SPÖ-Klubtagung: Lebenswerte Bahnhofsvorplätze und mehr Sonnenstrom für Wien

Der zweite Red Talk bei der Klubtagung des Roten Rathausklubs stand ganz unter dem Thema Nachhaltigkeit. Die Stadträtin für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke, Ulli Sima, und der Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal, Jürgen Czernohorszky, sprachen über die grüne Zukunft Wiens, die gleichzeitig auf Sonnenstrom setzt.

Weg vom Asphalt – mehr grüne Bahnhofsvorplätze

„Mit unserer ,Raus aus dem Asphalt‘-Offensive haben wir in Wien schon über 340 Projekte umgesetzt“, erklärt Ulli Sima. Dabei wurden rund 3.300 Bäume auf Straßen und Plätzen gepflanzt und viele Bereiche entsiegelt, also versiegelte Flächen wieder offen und begrünt. Besonders an großen Verkehrsknotenpunkten, wie am Praterstern oder Franz-Josefs-Bahnhof, gibt es schon sichtbare Verbesserungen. Weitere Projekte sind in Arbeit, zum Beispiel der Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf. Besonders spannend wird der neue Nelson-Mandela-Platz in Aspern Nord, der bis zum Sommer mit der Wien 3420 AG entsteht – mit viel Grün und 75 neuen Bäumen. Sima dankt auch den Bezirken für die gute Zusammenarbeit. Ziele sind immer mehr Sicherheit und bessere Aufenthaltsqualität: „öffentliche Räume so zu gestalten, dass sich Menschen dort wohl und sicher fühlen.“

Zu den Projekten zählen unter anderem der Praterstern, der Julius-Tandler-Platz, der Hauptbahnhof, der Maria-Restituta-Platz, der Franz-Jonas-Platz und der Nelson-Mandela-Platz. Sie zeigen, wie Wien grüner und lebenswerter wird.

Vorbild Praterstern – mehr Bäume und Grün für ein besseres Klima

Am Praterstern, einem wichtigen Verkehrspunkt, begann die Begrünungsoffensive. Vor der Umgestaltung wurde hier sogar ein Alkoholverbot eingeführt. Nach der 2022 abgeschlossenen Neugestaltung ist der Platz heute eine kühle, grüne Oase. 56 neue Bäume ergänzen jetzt 101 bestehende. Darunter sind 13 prächtige XXL-Platanen, die mit ihren großen Kronen viel Schatten spenden. Das „Schwammstadt-Prinzip“ sorgt dafür, dass die Bäume auch unter befestigten Flächen genug Platz zum Wurzeln finden – ihre Baumscheiben sind unterirdisch verbunden.

Der Grünraum wurde auf 8.000 Quadratmeter verdoppelt, dazu gibt es das größte Wasserspiel Wiens. Ein 2,5 Meter breiter grüner Ring auf 1.400 Quadratmetern sorgt für ein gutes Klima. Die Beleuchtung wurde modernisiert und die Bahnunterführung aufgehellt, was die Sicherheit erhöht. 190 neue Sitzplätze laden zum Verweilen ein, und 340 Fahrradabstellplätze fördern die umweltfreundliche Mobilität.

Franz-Josefs-Bahnhof: Grüner Julius-Tandler-Platz mit viel mehr Fläche

Ein weiteres Beispiel ist der Julius-Tandler-Platz vor dem Franz-Josefs-Bahnhof im 9. Bezirk. Früher eine graue Asphaltfläche, wurde er letztes Jahr nach breiter Bürgerbeteiligung in einen grünen Wohlfühlplatz verwandelt, mit Beeten, Bäumen und Wasserspielen. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Der Platz und die angrenzende Nordbergstraße wurden damit viel lebenswerter und klimaresistenter.

Es wurden 46 neue Bäume gepflanzt, viele davon mit großen Kronen. Sitzmöbel, Baldachine, Wasserspiele und Trinkbrunnen machen den Platz noch attraktiver. Die Grünfläche wurde von 21 auf 2.140 Quadratmeter erweitert – also fast verhundertfacht! Außerdem wurde eine sichere Radroute entlang der Fuchsthallergasse und Alserbachstraße auf über 1.200 Meter Länge geschaffen, die eine Verbindung vom Donaukanal bis zum Gürtel bietet.

Sonnenstrom für Wien – Neues Photovoltaik-Förderpaket

Ab 1. Mai startet in Wien ein neues Förderprogramm für Photovoltaik (PV), das sich auf multifunktionale, urbane Lösungen konzentriert: „Wir stellen hier ein Förderbudget von sieben Millionen Euro zur Verfügung“, erklärt Jürgen Czernohorszky. Neu gefördert werden PV-Fassaden und Verschattungsanlagen auf öffentlich zugänglichen Dächern. Damit werden bisher wenig genutzte Flächen für Sonnenstrom erschlossen. So wird die Stromversorgung sicherer und klimaschonender, „Der Wiener Sonnenstrom-Boom geht damit konsequent in die nächste Runde“, so Czernohorszky.

Auch der „1-2-3-Sonnengutschein“ für gemeinschaftliche PV-Anlagen auf Wohngebäuden wird verlängert. Dabei wird künftig auch das PV-Potenzial der Fassaden geprüft.

Unter dem Motto „Schatten spenden – Sonne nutzen“ fördert Wien außerdem PV-Anlagen als Überdachungen für Parkplätze und andere versiegelte Flächen. Diese „Flugdachförderung“ richtet sich vor allem an Wiener Betriebe. Auch PV-Anlagen auf Gründächern bleiben weiterhin gefördert – das verbessert Klima und Umwelt.

„Sonnenstrom ist sauber, sicher und wird immer günstiger. Jede neue Anlage macht Wien ein Stück unabhängiger und bringt uns unserem Klimaziel näher“, betont Czernohorszky. „Mit dem Förderprogramm unterstützen wir außerdem die heimische Wirtschaft. Jeder Euro Fördergeld löst fünf Euro Wertschöpfung hier in Wien aus.“

„Wiener Straucherl“ – Mehr Natur auf kleinen Flächen

Das „Wiener Wäldchen“ bekommt einen kleinen Bruder: Das „Wiener Straucherl“ bringt ab April in kleinen, dicht bebauten Stadtteilen mehr Grün und Artenvielfalt. Das Straucherl ist ein kleines Naturgebiet von etwa 50 m² mit verschiedenen Sträuchern, ähnlich wie dichte Hecken in der Natur. Es bietet Lebensraum für viele Tiere und Insekten und verbessert Luft und Klima.

„Das Wiener Straucherl leitet sich in seiner Grundidee von unserem ,Wiener Wäldchen‘ ab, das wir schon 15 Mal in Wien angelegt haben“, sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Es sorgt für mehr Lebensqualität, kühlere Luft und Erholung im Stadtgebiet. Wo kein Platz für Bäume ist, hilft das Straucherl. Das erste wird im April im Alsergrund gepflanzt, weitere folgen. Größere „Wiener Wäldchen“ mit mindestens 100 m² entstehen dort, wo die Bedingungen passen.

„Wir arbeiten in Wien mit voller Kraft für eine klimafitte, enkerlgerechte und nachhaltige Zukunft“, sagen die Stadträte unisono.

Rückfragen

SPÖ Rathausklub
Iris Poltsch, bakk. phil.
Telefon: +43 664 88540493
E-Mail: iris.poltsch@spw.at

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