Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und die Gewerkschaft GPA haben sich am 3. März in ihrer ersten Verhandlungsrunde auf höhere Gehälter für kaufmännische Angestellte der Tages- und Wochenzeitungen sowie deren Online- und Nebenausgaben geeinigt. Diese Erhöhung gilt ab dem 1. April 2026.
Die Gehälter für Lehrlinge und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gehaltsgruppe „Zentrale Tätigkeiten“ steigen um 3,2 %. Für die Gruppe „Allgemeine Tätigkeiten“ gibt es eine Erhöhung von 2,9 %, und die Gehälter in den Gruppen „Spezielle Tätigkeiten 1 und 2“ sowie der Gruppe „Leitung“ steigen um 2,65 %.
Für Mitarbeiter*innen, die in der Logistik tätig sind, gelten ähnliche Erhöhungen: In der Gruppe „Allgemeine Tätigkeiten – Logistik (AT-L)“ steigt das Gehalt um 3,2 %, in „Spezielle Tätigkeiten 1 – Logistik (ST1-L)“ um 2,9 % und in „Spezielle Tätigkeiten 2 – Logistik (ST2-L)“ um 2,65 %.
Neu ist außerdem, dass Angestellte am ersten Schultag ihres Kindes, wenn dieses in die erste Klasse der Volksschule oder eventuell in die Vorschule kommt, einen Anspruch auf Freizeit haben. Die Vereinbarung gilt für zwölf Monate ab dem 1. April 2026.
Die Verhandlungen wurden auf Arbeitgeberseite von Richard Grasl (Kurier Medienhaus) und Herwig Langanger (Styria Media Group AG) geführt. Sie betonten: „Medienhäuser verlegerischer Herkunft sehen sich mit großen wirtschaftlichen und branchenspezifischen Herausforderungen konfrontiert. In diesen von Veränderungen geprägten Zeiten ist es gerade für die unternehmerische Planbarkeit besonders wichtig, dass gemeinsam mit der Gewerkschaft ein für beide Seiten akzeptabler und tragfähiger Abschluss erzielt werden konnte.“ Außerdem dankten sie den Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitnehmerseite für die gute Zusammenarbeit.
Auf Seiten der Gewerkschaft GPA sieht man den Abschluss als einen schwierigen, aber notwendigen Kompromiss angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Medienbranche. Der GPA-Wien-Vorsitzende und Verhandlungsleiter Alois Freitag sagte: „Die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Medienbranche ist äußerst herausfordernd – das zeigt sich auch im nun erzielten Abschluss.“ Besonders wichtig sei dabei die Erhöhung der niedrigeren Einkommensgruppen. „Wichtig ist, dass wir Planbarkeit und Sicherheit für alle Beteiligten schaffen konnten. Klar ist aber auch, dass es über die Kollektivvertragsverhandlungen hinaus dringend politische Maßnahmen braucht, damit die Branche auch in der Zukunft auf festen Beinen stehen kann“, so Freitag abschließend.
Die Medienbranche durchlebt gerade viele Veränderungen, zum Beispiel durch die Digitalisierung und den zunehmenden Einfluss von Online-Nachrichten. Deshalb sind solche Verhandlungen wichtig, um faire Arbeitsbedingungen und eine stabile Zukunft für die Beschäftigten zu sichern.
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