Am heutigen Donnerstag fand die erste Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag (KV) für etwa 220.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hotellerie und Gastronomie statt. Eva Eberhart, die Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft vida, erklärte: „Für eine Einigung lagen die Positionen heute noch zu weit auseinander.“ Die bisher vorgeschlagenen Angebote decken ihrer Meinung nach nicht die gestiegenen Lebenshaltungskosten der Beschäftigten ab.
In der Gesprächsrunde haben beide Seiten ihre Forderungen vorgestellt. Die Gewerkschaft vida fordert echte Lohnerhöhungen, mindestens zwölf garantierte freie Sonntage im Jahr und bezahlte Mittagspausen. Eberhart sagte dazu: „Die Arbeitgeber boten Lohn- und Gehaltsanpassungen von lediglich 2,3 Prozent. Unsere Forderung hingegen liegt bei 3,8 Prozent, um einen Einkommensverlust der Beschäftigten zu verhindern und ihnen den Respekt zu erweisen, den sie verdienen.“ Zum Vergleich: Die Inflation im letzten Jahr lag bei 3,6 Prozent, was bedeutet, dass die Preise für viele Dinge deutlich gestiegen sind.
Der nächste Verhandlungstermin ist für den 7. April geplant. Eva Eberhart zeigte sich optimistisch: „Wir freuen uns auf weitere Gespräche und bleiben offen für konstruktive Vorschläge.“ Die Verhandlungen sind wichtig, damit die Arbeitsbedingungen und Löhne in der Branche fair bleiben und mit den Lebenshaltungskosten Schritt halten.