Containerterminal 3 im Feuerwehr- und Sicherheitszentrum Tulln eröffnet

Am Dienstagabend wurde das neue Containerterminal 3 im Feuerwehr- und Sicherheitszentrum Tulln offiziell eröffnet. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf erklärten, dass damit das Land Niederösterreich einen wichtigen Schritt macht, um den Katastrophenschutz und die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren zu verbessern.

Die Landeshauptfrau nannte die neue Anlage einen „echten Meilenstein“. Durch das Containerterminal sind die Lager- und Transportabläufe jetzt schneller und besser organisiert. Das bedeutet, dass wichtige Ausrüstung bei Notfällen schneller verfügbar ist. „Diese Erweiterung ist visionär und bedeutet noch höhere Sicherheit für Bevölkerung und auch für unsere Einsatzkräfte“, so Mikl-Leitner. Besonders die Hochwasserkatastrophe im Jahr 2024 zeigte, wie wichtig gut vorbereitete Einsatzorganisationen sind. Das Land kaufte deshalb damals sofort zusätzliche Ausrüstung, damit die Feuerwehren für zukünftige Herausforderungen gut ausgestattet sind. „Mit dem neuen Containerterminal im Sicherheitszentrum Tulln steht nun auch die notwendige Infrastruktur zur Verfügung.“

Das neue Containerterminal hat eine große Lagerhalle von etwa 1.700 Quadratmetern und über 2.000 Quadratmeter befestigten Außenbereich, so die Landeshauptfrau weiter. Es gibt Plätze für Wechselladecontainer, Anhänger und Lkw sowie Räume für Technik und Lagerung. „Diese Bedingungen sind ideal, damit die Einsatzkräfte ihre Arbeit bestmöglich erledigen können.“ Außerdem investiert das Land weiter in Hochwasserschutz wie Retentionsflächen und moderne Ausrüstung. „Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Aber wir können bestmöglich vorsorgen“, erklärte Mikl-Leitner.

Die Landeshauptfrau dankte auch den rund 105.000 Feuerwehrmitgliedern in Niederösterreich. Im Jahr 2025 wurden mehr als 68.000 Einsätze bewältigt und 7,5 Millionen Stunden freiwillig geleistet. „Alle acht Minuten rücken unsere Feuerwehren in Niederösterreich zu einem Einsatz aus – bei Tag und bei Nacht, bei jeder Witterung. Sicherheit ist bei uns kein Ausnahmezustand, sondern ein Dauerauftrag“, sagte sie. Die Leistungen seien überwiegend freiwillig und damit die größte ehrenamtliche Kraftanstrengung im Bundesland.

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf erklärte, dass die Feuerwehren mehr als nur Brandbekämpfung machen. Sie engagieren sich auch in der Jugendarbeit und im gesellschaftlichen Leben der Gemeinden. Niederösterreich hat eines der dichtesten Feuerwehrnetze in Europa, das gerade bei Krisen wie dem Hochwasser 2024 seine Stärke zeigt. Außerdem helfen NÖ-Feuerwehren auch im Ausland, zum Beispiel bei Waldbränden in Montenegro und Griechenland im letzten Jahr. „Das zeigt, dass regionale Stärke und internationale Solidarität Hand in Hand gehen.“

Das Land sorgt dafür, dass die Feuerwehren gute Unterstützung bekommen. Es gibt Investitionen in moderne Einsatzfahrzeuge, Digitalisierung und Alarmierungssysteme. Die neue LEA-App unterstützt zum Beispiel Einsatzleiter, Navigation und Informationsweitergabe zusätzlich zu Sirenen und Pagergeräten, und erleichtert den Feuerwehralltag.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Ausbau von starken Feuerwehrstandorten vor Ort. „Gerade im Krisenfall – etwa bei einem möglichen Blackout – werden unsere Feuerwehrhäuser zu wichtigen Sicherheitsinseln für die Bevölkerung“, sagte Pernkopf. Deshalb werden viele Feuerwehrhäuser mit Notstromanlagen ausgestattet – rund 520 in den letzten zwei Jahren. „Wir investieren gezielt in Ausrüstung, Digitalisierung und Infrastruktur – denn starke Feuerwehren bedeuten mehr Sicherheit für Niederösterreich.“

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner hob hervor, dass das neue Containerterminal besonders bei großen Schadensereignissen, wie dem Hochwasser 2024, wichtig ist, weil Einsatzmittel schnell bereitgestellt werden können. „Die neue Infrastruktur ermöglicht es, Wechselladecontainer, Spezialgeräte und weitere Ausrüstung effizient zu lagern, zu warten und im Bedarfsfall schnell in den Einsatz zu bringen. Damit stärken wir die Schlagkraft der niederösterreichischen Feuerwehren nachhaltig.“

Fahrafellner zeigte auch, dass das Projekt ein Zeichen der Anerkennung für die mehr als 105.000 Feuerwehrmitglieder in Niederösterreich ist. „Unsere Mitglieder leisten tagtäglich – überwiegend freiwillig – Enormes für die Sicherheit der Bevölkerung. Moderne Infrastruktur, gute Ausbildung und zeitgemäße Ausrüstung sind daher unverzichtbare Voraussetzungen, damit sie ihre Aufgaben bestmöglich erfüllen können.“ Er betonte, dass das Containerterminal die Feuerwehren gut auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet.

Der stellvertretende Landesfeuerwehrkommandant Martin Boyer berichtete, dass die Idee für das Containerterminal 3 während des Hochwassers vor zwei Jahren entstand und bedankte sich besonders bei der Niederösterreichischen Landesregierung für die Unterstützung.

Auch der Präsident des Bundesfeuerwehrverbandes, Robert Mayer, sprach bei der Eröffnung. Er sagte über das neue Containerterminal 3: „Es gibt derzeit nichts Vergleichbares in Österreich.“

Die Segnung des neuen Containerterminals übernahm Landesfeuerwehrkurat Pater Stephan Holpfer. Die musikalische Begleitung bei der Eröffnung kam von der Polizeimusik Niederösterreich. Viele Gäste aus Feuerwehr, Polizei, Bundesheer, Rettungsorganisationen, Politik und Wirtschaft aus ganz Österreich waren dabei.

Das Sicherheitszentrum Tulln, wo das Containerterminal steht, ist ein wichtiger Standort für die Koordination bei Großschadenslagen und beherbergt verschiedene Einsatzorganisationen. Mit der neuen Anlage verbessert sich die gesamte Logistik bei Katastrophen erheblich, was im Ernstfall Leben retten kann.

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