In der Erforschung der Weltraumlandwirtschaft spielt der Anbau von essbaren Pflanzen wie Kichererbsen eine Schlüsselrolle für zukünftige Mond- und Marsmissionen. Da der lunare Regolith aufgrund seiner Zusammensetzung und Nährstoffarmut als Substrat äußerst unwirtlich ist, entwickelten Wissenschaftler Methoden, um ihn nachhaltig aufzubereiten.
Eine innovative Technik besteht darin, Wurmkompost in Kombination mit einem speziellen Pilz einzusetzen, der die Bodenstruktur verbessert und das Nährstoffangebot erhöht. Dieses organische Material kann auch Astronautenkot recyceln, indem menschliche Exkremente kompostiert und für die Düngung verwendet werden. Dies senkt die Abhängigkeit von erdspezifischen Ressourcen und optimiert die Kreislaufwirtschaft im All.
Studien aus der Raumfahrtbiologie belegen, dass Kichererbsen nicht nur nährstoffreich sind, sondern auch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Umweltbedingungen besitzen. Zusammen mit mikrobiellen Symbionten tragen sie dazu bei, das oft giftige Regolith in ein kultivierbares Medium zu verwandeln.
Durch diese Methoden könnte die Nahrungsmittelproduktion auf extraterrestrischen Basen gestärkt werden, was langfristig die Selbstversorgung von Astronauten ermöglicht und die Kosten für Nachschubmissionen drastisch senkt.
Weiterführende Links
- https://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/1255.html
- https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Research/Space_farming_Sowing_the_grounds_for_extraterrestrial_agriculture
- https://www.nature.com/articles/s41598-020-64925-5