Andreas Babler, der Vorsitzende der SPÖ, hat in seiner Rede an die Delegierten beim Bundesparteitag in Wien um Zusammenhalt und ein „starkes Zeichen“ gebeten. Doch das hat nicht gereicht. Er wurde mit nur 81,51 Prozent der Stimmen gewählt, was FPÖ-Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz als eine „Demütigung“ bezeichnet: „Herzliche Gratulation! Die SPÖ hat es damit wirklich geschafft, ihren unbeliebtesten Vertreter, der auch heute am wenigsten Zustimmung und Prozente von allen zur Wahl stehenden Kandidaten erhalten hat, an die Spitze der Partei zu setzen.“
Schnedlitz vergleicht Bablers Ergebnis mit anderen Parteimitgliedern: „Sogar der burgenländische SPÖ-Klubobmann Roland Fürst wurde von über 94 Prozent ins Präsidium gewählt. Das kann man alles nicht erfinden.“ Er erklärt weiter: „Babler verliert nicht nur in den Umfragen, sondern auch innerhalb seiner Partei immer weiter an Zustimmung. Vor zweieinhalb Jahren gaben ihm noch fast 89 Prozent der Delegierten ihre Stimme, heute waren es nur noch etwas mehr als 81 Prozent. Eigentlich ein Grund für einen Rücktritt trotz Wiederwahl.“
Die anderen Wahlergebnisse zeigen, wie unterschiedlich die Unterstützung innerhalb der Partei verteilt ist. Fast alle Mitglieder des Bundesparteivorstandes erhielten mehr als 90 Prozent Zustimmung, bei den Präsidiumsmitgliedern hatten bis auf Christoph Matznetter (88,57 %) alle über 95 Prozent Zustimmung. „Der ‚Erfolg‘ der Verliererampel schlägt innerhalb der SPÖ voll durch. Der 81-Prozent-Parteichef steht innerparteilich schwächer da als bisher – und das muss man erst einmal schaffen“, so Schnedlitz.
Zusätzlich ist wichtig zu wissen, dass hohe Zustimmungswerte in Parteiwahlen normalerweise als Zeichen von Stabilität gelten. Dass Babler trotz Wiederwahl deutlich geringere Unterstützung zeigt, deutet auf interne Konflikte oder Unzufriedenheit hin. Die SPÖ ist eine der größten Parteien Österreichs und ihr Bundesparteitag hat großen Einfluss auf die politische Richtung und den Kurs in der kommenden Zeit.
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