Weltfrauentag: Keine Kürzungen zulasten der Frauen!

“Wenn man die bezahlte Arbeit und die unbezahlte Arbeit zusammenzählt, arbeiten Frauen oft mehr als Männer – trotzdem sind viele Frauen im Alter von Armut bedroht.” Zum Weltfrauentag am 8. März macht die Österreichische Armutskonferenz darauf aufmerksam, dass Frauen besonders in der bezahlten und unbezahlten Care-Arbeit benachteiligt sind. Care-Arbeit bedeutet, sich um andere zu kümmern, zum Beispiel in der Pflege, Betreuung oder im Haushalt. Frauen übernehmen auch heute noch den größten Teil dieser Arbeit. Diese Aufgaben sind für unsere Gesellschaft sehr wichtig, aber sie werden oft schlecht bezahlt oder gar nicht entlohnt. Außerdem werden sie von der Wirtschaft nicht richtig als wertvolle Arbeit anerkannt. Die Wirtschaft sieht meistens nur Tätigkeiten im Gewinnbereich, dabei werden viele von Frauen geleistete Aufgaben einfach ignoriert. Das hat große Folgen: Frauen haben oft weniger Geld und sind finanziell weniger abgesichert.

Sparschnitte dürfen Frauen nicht schaden

Die Armutskonferenz fordert die Regierung auf, das Budget so zu planen, dass Frauen davon profitieren und nicht noch mehr benachteiligt werden. Gerade armutsgefährdete Frauen brauchen starke Unterstützung. Die Armutskonferenz warnt: “Wir warnen vor drohenden Einschnitten bei Förderungen von Beratungsstellen, Arbeitsmarkt-Projekten oder Initiativen, die einkommensarmen Frauen zu Gute kommen.” Das heißt, Geldkürzungen bei wichtigen Hilfsangeboten wären sehr gefährlich.

Neues Wirtschaften für echte Gleichstellung

Viele sagen: Frauen sollen in besser bezahlte technische Berufe wechseln. Aber das ist zu kurz gedacht, denn es lässt außer Acht, wer dann die wichtige Care-Arbeit macht, die schon jetzt oft unter Personalmangel leidet.

Die Armutskonferenz fordert deshalb ein neues Denken: Wirtschaft sollte sich an den Bedürfnissen aller Menschen orientieren. Care-Arbeit ist keine Nebenaufgabe, sondern die Grundlage, damit alle anderen Arbeiten gemacht werden können.
Es braucht deshalb bessere Löhne für Care-Berufe und gerechte Regeln, zum Beispiel eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung. So kann die unbezahlte Sorgearbeit besser zwischen Frauen und Männern aufgeteilt werden. Wenn das nicht möglich ist, müssen sich Strukturen ändern. Nur so lässt sich Frauenarmut wirklich bekämpfen und Gleichstellung am Arbeitsmarkt erreichen.

Die Armutskonferenz betont, dass es politische Entscheidungen braucht, die zu den wirklichen Lebensbedingungen von Frauen, Männern und Kindern passen. Es ist nicht fair, wenn weiter Menschen benachteiligt werden, die unsere Gesellschaft jeden Tag am Laufen halten.

Zusätzliche Information: Die unbezahlte Care-Arbeit umfasst Tätigkeiten wie die Betreuung von Kindern, Pflege von älteren oder kranken Familienmitgliedern und den Haushalt. International zeigen Studien, dass Frauen weltweit deutlich mehr Zeit für diese Arbeit aufwenden als Männer, was sich negativ auf ihre Karrierechancen und ihre Altersvorsorge auswirkt. Daher ist eine gesellschaftliche Wertschätzung und bessere Bezahlung in Care-Berufen ein wichtiger Schritt für mehr Gerechtigkeit.

Rückfragen

Die Armutskonferenz.
www.armutskonferenz.at
01/4026944 oder 0664/5445554

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