Österreich explodiert im Erfinderfieber – Patentanmeldungen schießen auf Rekordhoch!

  • 2.272 Erfindungsanmeldungen beim Österreichischen Patentamt – das sind 4,4 % mehr als im Jahr 2024.
  • 5.022 Markenanmeldungen – ein Plus von 13 % im Vergleich zu 2024, erstmals seit 2021 steigt die Anzahl wieder.
  • Oberösterreich ist das Bundesland mit den meisten Erfindungen, bei den Erfindungen pro Kopf führt Vorarlberg.
  • Die drei Firmen mit den meisten Erfindungen sind AVL List, Julius Blum und Siemens Mobility Austria.
  • Bei den Marken liegen Österreichische Lotterien, Biogena (gemeinsam mit Apovid Service) und Red Bull an der Spitze.
  • Die TU Wien und das Austrian Institute of Technology (AIT) sind die forschungsstärksten Einrichtungen bei Erfindungen.

Die Innovationskraft in Österreich wächst wieder: Nach einem kleinen Rückgang im Jahr 2024 wurden 2025 mehr Patente und Gebrauchsmuster angemeldet. Auch bei Markenzeichen gab es erstmals seit 2021 wieder Zuwächse. Das zeigt der aktuelle Bericht des Österreichischen Patentamts, der heute auf 2025.patentamt.at veröffentlicht wurde.

Insgesamt meldeten Erfinderinnen und Erfinder 2.272 neue Erfindungen an – das sind 4,4 % mehr als im Vorjahr. Noch stärker stiegen die neuen Markenanmeldungen mit 5.022 Einträgen – eine Steigerung von 13 %.

Peter Hanke, Minister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur:

„Diese Zahlen sind ein äußerst positives Signal für den Wirtschaftsstandort. Sie zeigen, dass die Innovationskraft der Österreicherinnen und Österreicher nicht nur ungebrochen, sondern sogar im Steigen ist. Das Österreichische Patentamt leistet mit seiner Expertise und seinen Services einen wesentlichen Beitrag dazu, dass aus guten Ideen geschützte Innovationen werden, die am Markt bestehen können. Denn geistiges Eigentum ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen.“

Stefan Harasek, Präsident des Österreichischen Patentamts:

„Der deutliche Aufschwung sowohl bei Erfindungen als auch bei Marken macht uns zuversichtlich – und es zeigt sich, dass trotz herausfordernder wirtschaftlicher Lage gerade auch kleine und mittlere Unternehmen den Wert ihres geistigen Eigentums zunehmend erkennen und Patente und Marken als wichtige Assets im Wettbewerb schützen lassen. Damit wir alle kreativen und innovativen Köpfe in Österreich bestmöglich unterstützen können, optimieren und modernisieren wir stetig unser Serviceangebot.“

Oberösterreich hat die meisten Erfindungen

Im Jahr 2025 kam die größte Zahl an neuen Erfindungen aus Oberösterreich mit 496 angemeldeten Erfindungen. Danach folgen die Steiermark mit 435 und Wien mit 428. Vorarlberg liegt beim Vergleich der Erfindungen pro Einwohner an der Spitze.

Das Unternehmen AVL List aus der Steiermark ist wie in den Jahren zuvor der größte Anmelder von Patenten mit 179 Erfindungen. Die Julius Blum GmbH meldete 105 Erfindungen an, Siemens Mobility Austria 32.

Auch die Forschung trägt zur Innovationskraft bei: Die TU Wien hat mit 25 Anmeldungen den fünften Platz im Ranking, und das Austrian Institute of Technology (AIT) ist mit 12 Erfindungen die aktivste Forschungseinrichtung außerhalb einer Universität.

2025 – ein starkes Jahr für Marken

Erstmals seit 2021 wurden wieder mehr als 5.000 Markenanmeldungen registriert. Mit 5.022 eingetragenen Marken gab es ein Plus von 13 % gegenüber dem Vorjahr. Die sogenannte Unionsmarke, die in der gesamten EU gilt, wurde 2025 in Österreich 4.095 Mal angemeldet – das sind 15,5 % mehr als ein Jahr zuvor und macht Österreich zum siebtstärksten EU-Land bei Unionsmarken.

Die Anmeldung von Marken über die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) ist ebenfalls beliebt. Die meisten Österreicherinnen und Österreicher suchen Markenschutz vor allem in der Schweiz, im Vereinigten Königreich und in den USA. Umgekehrt wurden 1.567 Markenanmeldungen aus dem Ausland in Österreich eingereicht, vor allem aus Deutschland, der Schweiz und China.

Auch die Nachfrage nach Angeboten und Beratungen des Patentamts steigt: 2025 wurden erstmals mehr als 1.000 Erfindungs-Services genutzt. Dazu zählen etwa der IP Buddy für Schüler*innen und Studierende, die Erfindungs-Check-Recherchen sowie spezielle Unterstützungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wie der Patent.Scheck. Auch bei den Marken-Services wurde 2025 mit 738 Nutzungen ein neuer Höchstwert erreicht, z. B. für Markenprüfungen und Ähnlichkeitsrecherchen.

Alle Daten zum Erfindungsjahr 2025:
Jahresbericht: 2025.patentamt.at

Pressekit mit Grafiken und Fotos:
patentamt.at/jahresbericht/jahresbericht-2025-pressekit

Rückfragen

Österreichisches Patentamt
Mag. (FH) Raffael Fritz

Telefon: +43 664 882 79 241
E-Mail: raffael.fritz@patentamt.at
https://www.patentamt.at

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