillige Engagement in den Regionen helfe gegen Einsamkeit und gebe Vertrauen sowie Kraft. Sie hob hervor, dass jeder Ehrenamtliche einen wichtigen Beitrag für das Kulturland Niederösterreich leistet.

Ein weiteres Thema war, wie sich die regionale Kultur trotz Sparmaßnahmen weiterentwickeln kann. Die Landeshauptfrau betonte, man werde zwar in den Strukturen sparen, aber nicht beim Kulturprogramm. „Ganz im Gegenteil: in vielen Bereichen legen wir sogar noch was drauf.“ Besonders erwähnte sie die Musikschulen, die derzeit über 63.000 Schülerinnen und Schüler sowie 2.500 Lehrerinnen und Lehrer haben. Diese Schulen sollen zu Musik- und Kunstschulen ausgebaut werden. Dort werden künftig auch Fächer wie Fotografie, Schauspiel und bildende Kunst angeboten. Solche Angebote fördern Kreativität und das Denken – Dinge, die heute sehr wichtig sind. Auch die Digitalisierung spielt eine Rolle, besonders bei Museen und Kulturvermittlung, wo neue Möglichkeiten entstehen.

Martin Lammerhuber, Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich, sagte zu Anfang: „Wir sind stolz auf unsere 250.000 Kulturengagierten im Land, die Kultur erlebbar und fühlbar machen, und die einen großen Teil dazu beitragen, dass die Menschen in Niederösterreich eine gute Zeit erleben.“ Über das Programm-Motto „Tradition und Innovation“ meinte er: „Tradition ist nicht rückwärtsgewandt, nicht gestrig – Tradition steht für Beständigkeit, für Werte. Sie bietet Menschen Orientierung und Halt. Deshalb sind unsere kulturellen Angebote wichtige Ankerpunkte.“ Für die Kultur.Region.Niederösterreich ist es wichtig, traditionelle Kultur mit neuen Ideen zu verbinden. Das eröffnet auch neue Chancen. Innovation zeigt sich in vielfältigen Kulturofferten und Bildungsangeboten im Land.

Im Anschluss präsentierte Lammerhuber zusammen mit verschiedenen Expertinnen und Experten spannende Projekte aus dem aktuellen Programm. So sprach er mit Volker Gallasch, einem Musikvermittler, über den neuen Kurs „Kultur neu denken“. Doris Hauer, Leiterin des Heimatmuseums Pulkau, berichtete von der Digitalisierung in Regionalmuseen. Elli Jegel und Werner Zirnsack stellten das Fotoprojekt „Nehmen und Geben“ sowie das Musikprojekt „Techno in the winery“ vor. Letzteres findet im Rahmen des Viertelfestivals Niederösterreich statt. Projektleiterin Katharina Schwabl präsentierte „Neues Lernen“. Monika Wippl, Direktorin der Musikschule Wieselburg, informierte über den Wandel von Musikschulen zu umfassenden Musik- und Kunstschulen. Sonja Schmid vom Freiwilligencenter Niederösterreich sprach zum Thema „Vereine neu denken“. Weitere Informationen gab es von Helga Steinacher zur Akademie der Kultur.Region.Niederösterreich. Chrissi Weiß stellte den Lehrgang „NÖ Musikszene – Die kreative Kompetenz“ vor. Sandra Paweronschitz sprach über kommunale Kultur- und Bildungsarbeit, und Pamina Eigelsreiter berichtete zum Thema „Nachbarschaft leben“.

Auch Bürgermeister Günter Schalko aus Eisgarn im Waldviertel kam zu Wort. Er erzählte von einer Nachbarschaftsinitiative, die das Ehrenamt in 31 Gemeinden verbindet und organisiert. So können unterschiedlichste Anliegen umgesetzt werden, wie etwa Transport zum Friseur, Begleitung beim Einkaufen oder einfach ein Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Damit wird die Gemeinschaft gestärkt und das Leben in den Gemeinden erleichtert.

Für die musikalische Umrahmung sorgten Jimmy Schlager sowie das Ensemble „Patru Plor“ mit Maria Sofia Suciu, Rosin Alrasho, Ramona Meyer und Raluca Toncu. Sie gewannen beim Landeswettbewerb prima la musica 2026 den ersten Preis in der Kategorie Kammermusik für Blockflöten – ein großer Erfolg für junge Musikschaffende in Niederösterreich.

Rückfragen

Amt der NÖ Landesregierung Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Doris Zöger
Telefon: 02742/9005-13314
E-Mail: presse@noel.gv.at

KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Amt der Niederösterreichischen Landesregierung

Kunst & KulturMikl-LeitnerNiederösterreichProgrammpräsentationRegional.Kultur.Niederösterreich
Comments (0)
Add Comment