Die Handlung verwebt die Geschichten mehrerer eigenwilliger Charaktere in Belfast und spielt gekonnt mit dunklen Themen, die zugleich provokativ und bittersüß sind. McGees Fähigkeit, trotz ernster Thematiken eine Portion Leichtigkeit einzubauen, spiegelt sich auch hier wider – nur auf ganz neue, experimentelle Weise.
Wichtig ist, sich auf das nicht-konventionelle Erzähltempo und den innovativen Einsatz von Sarkasmus und Ironie einzulassen, denn How to Get to Heaven from Belfast erschließt seinen Reiz vor allem durch seine Vielschichtigkeit und die subversive Narration.
Besonders spannend: McGees Wechsel von der jugendlichen Nostalgie zu einer erwachsenen, manchmal sogar zynischen Sicht der nordirischen Gesellschaft macht die Serie zu einem interessanten Studienobjekt für alle, die sich für moderne erzählerische Techniken und gesellschaftskritische Inhalte im Streaming-Zeitalter interessieren.
Fazit: Wer Derry Girls liebt, sollte sich auf dieses ungewöhnliche Netflix-Experiment einlassen – denn How to Get to Heaven from Belfast bricht mit Erwartungen und eröffnet einen völlig neuen Blick auf Belfast und seine Bewohner.
Weiterführende Links
- https://www.netflix.com/title/81483854
- https://de.wikipedia.org/wiki/Lisa_McGee
- https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/tv/reviews/how-to-get-to-heaven-from-belfast-netflix-b2276159.html