Heute wird in Chile der neue Präsident José Antonio Kast offiziell in sein Amt eingeführt. Kast gewann im Dezember eine Stichwahl gegen die linke Kandidatin Jeannette Jara. Andreas Schieder, SPÖ-EU-Delegationsleiter und außenpolitischer Sprecher, traf im Januar den ehemaligen Innenminister Álvaro Elizalde Soto in Santiago de Chile im Regierungssitz La Moneda, um über die politische Situation zu sprechen.
Schieder warnt davor, dass sich Chile in eine schwierige Phase begibt, die auch internationale Auswirkungen haben kann: „Mit Kast rückt ein Verehrer des brutalen Pinochet-Regimes und ein Fan von Donald Trump an die Spitze Chiles. Das ist der gravierendste Rechtsruck im Land seit über 35 Jahren.“ Das bedeutet, dass die politische Richtung des Landes stark nach rechts verschoben wird – etwas, das viele als besorgniserregend ansehen.
Chile galt lange als ein sicheres und stabiles Land in Südamerika. Doch Kast hat während seines Wahlkampfs mit Ängsten vor steigender Kriminalität und Migration gearbeitet und damit die Bevölkerung gespalten. Seine Lösung: Er will das Land stärker abschotten, fast wie eine „Festung“, und gleichzeitig soziale Leistungen kürzen. Dadurch könnten viele Menschen mit ihren Problemen allein gelassen werden.
Schon jetzt hat Kast hohe Einsparungen bei öffentlichen Ausgaben angekündigt. Außerdem lehnt er wichtige gesellschaftliche Themen ab, wie Abtreibung, Scheidung und gleichgeschlechtliche Ehen, was besonders in sozialen und Menschenrechtskreisen Kritik hervorruft.
Auch die Beziehungen Chiles zu anderen Ländern könnten sich verschlechtern. Besonders für Europa ist das relevant: Die Europäische Union ist der drittgrößte Handelspartner Chiles, und das Land ist ein wichtiger Lieferant von Rohstoffen wie Lithium, das für die Herstellung von Batterien sehr wichtig ist. Probleme in Chile könnten somit auch wirtschaftliche Folgen in Europa haben.
Insgesamt zeigt der Amtsantritt von José Antonio Kast eine politische Wende in Chile, die innerhalb des Landes und international große Beachtung findet.
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