WKO Steiermark fordert Ende der Krisen-Sprit-Steuern

Die Krise im Nahen Osten lässt die Preise für Treibstoff immer weiter steigen. Dadurch geraten viele Unternehmen in der Steiermark aus verschiedenen Branchen unter Druck. Die Wirtschaftskammer fordert deshalb ein schnelles Maßnahmenpaket, um zu verhindern, dass der Staat von diesen hohen Preisen zu stark profitiert. Denn zwischen 50 und 60 Prozent des Preises pro Liter Treibstoff bestehen aus Steuern und Abgaben. Wenn die Preise an der Tankstelle steigen, bekommt der Staat also automatisch mehr Geld.

Folgende Maßnahmen werden konkret vorgeschlagen:

  • Ein Steuerdeckel für alle Treibstoffe: Ab einem Brutto-Literpreis von 1,50 Euro sollen keine zusätzlichen Steuern und Abgaben mehr erhoben werden. Länder wie Kroatien haben bereits ähnliche Regeln eingeführt.

  • Eine vorübergehende Aussetzung der CO₂-Steuer oder eine allgemeine Senkung der Mineralölsteuer für mindestens sechs Monate, um sich an das EU-Mindestniveau anzupassen.

  • Die Rückerstattung der zusätzlichen Steuereinnahmen durch einen zeitlich begrenzten „Sprit-Entlastungsbonus“ für Unternehmen, besonders für kleine und mittlere Betriebe (KMU).

„Wenn der Spritpreis aufgrund einer geopolitischen Krise steigt, darf der Staat nicht zusätzlich mitverdienen“, betonen WKO Steiermark-Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. „Der Staat darf nicht länger Profiteur dieser Krise sein, während unsere Betriebe jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Die zusätzlichen Steuer- und Abgabeneinnahmen aus den Treibstoffpreisen müssen rasch und unbürokratisch an Wirtschaft und Bevölkerung zurückgegeben werden. Sonst droht eine neue Kostenspirale mit allen Folgen für Preise, Löhne und Arbeitsplätze.“

Hohe Treibstoffpreise können auch die Inflation weiter ansteigen lassen. Denn steigende Transportkosten wirken sich auf die gesamte Lieferkette aus – von Rohstofflieferungen bis zur Auslieferung an Kunden. Viele Firmen können diese Mehrkosten kaum noch an ihre Kunden weitergeben. Die jüngsten Prognosen gingen zwar von einem leichten Wachstum für die steirische Wirtschaft aus, doch dieses Wachstum ist gefährdet, wenn Energie und Mobilität weiter teuer bleiben. Außerdem liegt die Mineralölsteuer in Österreich deutlich über dem EU-Minimum, was die Kosten für Unternehmen im Land zusätzlich erhöht.

Rückfragen

WKO Steiermark
Mag. Mario Lugger
Telefon: 0316/601-652
E-Mail: mario.lugger@wkstmk.at
Website: https://wko.at

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