Der Winter 2025/2026 war in Österreich insgesamt wärmer und trockener als üblich. Das zeigen aktuelle Auswertungen vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Es gab höhere Temperaturen als im Durchschnitt, weniger Regen und Schnee. Diese Kombination beeinflusst den Wasserhaushalt stark, denn wenig Schnee bedeutet weniger Wasser, das im Frühjahr ins Grundwasser gelangen kann. Genauere Infos finden sich im Bericht zum Wasserhaushalt Österreichs im Winter 2025/2026 und im Monatsbericht Februar 2026 vom BMLUK. Im Winter (Dezember bis Februar) lag die durchschnittliche Lufttemperatur etwa 1,3 °C über dem Mittelwert von 1991 bis 2020. Gleichzeitig fiel in ganz Österreich rund 22 % weniger Niederschlag als üblich. Vor allem im Dezember und Jänner war es sehr trocken, erst im Februar gab es wieder mehr Regen.
Umweltminister Norbert Totschnig: „Die Entwicklung dieses Winters zeigt, wie sensibel unser Wasserhaushalt auf Temperatur- und Niederschlagsveränderungen reagiert. Umso wichtiger ist es, unsere Wasserressourcen laufend zu beobachten und Trends frühzeitig zu erkennen, damit Österreich auch in Zukunft über ausreichend und qualitativ hochwertiges Wasser verfügt. Deshalb investieren wir kontinuierlich in den langfristigen Schutz unserer wertvollen Wasserressourcen.“
Wenig Schnee und geringere Wassermengen in den Flüssen
Die Schneemengen waren in fast allen Höhenlagen unter dem Normalwert. Das bedeutet, dass der wichtige Schnee als Wasserspeicher im Winter fehlte. Wenn im Frühjahr dort normalerweise Schnee schmilzt, wird dadurch Grundwasser gebildet – das war diesmal wenig. Die Folge waren niedrigere Wasserstände in Flüssen und im Grundwasser. Im Dezember und Jänner hatten etwa 60 bis 70 % der Messstellen sehr niedrige Wasserwerte.
Der Februar sorgte teilweise für Entspannung
Der Februar war milder als sonst und brachte viel mehr Regen, rund 40 % mehr als im Durchschnitt. Durch den Regen und die beginnende Schneeschmelze stiegen in einigen Regionen die Wasserstände in den Flüssen an. An manchen Orten gab es sogar kurze Hochwasser, wie es im Durchschnitt einmal im Jahr vorkommt. Auch im Grundwasser gab es gegen Ende Februar Verbesserungen: Der Anteil der Messstellen mit niedrigen Wasserständen sank auf etwa 35 %.
Wie geht es weiter?
Der Winter 2025/2026 war ähnlich mild und trocken wie der Winter davor, aber das Niederschlagsdefizit war etwas geringer. Trotzdem gibt es zu Beginn des Frühlings an manchen Orten noch unterdurchschnittlich niedrige Grundwasserstände. Der Regen im Februar konnte die Trockenheit nur teilweise ausgleichen. Laut aktuellen Wettervorhersagen von GeoSphere Austria wird es bis Mitte März voraussichtlich wieder wärmer und überwiegend trocken bleiben. Deshalb ist es kurzfristig kaum möglich, dass sich die Grundwassersituation nachhaltig verbessert.
Weitere Informationen:
Bericht „Der Wasserhaushalt Österreichs im Winter 2025/2026“
https://www.bmluk.gv.at/themen/wasser/wasser-oesterreich/hydrographie/wasserbilanz/winter2026.html
Monatsbericht Februar 2026
https://www.bmluk.gv.at/themen/wasser/wasser-oesterreich/hydrographie/wasserbilanz/charakteristik0226.html
Rückfragen
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Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Telefon: +43 1 71100-606747
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