Causa Weißmann: Richtigstellung zu Aussagen von Stiftungsratsvorsitzendem Lederer

Heinz Lederer, der Vorsitzende des Stiftungsrats des ORF, der öffentlich gehört, hat in Nachrichten des ORF, wie zum Beispiel im gestrigen Ö1 Mittagsjournal und in der ZiB2, Aussagen über den Rücktritt von Mag. Roland Weißmann gemacht. Da viele dieser Aussagen nicht stimmen, fühlt sich Mag. Roland Weißmann – vertreten durch seinen Rechtsanwalt Dr. Oliver Scherbaum – verpflichtet, die falschen und irreführenden Behauptungen von Herrn Lederer richtigzustellen.

Falsch ist, dass Mag. Weißmann freiwillig zurückgetreten sei.

Richtig ist: Mag. Weißmann ist nicht freiwillig zurückgetreten. Er hat seinen Rücktritt aus einem wichtigen Grund erklärt, der ihm vertraglich das Recht dazu gibt. Dieser Grund war, dass Vertreter des Stiftungsrats ihm am Freitagabend nach Vorwürfen einer Mitarbeiterin, die nicht geprüft wurden, klar gesagt haben, er solle sich nicht verteidigen und – wie von der Mitarbeiterin gewünscht – zurücktreten. Am Montag sollte die Stiftungsratswoche beginnen. Wenn die Vorwürfe vor diesem Termin bekannt würden, wäre das für Mag. Weißmann und den ORF ein großer Schaden. Mag. Weißmann hat deshalb trotz allem an seinem Lebenswerk festgehalten, um diesen Schaden zu vermeiden.

Es ist auch falsch zu sagen, dass für den Generaldirektor die Unschuldsvermutung gelte.

Richtig ist: Mag. Weißmann wurde gedrängt, unabhängig davon, ob die Vorwürfe wahr sind oder nicht, zurückzutreten. Es wurde ihm erklärt, dass es „egal“ sei, ob die Vorwürfe stimmen. Schon allein das Bekanntwerden der Vorwürfe würde einen Rücktritt notwendig machen.

Mag. Weißmann hat mehrere Tage lang versucht, eine Lösung zu finden, die den Forderungen des Stiftungsrats entspricht und negative Medienberichte über den ORF verhindern sollte. Trotzdem wurden die ungeprüften Vorwürfe am Montagmorgen vom Stiftungsratspräsidium über APA-OTS und den ORF verbreitet.

Zusammenfassend entschied sich Mag. Weißmann schweren Herzens und aus tiefer Verbundenheit zum ORF, für den er mehr als 30 Jahre gearbeitet hat, am Sonntagvormittag zurückzutreten, obwohl er überzeugt ist, keine Fehler gemacht zu haben. Er hätte sich einen ehrlichen und fairen Umgang mit den Fakten gewünscht, doch es scheint, als wolle der Vorsitzende des Stiftungsrats lieber an seiner eigenen Version der Wahrheit festhalten.

Ergänzend sei erwähnt, dass dieser Fall zeigt, wie wichtig Transparenz und faire Verfahren in großen öffentlich-rechtlichen Organisationen sind, um das Vertrauen von Mitarbeitenden und Öffentlichkeit zu erhalten. Zugleich verdeutlicht er die schwierige Lage von Führungskräften, die zwischen verschiedenen Interessen und öffentlichem Druck stehen.

Rückfragen

Brandstätter Scherbaum Rechtsanwälte OG
Dr. Oliver Scherbaum
Telefon: +4315338853

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