Der Weltfrauentag am 8. März erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Frauen in Führungspositionen zu unterstützen und mehr weibliche Führungskräfte in Spitzenpositionen (C-Level) zu bringen. Gerade in Unternehmen sind Frauen oft noch unterrepräsentiert, dabei bringen sie wichtige Fähigkeiten mit, die für den Erfolg von Firmen entscheidend sind.
Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) hat deshalb im Jahr 2025 das Frauennetzwerk Women Leadership Alliance (WLA) gegründet. Dieses Netzwerk hilft Frauen, sich besser zu vernetzen, sichtbar zu werden und erfolgreich in wichtige Rollen in der Wirtschaft zu kommen.
Die Women Leadership Alliance bietet eine Plattform, die Frauen gezielt fördert, sie wirtschaftlich stärkt und ihnen durch Mentoring und Weiterbildung neue Chancen eröffnet. So sollen mehr Frauen den Weg in die Industrie und zur Führung finden.
Das Motto des diesjährigen Weltfrauentags heißt „Give to Gain“. Dabei geht es um Zusammenarbeit („Collaboration“), Chancen („Opportunities“), Unterstützung für Frauen („Support for Women“), Bildung („Education“), Trainings („Training“) und Mentoring – wichtige Bausteine, die Frauen gezielt helfen sollen.
Das WLA-Programm umfasst unter anderem diese wichtigen Angebote:
- Ein Mentorinnen-Programm, das Frauen in ihrer Karriere begleitet und unterstützt.
- Ein exklusives Programm für weibliche Führungskräfte, das zusammen mit der WU Executive Academy angeboten wird.
- Die aktive Einbindung von „Male Allies“ – Männer, die Frauen unterstützen und gemeinsam für Gleichberechtigung einstehen. Das ist ein besonderer Vorteil (USP) des WLA.
- Die seit 45 Jahren laufende WdF-Einkommensstudie, die jedes Jahr zeigt, wie groß das Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen – das sogenannte Gender Pay Gap – noch ist.
Wajden Byloff, Initiatorin und WLA-Vorsitzende: „Es liegt nicht an mangelnder Ausbildung. Frauen sind im Durchschnitt besser ausgebildet als Männer. Sie setzen aber auf die falschen Ausbildungen (MINT). Die WdF-Einkommensstudie bestätigt eindrucksvoll, dass nicht individuelle Leistungen, sondern strukturelle Rahmenbedingungen maßgeblich die Karriere- und Einkommensrealität weiblicher Führungskräfte bestimmen.“
Roman Teichert, WdF-Bundesvorsitzender: „Unternehmen verzichten auf wertvolle Wettbewerbsfähigkeit, wenn sie Frauen in Führungspositionen nicht konsequent fördern, sondern Diversität lediglich als Element ihrer Employer-Branding-Strategie verstehen. Vielfalt in den Führungsetagen ist kein ‚Nice to have‘, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor für Innovation, Resilienz und nachhaltiges Wachstum. Wer das Potenzial weiblicher Führungskräfte stärker nutzt, stärkt damit nicht nur das eigene Unternehmen, sondern auch den Wirtschaftsstandort Österreich.“
Felix Josef, Triconsult: „Für die WdF-Einkommensstudie wurden 598 Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene durch das Marktforschungsinstitut TRICONSULT befragt, darunter knapp 100 Frauen. Ein wichtiges Ergebnis: Das durchschnittliche Jahreseinkommen der ersten Führungsebene ist real bereits das vierte Jahr in Folge gesunken (–4,1 % inflationsbereinigt). Besonders auffällig sind diese Punkte:
- Teilzeitbeschäftigung führt zu einem Einkommensrückgang von fast 50 Prozent.
- Hohe Reisetätigkeit zahlt sich aus: Führungskräfte, die mehr als 80 Tage im Jahr reisen, verdienen fast doppelt so viel wie andere.
Wolfgang Hammerer, WdF-Bundesgeschäftsführer: „Österreichische Unternehmen sollten die Kompetenzen von Frauen gezielter nutzen und sie besser auf Spitzenfunktionen vorbereiten. Studien zeigen, dass gemischte Führungsteams erfolgreicher sind und Firmen stärken. Gleichzeitig muss die Politik noch mehr für frauenfreundliche Rahmenbedingungen tun.“
Weitere interessante Links zum Thema:
- Women Leadership Alliance (WLA – Teil des WdF)
- Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF)
- WdF-Einkommensstudie – Wieviel verdienen Österreichs Führungskräfte?
- WdF-Mentoring-Programm
- Young Leaders Forum (YLF – Teil des WdF)
- Female Leaders Programm – WU Executive Academy & WLA
- Austrian Leadership Forum
© WdF-Bundesorganisation, 5. März 2026
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