15 Jahre Bildungsberatung Salzburg

Das Netzwerk Bildungsberatung Salzburg unterstützt seit 15 Jahren Menschen, die beruflich etwas verändern wollen. Die Beratung ist kostenlos und unabhängig von Anbietern. In ganz Salzburg gibt es 14 Beratungsstellen, an denen aktuell 12 Beraterinnen arbeiten. Sie kommen von BiBer Bildungsberatung, Frau & Arbeit und der Arbeiterkammer Salzburg. Träger des Netzwerks ist die Salzburger Erwachsenenbildung.

Jährlich nehmen etwa 3500 Menschen das Beratungsangebot in Anspruch. Die Bildungsberatung steht allen offen, die Fragen rund um Bildung und Beruf haben. Besonders oft sind es Menschen mit geringerer Schulbildung (etwa ein Drittel) und solche mit Migrationshintergrund (ebenfalls ein Drittel). Rund die Hälfte der Klient:innen möchte finanzielle Unterstützung für eine Ausbildung oder Weiterbildung erhalten. 40 % wollen mehr über Berufe und den Arbeitsmarkt erfahren. Etwa 35 % interessieren sich speziell für berufliche Weiterbildung, 27 % suchen Orientierung für ihre berufliche Zukunft. Fast ein Viertel nutzt die Beratung, um ihre Fähigkeiten besser kennenzulernen.

Brüche und Veränderungen in Bildungs- und Berufswegen

Unser Berufsleben verläuft heute oft nicht mehr geradlinig. Viele Menschen wechseln den Beruf, steigen nach einer Pause wieder ein oder holen Schulabschlüsse nach. „Bildungs- und Berufsentscheidungen sind heute komplexer und häufiger mit Unsicherheit verbunden“, sagt Silvia Schwarzenberger-Papula, Geschäftsführerin der Salzburger Erwachsenenbildung. „Bildungsberatung setzt genau dort an. Sie bietet frühzeitig Orientierung, strukturiert Entscheidungsprozesse und trägt so dazu bei, Fehlentscheidungen und Bildungsabbrüche zu vermeiden.“

Positive Effekte und vorbeugende Unterstützung

Untersuchungen zeigen, dass Bildungsberatung den Ratsuchenden hilft, sich besser zu orientieren und sicherer zu handeln. Katrin Reiter, Projektleiterin, berichtet: „Rund 80 % der Personen sind nach der Beratung informierter und orientierter und können konkrete nächste Schritte planen.“ Diese positiven Effekte bleiben oft bestehen und führen zu erfolgreichen Bildungs- und Berufsentscheidungen.

Berufliche Orientierung ist ein wichtiges Thema

Viele Fragen drehen sich um Weiterbildung, den Start ins Berufsleben, finanzielle Förderungen oder das Nachholen von Abschlüssen. 27 % der Klient:innen suchen berufliche Orientierung, fast ein Viertel will ihre Kompetenzen klären. Christine Bauer-Grechenig von BiBer Bildungsberatung erklärt: „Viele Ratsuchende kommen mit dem Eindruck, beruflich nicht weiterzukommen. Bildungsberatung bedeutet dann, die Situation gemeinsam zu analysieren, individuelle Möglichkeiten von Bildungs- und Karrierewegen aufzuzeigen und realistische Entwicklungsperspektiven zu erarbeiten.“

Für Frauen, die sich beruflich neu orientieren, ist diese Unterstützung besonders wichtig. Andrea Kirchtag von Frau & Arbeit betont: „Beim Wiedereinstieg in den Beruf unterstützt Bildungsberatung Frauen dabei, ihre Karriereplanung systematisch und selbstbestimmt zu erarbeiten.“

Wer nutzt die Bildungsberatung am meisten?

Menschen mit größerem Beratungsbedarf wenden sich häufiger an das Netzwerk. Dazu gehören Personen mit niedriger Qualifikation, Menschen mit Migrationshintergrund, Wiedereinsteiger:innen nach einer Pause sowie ältere Arbeitnehmer:innen. Hilla Lindhuber von der Arbeiterkammer Salzburg weist auf den präventiven Nutzen hin: „Frühzeitige Orientierung hilft, Fehlqualifizierungen, Bildungsabbrüche und spätere Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Bildungsberatung stärkt damit sowohl individuelle Erwerbsbiografien als auch den Arbeitsmarkt insgesamt.“

Das starke Netzwerk dahinter

Die Beratung wird hauptsächlich von BiBer Bildungsberatung, Frau & Arbeit und der Arbeiterkammer Salzburg durchgeführt. Unterstützt werden sie von Partnern wie der Wirtschaftskammer Salzburg, den Berufsinformationszentren des AMS, dem Verein VIELE und dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) in Strobl.

Das Netzwerk ist Teil der Initiative Bildungsberatung Österreich und folgt bundesweiten Qualitätsstandards. Regelmäßige Weiterbildung für die Beraterinnen und Qualitätssicherung sorgen für gute Beratung, die auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Finanziert wird die Bildungsberatung Salzburg durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, vom Land Salzburg, der Stadt Salzburg sowie der Arbeiterkammer Salzburg.

Rückfragen

Salzburger Erwachsenenbildung
Mag.a Daniela Bayer-Schrott
Telefon: +43 660 172 62 97
E-Mail: daniela.bayer-schrott@eb.salzburg.at
Website: https://www.erwachsenenbildung-salzburg.at

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