Bei der ersten Sitzung im Jahr 2026 hat die Jury, bestehend aus Christine Dollhofer, Elisabeth Gabriel, Peter Jäger und Manfred Schmidt, acht Kinofilmproduktionen und acht Projektentwicklungen bewilligt. Insgesamt wurden dazu Fördergelder von über 3,56 Millionen Euro vergeben. Insgesamt gab es 59 eingereichte Projekte mit einer beantragten Fördersumme von 15,2 Millionen Euro.
Zum ersten TV-Antragstermin 2026 wurden 37 Fernsehprojekte mit einer Gesamtsumme von 2,1 Millionen Euro eingereicht. Davon erhielten 16 Projekte eine Förderung vom Filmfonds Wien in Höhe von 994.000 Euro.
Acht Kinofilmproduktionen erhalten insgesamt 3.244.000 Euro Förderung
Regisseur Sebastian Meise verfilmt nach dem Erfolg von „Große Freiheit“ (2021) sein neues historisches Projekt EMPIRE OF SENTIMENT. Es erzählt die Geschichte des afrikanischen Sklaven Jacob Wainwright, der die Leiche des berühmten Entdeckers David Livingstone auf dem schwierigen Weg nach London bringen will, um seine Freiheit zu erlangen. Das Drehbuch schrieben Sebastian Meise und Thomas Reider. Die Produktion ist eine Koproduktion zwischen dem Wiener Unternehmen FreibeuterFilm und der Londoner Firma House Productions.
Das Drama BLINDE KUH von Regisseurin Johanna Moder („Mother’s Baby“, 2025) beschäftigt sich mit der Krise der Landwirt*innen und hinterfragt die Verantwortung von Banken, Gesellschaft und Politik. Die Mehrheit der Produktion liegt bei Monafilm aus Wien und Tivoli Film aus München.
Der Film HANSI erzählt das Leben des österreichischen Boxers Hans Orsolics, dessen Karriere in den 1960er-Jahren in Wien begann. Als er später ins Gefängnis muss und am Tiefpunkt seines Lebens steht, hilft ihm nur die Treue seines besten Freundes wieder aufzustehen. Die Produktion übernimmt Orbrock Filmproduktion (Wien) basierend auf einem Drehbuch von Sebastian Brauneis und Helmut Emersberger.
HIER IST DIE NACHT DUNKEL zeigt Daniel, der nach Jahren im Gefängnis unter Hausarrest steht und mit seinem Sohn Manuel zusammenlebt. Er möchte endlich ein neues Leben beginnen – bis Manuel eines Tages verschwindet. Das Filmprojekt entsteht unter der Regie des Duos Tizza Covi und Rainer Frimmel, das Drehbuch stammt von Tizza Covi. Produziert wird der Film von Vento Film.
In NICHT WIE IHR geht es um den Fußballstar Ivo Trifunovic, der alles zu haben scheint: einen Bugatti, eine tolle Ehefrau und zwei Kinder. Doch als seine Jugendliebe Mirna zurückkehrt, gerät sein Leben aus der Balance. Die Verfilmung des Romans von Tonio Schachinger wird von Superfilm Wien zusammen mit Autorin und Regisseurin Pia Hierzegger umgesetzt.
Die Komödie ITALIEN ODER NON MIO ESOLO handelt von Schlagersänger Ricky (Thomas Stipsits), der nach dem Ruhm in der Werbung arbeiten muss. Ein letzter Versuch, seine Karriere zu retten, führt zu einer Fan-Pilgerfahrt, die ihm neue Einsichten bringt. Die Produktion übernimmt e&a Film, Regie führt Daniel Prochaska. Das Drehbuch stammt von Iris Moizi und Thomas Stipsits, die auch schon am Kinoerfolg „Griechenland“ (2023) beteiligt waren.
Im Dokumentarfilm UNSER HAUS! beschäftigt sich die Horse & Fruits Filmproduktion mit der Wohnungsfrage. Die Regisseurin Lotte Schreiber startet gemeinsam mit Gleichgesinnten ein gemeinschaftliches Wohnprojekt in Wien, das bezahlbaren Wohnraum ohne Spekulation schaffen soll.
Der Dokumentarfilm AUSSERHALB DES QUADRATS von Regisseur Pavel Cuzuioc erzählt die Geschichte eines Psychiaters in einer kleinen moldauischen Stadt. Neben seinem Beruf lebt er seine Leidenschaft für Cosplay aus und stellt die Frage: „Was bedeutet es wann, wo und warum, ‚normal‘ zu sein?“ Produziert wird der Film von PANAMA Film.
Acht Projektentwicklungen bekommen insgesamt 321.500 Euro Förderung
Zu den unterstützten TV-Projektentwicklungen gehören die Komödienserie DER TOD IST EIN WIENER (Horse & Fruits Filmproduktion) vom Autorenduo Carlos Irmscher und Sebastian Kempf sowie die Agentenserie RED MOLE – CHASING THE THIRD MAN (Interspot Film) von Thomas Christian Eichtinger. Beide sind fiktionale Serien.
Regisseurinnen Sudabeh Mortezai und Ruth Mader bereiten mit STELLA (Fratella Film) und VATER UND SOHN (Ruth Mader Filmproduktion) ihre nächsten Kinofilme vor. Filmemacherin Clara Stern arbeitet mit ABRISSBIRNE (Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion) an ihrem zweiten Spielfilm. Die Regisseurin Klara Rabl plant mit KILL YOUR DARLINGS (Capra Film) ihr Debüt im Kino.
Zudem werden zwei Dokumentarfilme durch ihre Entwicklung gefördert: die Ballett-Dokumentation UNLOCK THE DANCE (KGP Filmproduktion) von Gabriele Kranzelbinder und Mirjam Unger sowie die biografische Doku ALMA ROSÉ (Filmwerkstatt Wien) von Barbara Weissenbeck und Koautorin Susanne Wolf.
14 dokumentarische und zwei fiktionale TV-Projekte erhalten insgesamt 994.000 Euro Förderung
Die zweite Staffel der fiktionalen TV-Serie PFLEGELEICHT zeigt wieder eine Gruppe von Auszubildenden, die in einem finanziell schwierigen Krankenhaus Elisabeth arbeiten und persönliche sowie berufliche Herausforderungen meistern. Produziert wird die Serie von Prisma Film, Regie führt Michael Podogil. Die erste Staffel wird 2026 ausgestrahlt.
In der übernatürlichen Komödie HALBWEG treffen der neue exzentrische Besitzer einer Vorstadtvilla und ihr verstorbener Vorbesitzer aufeinander. Die Hauptrollen spielen Manuel Rubey und Simon Schwarz. Die Produktion der Lotus Film ist das Langfilm-Regiedebüt von Editorin Olivia Retzer.
Drei neue Dokumentationen beschäftigen sich mit bedeutenden Frauen aus der Geschichte: UNSICHTBARE HELDINNEN porträtiert europäische Filmpionierinnen wie Germaine Dulac und Luise Fleck. POWERFRAUEN DER RENAISSANCE erzählt die Geschichte von Margarete von Österreich und Maria von Ungarn. MADAME D’ORA – IKONE DER FOTOGRAFIE widmet sich der Wiener Fotografin Dora Kallmus, die in der Zwischenkriegszeit und danach großen Einfluss auf die europäische Mode- und Dokumentarfotografie hatte.
Eine ausführliche Liste aller geförderten Projekte finden Sie in der Pressemitteilung auf der Webseite des Filmfonds Wien.
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