Künstliche Intelligenz (KI) ist im Mediendesign angekommen und hilft nicht nur bei Computerspielen, sondern vor allem dabei, schneller und effizienter zu arbeiten. Früher dauerte es Tage, neue Designvarianten oder Anpassungen zu erstellen, heute geht das in wenigen Minuten. Dadurch ändert sich die Arbeit im Design: Es geht weniger darum, alles selbst zu machen, sondern mehr darum, die Vorschläge auszuwählen, zu prüfen und zu verbessern.
Sepp Wiesbauer, MA und Lehrgangsleiter an der Werbe Akademie des WIFI Wien, erklärt: „KI ist für viele Designer inzwischen wie ein sehr schneller Assistent. Sie liefert Optionen, aber sie nimmt dir die Verantwortung nicht ab.“ Das bedeutet, dass trotz KI die kreative und fachliche Kompetenz wichtig bleibt. „Die Qualität entsteht dort, wo Konzept, Typografie, Bildsprache und Markenlogik zusammenspielen. Genau das muss man können, sonst wird’s zwar schnell, aber beliebig.“ KI-Tools arbeiten, indem sie in Sekunden riesige Datenmengen durchsuchen und daraus passende Ideen schlagen. „Ob das KI-Ergebnis richtig oder falsch – oder zumindest gut oder schlecht – ist, kann nur beurteilen, wer sein Handwerk versteht“, sagt Wiesbauer.
Was KI heute schon gut kann
Im Alltag wird KI besonders bei Aufgaben genutzt, die oft wiederholt werden oder viele Varianten brauchen, zum Beispiel:
- Ideenfindung und Varianten für Bilder, Slogans, Layouts und verschiedene Formate
- Bildbearbeitung wie Hintergrundänderungen, Retusche oder Erweiterungen von Bildern
- Anpassungen für verschiedene Kanäle, von Social-Media-Posts bis zu Druckvorlagen
- Erste einfache Video- und Bewegungs-Vorlagen, besonders zur schnellen Vorschau und für Social-Media-Arbeit
Dadurch können Designer mehr schaffen in weniger Zeit. Gleichzeitig werden gut gestaltete, einheitliche Markenauftritte und klare Regeln für den Umgang mit KI-gestützten Inhalten immer wichtiger.
2026 wird ein „Vertrauensjahr“ für visuelle Kommunikation
Mit immer mehr KI-generierten Inhalten wächst die Bedeutung von Transparenz. Firmen und Agenturen müssen offenlegen, wie und wo KI zum Einsatz kam. Das ist besonders wichtig für Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und alle Bereiche, in denen Vertrauen und Glaubwürdigkeit stark zählen.
Wiesbauer betont: „Die Frage ist nicht, ob KI Bilder erzeugen kann. Das kann sie. Die entscheidende Frage ist, ob man in einem Jahr noch erkennt, wofür eine Marke steht. Wer KI ohne Designsystem, ohne Guidelines und ohne klare Freigaben nutzt, produziert schnell, aber nicht unbedingt richtig.“ Aus diesem Grund werden in der Praxis Prozesse nötig, die festlegen, wie KI-Inhalte gekennzeichnet, dokumentiert und freigegeben werden. Das wird zum Standard, vor allem in Werbung und PR.
Wie sieht der Mediendesign-Alltag im März 2027 aus?
In den nächsten zwölf Monaten sind drei wichtige Veränderungen zu erwarten, die die Arbeit in Studios, Agenturen und Marketing-Teams stark beeinflussen:
- KI ist überall im Design integriert: KI wird nicht mehr als extra Werkzeug gesehen, sondern ist Teil aller normalen Arbeitsschritte, wie z. B. Vektorisieren, Variieren, Anpassen und Exportieren. KI-Kenntnisse werden eine Standardfähigkeit.
- Die Qualität misst man an der Einheitlichkeit: Weil es immer mehr Varianten gibt, wird es wichtig, die besten auszuwählen. Art Direction, Schriftwahl, Lesbarkeit und Markenverständnis entscheiden über den Erfolg – Marke ist wichtiger als Masse.
- Transparenz und Dokumentation sind Pflicht: Viele Unternehmen müssen klare Regeln für den Umgang mit KI-Inhalten festlegen. Das betrifft die Kennzeichnung ebenso wie die Freigabe- und Dokumentationsprozesse. Kommunikation wird so noch vertrauenswürdiger.
Diplomlehrgang Mediendesign an der Werbe Akademie: KI als wichtiger Bestandteil moderner Gestaltung
Die Werbe Akademie des WIFI Wien bringt KI-Kompetenz in den Mediendesign-Bereich und verbindet sie mit professioneller Gestaltung und Produktion. Das Ziel ist, dass KI hilft, schneller zu arbeiten, und Designer trotzdem kreativ lenken.
Der nächste Diplomlehrgang startet am 7. April. Mehr Informationen gibt es hier:
www.wifiwien.at/kurs/28340x-mediendesign-diplomlehrgang-der-werbe-akademie
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