SPÖ Wien Klubtagung: Präsentationen der Stadträt*innen

Am Nachmittag des Treffens stellten die Stadträt*innen die wichtigsten Themen ihrer Arbeitsgruppen vor. Dabei ging es vor allem um bezahlbares Wohnen, neue Technologien, Frauenpolitik, mehr Grün in der Stadt, Klimaschutz, erneuerbare Energien und gute Gesundheitsversorgung in den Bezirken. Auch die Bedeutung von Kultur und Wissenschaft für die Wirtschaft wurde betont.

Bezahlbares Wohnen und neues Zentrum für Quantentechnologie stärken Wien

Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál konzentrierte sich bei der Tagung auf Wohnbau und Frauenpolitik. Ein wichtiger Punkt ist die Erweiterung der Wohnbau-Offensive in Wien: Statt 22.200 Wohnungen sollen jetzt 22.800 gebaut werden. Durch Wettbewerbe zwischen Bauträgern werden zusätzlich rund 6.700 neue Wohnungen entstehen. Neue Projekte sind z. B. an der Wagramer Straße, in der Eibengasse, am Weichseltalweg (mit Fokus auf Holzbau) und beim Gasometervorfeld geplant. Außerdem wächst das Programm Gemeindebau NEU weiter: Schon jetzt sind rund 5.700 Gemeindewohnungen im Bau oder fertiggestellt.

Bei der Frauenpolitik setzt Wien auf eine starke Stellung der Frauen in Beruf und Gesellschaft. Die Stadt nennt sich „Stadt der Frauen“ und betont, dass hier mehr Frauen arbeiten und besser verdienen als anderswo. Programme wie die Frauenarbeitsstiftung (in Zusammenarbeit mit AMS und WAFF) helfen Frauen bei Weiterbildung und Berufswechsel. Es gibt spezielle Angebote für Frauen über 50 sowie Aktionen für Mädchen und junge Frauen, z. B. den Wiener Töchtertag oder „Mädchen feiern Technik“. Ein flächendeckendes Gewaltschutznetzwerk rundet die Unterstützung für Frauen ab.

Quantum Technology Center Vienna: Wien will Vorreiter werden

Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak stellte das wichtige Zukunftsprojekt Quantum Technology Center Vienna vor. Dieses neue Forschungs- und Innovationszentrum soll Wiens führende Rolle in der Quantenforschung ausbauen und Forschung schneller in wirtschaftliche Erfolge verwandeln. Novak sagte: Die Quantentechnologie ist „eine der wichtigsten Zukunftsthemen.“

Das Zentrum entsteht im Technologiecluster Neu Marx, wo sich bereits wichtige Forschungseinrichtungen befinden. Es wird etwa 15.600 Quadratmeter große, moderne Büros, Labore und spezielle Reinräume bieten – nötig für sensible Quantenforschung. Auch ein leistungsfähiger Quantencomputer wird integriert und in Zukunft der Wissenschaft zugänglich gemacht. Novak erklärte, dass Wien „First Mover“ sein will – also frühzeitig und führend in diesem Bereich. Ziel ist es, Unternehmen, Start-ups und Forschung zusammenzubringen, um Innovationen rasch marktreif zu machen und neue Jobs zu schaffen.

Wien hat eine lange Tradition in der Quantenforschung – von Erwin Schrödinger bis zu modernen Nobelpreisträgern wie Anton Zeilinger. Der Bau soll bis 2033 fertig sein, die Ausschreibung für den Bau ist spätestens 2027 geplant. Novak betonte: „Wir sehen das Zentrum als Einladung, weiterhin in Wien zu investieren.“

Bahnhofsvorplätze werden grüner und attraktiver

Stadträtin Ulli Sima für Stadtentwicklung und Mobilität berichtete über Verbesserungen im öffentlichen Raum und beim Klimaschutz. Ein besonderer Fokus liegt auf der Begrünung und Umgestaltung von stark befahrenen Bahnhofsplätzen in Wien. Mit der Initiative „Raus aus dem Asphalt“ werden große, versiegelte Flächen in der Stadt nach und nach umgewandelt. So soll die Stadt kühler und einladender werden. Seit Beginn des Programms wurden schon über 340 Klimaprojekte umgesetzt, rund 3.300 Bäume gepflanzt und viele Flächen entsiegelt.

Wichtig sind vor allem die Vorplätze großer Bahnhöfe, die als erste Eingänge zur Stadt gelten. Dort werden neben mehr Grün auch bessere Beleuchtung, barrierefreie Wege und neue Sitzbereiche geplant. Zum Beispiel werden am Wiener Hauptbahnhof 3.500 Quadratmeter Fläche entsiegelt, 35 neue Bäume gepflanzt und kühle Nebelanlagen eingerichtet.

