Lehrstellen in Tirol explodieren – so viele Chancen gab es noch nie!

Die aktuellen Zahlen des AMS zeigen, dass die Lage am Lehrstellenmarkt unterschiedlich ist. Während in ganz Österreich oft von einer „Lehrstellenlücke“ gesprochen wird, ist die Situation in Tirol stabil geblieben. Barbara Thaler, Wirtschaftsbundobfrau, und David Narr, Fachkräftekoordinator der WK Tirol, fordern deshalb eine genaue und sachliche Analyse statt allgemeiner Aussagen für das ganze Land.

Ende Februar 2026 gab es in Tirol insgesamt 2.381 offene Lehrstellen, aber nur 534 Lehrstellensuchende. Besonders bei den Stellen, die sofort frei sind, zeigt sich ein klarer Unterschied: Es gibt 1.169 sofort verfügbare Lehrstellen, aber nur 465 Lehrstellensuchende, die sofort eine Stelle suchen.

Barbara Thaler erklärt: „Während bundesweit von einem Rückgang offener Lehrstellen gesprochen wird, sehen wir in Tirol ein anderes Bild. Die Zahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen ist im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist auch die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden um 5,7 Prozent angestiegen. Die jüngsten Aussagen von Arbeiterkammer und ÖGB zum Lehrlingsmarkt zeichnen ein Bild, das der Tiroler Realität nicht entspricht. Wir haben nach wie vor deutlich mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende.“

David Narr ergänzt, dass die Tiroler Unternehmen weiterhin viele Lehrlinge ausbilden und viel Wert auf die Qualität ihrer Ausbildung legen. Er sagt: „Für engagierte Jugendliche bieten sich ausgezeichnete Perspektiven – in vielen Branchen gibt es deutlich mehr offene Stellen als Bewerberinnen und Bewerber. Jährlich beantragen rund 300 bis 400 neue Betriebe ein Feststellungsverfahren bei der Lehrlingsstelle – viele davon finden in weiterer Folge jedoch keine passenden Kandidatinnen und Kandidaten. Anstatt das österreichische Erfolgsmodell der dualen Ausbildung schlechtzureden, würde ich mir von der Arbeitnehmervertretung mehr Engagement erwarten, junge Menschen aktiv für die Lehre zu gewinnen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.“

Besonders gute Chancen auf eine Lehrstelle gibt es in Branchen wie Tourismus, Handel sowie in vielen gewerblichen und technischen Berufen. Die Ausbildungsbetriebe achten immer mehr auf gute Qualität der Ausbildung. Dazu gehören zum Beispiel zusätzliche Unterstützung beim Lernen, Fortbildungen für Lehrlinge, Schulungen für Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Maßnahmen, die die persönliche Entwicklung der Jugendlichen fördern.

Barbara Thaler fasst zusammen: „Von einer Lehrstellenkrise kann in Tirol keine Rede sein. Unsere Betriebe stehen bereit, jungen Menschen eine qualitätsvolle Ausbildung und beste Zukunftschancen zu bieten. Statt das System schlechtzureden, sollten wir gemeinsam daran arbeiten, Jugendliche frühzeitig für die Lehre zu begeistern und vorhandene Chancen sichtbar zu machen.“

Rückfragen

Österreichischer Wirtschaftsbund - Landesgruppe Tirol
Patrick Taxacher
Landesgeschäftsführer-Stv.

Tel.: +43 512 52022 20
p.taxacher@wirtschaftsbund-tirol.at
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