LR Teschl-Hofmeister und LR Prischl enthüllen Überraschungen zum Welt-Frauentag am 8. März!

Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, haben die Landesrätinnen Christiane Teschl-Hofmeister und Eva Prischl zusammen mit Elisabeth Cinatl, der Vorsitzenden des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, bei einer Pressekonferenz im Landhaus St. Pölten über Gleichberechtigung gesprochen. „Wir blicken auf zwei Jubiläen zurück, die viel mit den Rechten der Frauen zu tun haben“, sagte Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Erstens ist es 115 Jahre her, dass der Internationale Frauentag ins Leben gerufen wurde, und zweitens gelten wichtige Inhalte der Familienrechtsreform für 50 Jahre.“ Diese Tage sind wichtig, um daran zu erinnern, wie lange Frauen schon für ihre Rechte kämpfen und wie viel sich in dieser Zeit verändert hat.

„Diese Familienrechtsreform hat die Lebensrealität vieler Frauen grundlegend verändert“, ergänzte Teschl-Hofmeister. „Unverändert bleibt aber immer noch der Wunsch vieler Frauen, dass es um Selbstbestimmung, Sicherheit und Handlungsspielraum gehen muss.“ Das Motto für 2026 steht deshalb bewusst unter dem Thema „Frauenrecht auf Selbstbestimmung“. Dabei geht es nicht nur um Respekt, sondern auch darum, dass finanzielle und wirtschaftliche Abhängigkeiten von Frauen abgebaut werden müssen. Zum Beispiel sind viele Frauen immer noch auf das Einkommen eines Partners angewiesen, was ihre Freiheit einschränkt.

In den letzten 50 Jahren hat sich viel verändert, sagte die Landesrätin: Während es 1975 noch 586 Eheschließungen gab, waren es 2024 nur noch 503. Außerdem bekommen Frauen heute durchschnittlich weniger Kinder als früher. 1970 waren es etwa 2,3 Kinder pro Frau, heute etwa 1,3. Zudem bekommen Frauen ihre Kinder später: Früher waren sie rund 23 Jahre alt, heute etwa 30 Jahre. Gleichstellung ist aber noch nicht erreicht und passiert nicht von allein. Man muss dafür sorgen, dass Mädchen und Buben wirklich die gleichen Chancen und Rechte haben.

Das Land unterstützt Frauen mit vielen Maßnahmen, sagte Teschl-Hofmeister. „Wir brauchen Prävention und Finanzbildung.“ Es gibt Projekte wie „Geldheldinnen“, den „Zukunftsfonds LEA“, verschiedene Initiativen mit Frauenberatungsstellen und den „Finanzführerschein“. Erst vor kurzem wurde die Kampagne „Check den Respekt“ gestartet, die auf Probleme durch digitale Radikalisierung, die sogenannte „Manosphere“, aufmerksam macht. Auch das Thema Menopause wird nicht verschwiegen und bekommt mit einer eigenen Veranstaltungsreihe mehr Aufmerksamkeit.

Landesrätin Eva Prischl unterstrich: „115 Jahre Internationaler Frauentag bedeutet 115 Jahre Kampf der Frauen für Engagement, für Mut, für Ausdauer. Die Frauen haben ihre Rechte eingefordert, sie haben sie erkämpft. Gleichstellung ist kein Zustand, den man erreicht und dann abhaken kann, sie muss jeden Tag neu verteidigt werden, damit sie weiterentwickelt wird.“ Besonders durch die schnelle Digitalisierung gibt es neue Herausforderungen, beispielsweise wenn alte Rollenbilder in Computerprogramme einfließen und so Diskriminierung verstärken.

„Alle haben das gleiche Recht auf Respekt, Sicherheit und Chancen“, betonte Prischl. Sie zitierte Johanna Dohnal: „Wir brauchen keine weibliche Zukunft, sondern eine menschliche.“ Für Prischl heißt Frauenpolitik vor allem „Sicherheit“ – und dazu gehört wirtschaftliche Unabhängigkeit. Deshalb müsse die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern weiter geschlossen werden. Beim Schutz vor Gewalt setze man auf den Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen mit Maßnahmen wie dem Grundsatz „Nur Ja heißt Ja!“ und dem Ausbau von Gewaltambulanzen. In Niederösterreich gibt es sechs Frauenhäuser, in denen 2023 insgesamt 194 Frauen und 195 Kinder Schutz fanden. Außerdem konnten 24 Frauen und 27 Kinder in Übergangswohnungen unterkommen. Prischl: „Jede Frau, die Schutz sucht, muss ihn auch bekommen.“

Auch das Thema Frauengesundheit ist wichtig, so Prischl: „Frauen wurden in der Medizin und in der Forschung viel zu lange nur mitgedacht, statt mitgemeint.“ Initiativen wie „Viedonna“, die eigene Frauenprimärversorgungseinheiten fordern, zeigen, dass spezialisierte Angebote notwendig sind. Prischl führt dafür Gespräche mit der Österreichischen Gesundheitskasse. „Gleichstellung ist kein Luxus, sie ist eine Frage der Gerechtigkeit. Es ist mir wichtig, Frauen Mut zu machen, Mut, unabhängig zu sein“, so Prischl zum Abschluss.

Elisabeth Cinatl, Vorsitzende des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, erklärte: „Die Familienrechtsreform war ein Meilenstein, vor allem, weil das Partnerschaftlichkeitsprinzip eingeführt wurde. Dennoch haben wir die Gleichstellung noch nicht erreicht.“ Frauen übernehmen etwa 43 Prozent mehr Sorgearbeit als Männer, und nur 16 Prozent der Väter nehmen Elternzeit. Zudem ist jede fünfte Frau ab 65 Jahren von Altersarmut oder Armutsgefährdung betroffen. Gründe sind oft Teilzeitarbeit oder dass Frauen gar nicht oder nur wenig arbeiten können.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Büro von Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Pressesprecher Dieter Kraus, Tel.: 02742/9005-12655, E-Mail: dieter.kraus@noel.gv.at, oder beim Büro von Landesrätin Eva Prischl unter 02742/9005-12576, Pressesprecher Anton Heinzl, E-Mail: Anton.Heinzl@noel.gv.at.

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