Atomstopp: Mahnmal für gescheiterte AKW-Pläne bei Linz – Studie zeigt erhöhtes Krebsrisiko in AKW-Umgebung


Wenn wir an die Ereignisse vom 11. März 2011 erinnern, als es in Fukushima zu mehreren Super-GAUs kam, wird deutlich, welche Folgen ein schwerer Reaktorunfall in einem AKW St. Pantaleon gehabt hätte: Die dauerhafte Evakuierung der nur 15 Kilometer entfernten Stadt Linz sowie vieler weiterer Städte und Gemeinden wie etwa Enns, St. Valentin und Perg, also mehrerer hunderttausend Menschen wäre wohl unvermeidlich gewesen. Aber Studien zeigen, dass auch ohne Katastrophe die Krebssterblichkeit in der Nähe von Atomkraftwerken erhöht ist
„,
erklärt Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!

Forschende der Harvard University haben vor kurzem in der Fachzeitschrift

Nature Communications

eine Studie veröffentlicht. Sie zeigen, dass in Gebieten bis zu 200 Kilometer um ein Atomkraftwerk (AKW) mehr Menschen an Krebs sterben als in weiter entfernten Regionen. Dabei wurde berücksichtigt, dass der Einfluss eines AKW mit zunehmender Entfernung abnimmt. Zwischen 2000 und 2018 schätzen die Forschenden, dass 115.586 Krebstodesfälle mit der Nähe von Atomkraftwerken zusammenhängen könnten. Wichtig ist: Die Studie beweist nicht, dass AKW direkt Krebs verursachen, sondern zeigt nur, dass es einen statistischen Zusammenhang gibt.

Dieses Thema ist für die Geschichte Österreichs besonders wichtig.
„In der Gemeinde St. Pantaleon-Erla sollte vor 50 Jahren ein Atomkraftwerk gebaut werden – nur knapp 15 Kilometer von Linz entfernt.“ Viele Menschen damals glaubten an die Vorteile der Atomenergie, doch Bürger_innen wehrten sich lautstark gegen das Projekt. Der Widerstand wurde immer größer und schloss sich später mit der Anti-Atom-Bewegung rund um das AKW Zwentendorf zusammen. So wurde der Baubeginn in St. Pantaleon-Erla mehrfach verschoben und schließlich ganz gestoppt, erinnert Herbert Stoiber.

Nun soll ein Erinnerungszeichen enthüllt werden, das nicht nur an diesen erfolgreichen Widerstand erinnert, sondern auch ein Zeichen für den weiteren Kampf gegen Atomenergie setzen soll.

Dass das AKW St. Pantaleon nie gebaut wurde, ist ein Verdienst engagierter und vorausschauender Menschen. An ihnen müssen sich die politischen Entscheidungsträger_innen orientieren und so mutig wie nachhaltig gegen die immer unverschämteren Geldforderungen der Atomindustrie auf EU-Ebene auftreten
„,
fordert Stoiber. Er ruft dazu auf, entschlossener gegen die Atomlobby vorzugehen, da diese immer mehr Geld für ihre Interessen verlangt.

Einladung zur Enthüllung des Erinnerungszeichens
Mittwoch, 11. März 2026, 10:00 Uhr
4303 St. Pantaleon-Erla, Stein 8 (Standort des geplanten AKW)

Programm

Rückfragen

atomstopp_atomkraftfrei leben!
Herbert Stoiber
Telefon: +43 681/10 42 92 51

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