Die aktuelle Konsumerhebung 2024/25 von Statistik Austria zeigt klar: Lebensmittel und alkoholfreie Getränke sind in Österreich nicht die Hauptursache für die Inflation. Die größten Kostensteigerungen für Haushalte kommen weiterhin durch Wohnen und Energie zustande.
Nur 11,6 Prozent des Haushaltsbudgets gehen an Lebensmittel
„Zwischen der letzten Konsumerhebung 2019/20 und der aktuellen für 2024/25 zeigt sich, dass der Anteil der monatlichen Ausgaben pro Haushalt für Ernährung und alkoholfreie Getränke mit 11,6 % gegenüber 12,1 % nicht gestiegen, sondern vielmehr leicht gesunken ist“
, erklärt Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie.
„Damit widerlegt die Konsumerhebung klar die verbreitete Meinung, Lebensmittel seien der Haupttreiber der Teuerung. Denn wir geben heute prozentuell weniger Geld für Lebensmittel aus als noch vor fünf Jahren“
, so Koßdorff weiter.
Auch im Vergleich mit anderen EU-Ländern liegt Österreich niedrig: Laut Eurostat machten die Ausgaben für Ernährung und alkoholfreie Getränke im Jahr 2024 im EU-Durchschnitt 13,2 % aus. In Österreich sind es jedoch nur 10,2 %. „Das zeigt, dass Lebensmittel bei uns nicht teurer sind als in anderen Ländern der EU“, erläutert Koßdorff.
Entwicklung der Kosten in den letzten fünf Jahren
Seit der letzten Umfrage 2019/20 sind die gesamten Ausgaben von Haushalten um 28,3 % gestiegen. Allerdings wurden diese höheren Kosten teilweise durch höhere Löhne und Gehälter ausgeglichen: Der Verbraucherpreisindex stieg in diesem Zeitraum um 26,9 %, während der Tariflohnindex um 26,2 % zunahm.
Lebensmittelindustrie besorgt über steigende Energiekosten
Durch die jüngsten Konflikte im Nahen Osten, insbesondere den militärischen Auseinandersetzungen im Iran und der Beteiligung weiterer Länder, sind die Preise für Öl und Gas plötzlich stark gestiegen. Die Lebensmittelindustrie macht sich Sorgen, weil dadurch Energie- und Transportkosten höher werden. Blockierte Transportwege und schwierige Lieferketten verschärfen die Lage zusätzlich. „Energie ist das Fundament einer leistbaren Lebensmittelproduktion. Wenn die Preise erneut durch die Decke gehen, verteuern sich unweigerlich auch Konsumgüter wie Lebensmittel. Das wäre ein Worst-Case-Scenario, sind doch die Standortkosten in Österreich schon heute vergleichsweise höher als in anderen EU-Mitgliedstaaten“
, warnt Koßdorff.
Sie ergänzt: „Deshalb unterstützen wir politische Maßnahmen zur Senkung der Standortkosten – statt politische Eingriffe wie Margenkontrollen oder Preiskommissionen bei Lebensmitteln aktuell überhaupt in Erwägung zu ziehen.“
Die wichtige Rolle der Lebensmittelindustrie in Österreich
Die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, auch Lebensmittelindustrie genannt, ist eine der wichtigsten Branchen in Österreich. Rund 27.500 Menschen arbeiten direkt in diesem Bereich. Täglich versorgt die Branche Millionen von Menschen mit sicheren, qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Lebensmitteln.
In Österreich gibt es etwa 200 Unternehmen dieses Sektors, die jährlich Waren im Wert von ca. 12 Milliarden Euro produzieren. Davon werden rund 10 Milliarden Euro in über 180 Länder exportiert. Der Fachverband der Lebensmittelindustrie hilft seinen Mitgliedern durch Informationen, Beratung und weltweite Vernetzung.
Rückfragen
Mag. Katharina Koßdorff
Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie
T: +43 1 712 21 21 - 14
E: k.kossdorff@dielebensmittel.at
DI Oskar Wawschinek MAS MBA
Food Business Consult
Pressesprecher für den Fachverband der Lebensmittelindustrie
M: +43 664 545 63 50
E: office@foodbusiness.at
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