Diakonie warnt vor eskalierender humanitärer Krise im Nahen Osten

Maria Katharina Moser, die Direktorin der Diakonie, ist sehr besorgt, weil die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein großes Problem nicht ausreicht. Sie sagt: „Täglich beim Nachrichtenschauen fällt mir auf: Es fallen Bomben auf den ganzen Nahen Osten, doch das Thema humanitäre Hilfe kommt in der Berichterstattung kaum vor. Ganz anders als das etwa vom ersten Tag des Ukraine-Kriegs an war. Dabei führt doch jeder Krieg zu humanitären Katastrophen!“ Das bedeutet, dass viele Menschen durch Krieg ihre Häuser und Sicherheit verlieren und dringend Hilfe brauchen.

Die Diakonie arbeitet schon lange mit Partnerorganisationen im Libanon zusammen. Diese berichten, dass sich die Lage dort sehr schnell verschlechtert hat. Viele Familien müssen wegen der Angriffe ihr Zuhause verlassen und in sicherere Gegenden des Landes fliehen. Auf dem Weg dorthin bleiben einige Menschen ohne ausreichend Lebensmittel, Wasser oder Unterkunft stecken. Besonders schwer ist die Situation in den westlichen Vororten von Beirut, wo Krankenhäuser evakuiert werden mussten. Auch die medizinische Versorgung ist dadurch sehr eingeschränkt.

700.000 Menschen sind schon auf der Flucht

Im Libanon sind bereits mehr als 700.000 Menschen auf der Flucht – das sind über zehn Prozent der Bevölkerung, darunter 200.000 Kinder. Unsere Partner berichten: „Es herrscht allerorts Angst, Erschöpfung und große Unsicherheit. Gleichzeitig stoßen die aufnehmenden Gemeinden und staatlichen Stellen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen.“ Das zeigt, wie schwierig die Lage für alle Beteiligten geworden ist. Viele Gemeinden und Behörden versuchen, mit Notunterkünften zu helfen, die größtenteils in öffentlichen Schulen eingerichtet werden.

Maria Katharina Moser betont die Dringlichkeit der Situation: „Die Menschen im Libanon brauchen jetzt vor allem Schutz, Sicherheit und konkrete humanitäre Unterstützung. Viele Familien haben innerhalb kürzester Zeit alles verloren und wissen nicht, wohin sie gehen sollen. Die internationale Gemeinschaft darf sie in dieser Situation nicht alleinlassen.“ Hier ist schnelle und gezielte Hilfe wichtig, damit die Menschen nicht noch mehr leiden.

Humanitäre Krise in Gaza spitzt sich zu

Fast unbeachtet von den internationalen Medien hat sich auch in Gaza die humanitäre Lage stark verschlechtert. Wichtige Grenzübergänge wie Rafah und Zikim, über die zuletzt Hilfsgüter nach Gaza gelangten, sind geschlossen worden. Dadurch können lebenswichtige Dinge nicht mehr geliefert werden – zum Beispiel Treibstoff für Generatoren in Krankenhäusern oder für Wasseranlagen. Die Folge: Gesundheitseinrichtungen und die Wasserversorgung stehen kurz vor dem Zusammenbruch, und die Gefahr von Krankheiten nimmt zu. Auch medizinische Evakuierungen sind jetzt sehr schwierig.

Diakonie startet Nothilfe für Libanon und Gaza

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt schnell vor Ort und hat bereits finanzielle Mittel für erste Hilfsmaßnahmen bereitgestellt. Gleichzeitig ruft sie Menschen dazu auf, Geld zu spenden, damit die Hilfe fortgesetzt und ausgeweitet werden kann.

Im Libanon hilft die Diakonie Katastrophenhilfe seit vielen Jahren Geflüchteten aus Syrien und zunehmend auch der örtlichen Bevölkerung. Zum Beispiel wurden mit Spendengeldern Suppenküchen betrieben, in denen täglich warme Mahlzeiten ausgegeben werden. Nun leisten die dortigen Partnerorganisationen auch dringend benötigte Nothilfe für die Opfer des neuen Krieges.

So können Sie spenden:

Diakonie Katastrophenhilfe | IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333 | BIC: GIBAATWWXXX
Spenden-Kennwort: Nahost-Nothilfe

Online-Spenden sind möglich unter: https://www.diakonie.at/nahost-konflikt

Rückfragen

Diakonie Österreich
Dr. Roberta Rastl
Telefon: 0043 664 314 9395
E-Mail: presse@diakonie.at

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