Thomas Forstner, der Generalsekretär der OVWG, sagt: „Die Aussagen im heutigen ORF-Mittagsjournal entsprechen nicht der Faktenlage in Europa. Ein Lizenzsystem schwächt den Spielerschutz nicht – es stärkt ihn. Legale Anbieter kann man kontrollieren, illegale nicht.“
Ein Lizenzsystem bedeutet, dass Unternehmen eine offizielle Erlaubnis brauchen, um Glücksspiele anzubieten. So ein System gibt es zum Beispiel in Dänemark. Dort können mehr als 90 Prozent der Spielerinnen und Spieler bei legalen Anbietern spielen. Das sorgt für mehr Schutz vor Spielsucht und Betrug. In Österreich sind es aber nur etwa 40 Prozent, die bei legalen Anbietern spielen. Der Rest nutzt illegale Angebote, die schwer zu überwachen sind.
Damit gehört Österreich zu den Ländern in Europa, die am wenigsten regulierte Glücksspielanbieter haben. Viele Spielerinnen und Spieler nutzen nicht die sicheren und kontrollierten Angebote, sondern setzen ihr Geld auf dem unregulierten Markt ein. Das ist gefährlich, weil illegale Anbieter keine Regeln einhalten müssen.
Ein weiteres wichtiges Thema ist das im Regierungsprogramm geplante anbieterübergreifende Spielersperrsystem. Dieses System erlaubt es, Spielerinnen und Spieler, die Probleme mit dem Glücksspiel haben, bei allen Anbietern gleichzeitig zu sperren. Solche Sperrsysteme gibt es in den meisten EU-Ländern schon und sie funktionieren am besten, wenn es ein Lizenzsystem gibt.
Fast alle europäischen Länder außer Österreich und Polen haben bereits ein Lizenzmodell für Online-Glücksspiel eingeführt. Das zeigt, dass diese Länder auf sichere und zuverlässige Spielangebote setzen. Österreich sollte hier nicht den Anschluss verlieren und ebenfalls auf ein ähnliches System umstellen.
„Ein regulierter Lizenzmarkt holt Spielerinnen und Spieler zurück in den legalen Bereich und damit unter staatliche Aufsicht“, erklärt Forstner. „Die Novellierung des Glücksspielgesetzes bietet jetzt die Chance, sich stärker an europäischen Best Practices zu orientieren und den Spielerschutz nachhaltig zu stärken.“
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Thomas Forstner
Generalsekretär
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