Weitere Projekte sind der Maria-Restituta-Platz mit 6.000 Quadratmetern Entsiegelung und neue Bäume sowie der Nelson-Mandela-Platz bei Aspern Nord: Dort sollen rund 11.000 Quadratmeter entsiegelt, 75 Bäume gepflanzt und eine neue Fußgängerzone mit schattigen Aufenthaltsbereichen und Brunnen entstehen. Ziel ist es, eine bessere Verbindung von Infrastruktur, Klimaschutz und Lebensqualität zu schaffen.

7 Millionen Euro für Photovoltaik und mehr Sträucher in der Stadt

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky kündigte ein neues Förderprogramm für Photovoltaik (PV) an, das am 1. Mai startet. Es bietet 7 Millionen Euro Unterstützung vor allem für innovative Anlagen wie PV-Fassaden und Verschattungen auf begehbaren Dächern. Die Förderung für Dächer auf Mehrfamilienhäusern und andere Systeme läuft weiter. Czernohorszky sagte: „Sonnenstrom ist sauber, sicher und wird immer günstiger. Jede neue Anlage macht Wien ein Stück unabhängiger und bringt uns unserem Klimaziel näher.“

Die Stadt unterstützt damit besonders neue, urbane Lösungen. Bisher wurden 2025 bereits 4.644 Förderanträge gestellt – ein Rekord, der die Fördergelder schnell erschöpfte. Auf Wiens Dächern gibt es bereits mehr als 18.000 PV-Anlagen.

Außerdem stellte Czernohorszky das Projekt „Wiener Straucherl“ vor – eine kleine grüne Fläche von etwa 50 Quadratmetern, die mit verschiedenen Sträuchern bepflanzt wird. Das „Straucherl“ hilft, das Stadtklima zu verbessern, bietet Lebensraum für Tiere und ist ein schöner Anblick. Das erste „Straucherl“ wird im April im Alsergrund gepflanzt. Weitere Standorte sind geplant, besonders dort, wo keine größeren „Wiener Wäldchen“ entstehen können.

Modernes Gesundheitssystem und Kultur als Motor der Wirtschaft

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker hob die starke Gesundheitsversorgung in Wien hervor. Das System ist sehr leistungsfähig und hat auch in Krisenzeiten gut funktioniert. Dies ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit und Investitionen. Hacker sagte: „Wien erledigt seine Aufgaben und drückt sich nicht vor Herausforderungen.“

Das Spitalsnetz wurde modernisiert und auf Spezialzentren konzentriert. Die Zahl der Gemeindespitäler sank von zwölf auf sieben, dafür entstanden größere Zentren mit mehr Fachwissen. Bis 2030 will Wien 2,4 Milliarden Euro zusätzlich in Krankenhäuser investieren. 2025 fanden etwa 244.000 stationäre und 5,2 Millionen ambulante Behandlungen statt. Täglich werden Krankenwagen alle paar Minuten in Wiener Spitäler gebracht.

Zudem verschiebt sich die medizinische Versorgung: Mehr Patienten werden ambulant behandelt. Wien baut deshalb tagesklinische Plätze deutlich aus und plant 169 neue Gesundheitszentren, darunter 80 für die Grundversorgung. Ergänzt werden spezialisierte Zentren für Frauenheilkunde, Diabetes oder Schmerztherapie.

Wien ist auch in der medizinischen Forschung führend – mit Innovationen wie neuen Krebsimpfstoffen und moderner Technik. Die Krankenhäuser sind wichtige Arbeitgeber mit rund 28.400 Mitarbeitern und bieten viele Ausbildungsplätze an.

Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler betonte, dass Kultur und Forschung große wirtschaftliche Bedeutung für Wien haben. Kultur schafft Arbeitsplätze und bringt in Branchen wie Theater, Film und Tourismus viel Wertschöpfung. Filme bringen pro investiertem Euro bis zu 6,5 Euro zurück. Küau-Hasler sagte: „Kultur ist weit mehr als ein Begleitprogramm einer lebenswerten Stadt – sie ist ein aktiver Wirtschaftsfaktor.“

Auch Wissenschaft stärkt den Standort Wien, beispielsweise über den Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds. Dort entsteht pro investiertem Euro rund das 2,5- bis 3-fache an Wertschöpfung. Wien fördert Kultur und Wissenschaft bewusst, um nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und hohe Lebensqualität zu sichern.

Weitere Informationen: SPÖ-Klub im Rathaus, Tel.: +43 1 4000 81924 (Ende)

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