„Jede fünfte Frau ab 65 Jahren ist von Armut betroffen oder armutsgefährdet. In Österreich liegt die mittlere Pension von Frauen unter der Armutsgefährdungsschwelle. Frauen bekommen durchschnittlich 40 Prozent weniger Pension als Männer. Wer nicht in der Lage ist, seine Aufwendungen zu bestreiten friert im Winter, verzichtet, leidet und ist einsam“, bringt Erich Fenninger, Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich die Lebensrealität vieler Frauen auf den Punkt.
Viele ältere Frauen haben nicht genug Geld. Das macht das Leben schwer. Sie müssen im Winter oft frieren, weil sie nicht genug Geld zum Heizen haben. Sie verzichten auf wichtige Dinge, leiden darunter und fühlen sich oft alleine. Es geht nicht nur ums Geld: Viele schämen sich auch und ziehen sich aus Scham zurück. Das kann dazu führen, dass sie sich zu wenig oder schlecht ernähren und gesundheitliche Probleme bekommen – sowohl körperlich als auch seelisch.
„Bei der Teuerung, den hohen Mieten und Energiekosten sowie den steigenden Lebensmittelpreisen reicht die Ausgleichzulage von rund 1.230 Euro nicht aus. Kommen noch gesundheitliche Ausgaben hinzu, müssen sich die Betroffenen zwischen Heizen oder Essen entscheiden. Das darf nicht sein
“, betont Judith Ranftler, Geschäftsleitung der Volkshilfe Österreich.
Die Volkshilfe fordert deshalb, dass die Ausgleichszulage, eine finanzielle Unterstützung für ältere Menschen mit wenig Geld, erhöht wird. Sie soll ausreichen, um die wirklichen Lebenshaltungskosten zu decken und ein normales Leben zu ermöglichen. Außerdem braucht es langfristige Veränderungen: Frauen dürfen in Zukunft nicht mehr so oft in Altersarmut leben müssen. Dazu müssen Frauen für ihre Arbeit gerecht bezahlt werden (den sogenannten Gender-Pay-Gap schließen). Auch soll die unbezahlte Arbeit, wie die Pflege von Familie und Haushalt, gerechter unter Männern und Frauen verteilt werden. Zudem wird eine familienfreundliche Sozialpolitik gefordert, zum Beispiel bessere und für alle zugängliche Kinderbetreuung.
„Damit Frauen in Zukunft nicht mehr von Altersarmut betroffenen sind, ist es die Aufgabe der Politiker*innen hier und jetzt für gerechte Löhne, Kinderbetreuung und Väterbeteiligung zu sorgen
“, appelliert Erich Fenninger abschließend.
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