Diese starken Frauen und Männer sprengen die Grenzen – DER geheime Erfolgsfaktor für NÖs Wirtschaft!

Am kommenden Sonntag, dem 8. März, feiern wir den Internationalen Weltfrauentag. Aus diesem Anlass luden Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wolfgang Ecker, Präsident der Niederösterreichischen Wirtschaftskammer, heute zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Starke Männer und starke Frauen“ ins Congress Center Baden ein.

Johanna Mikl-Leitner betonte zu Beginn: „Das Wichtigste ist, Frauen sichtbar zu machen.“ Sie erklärte, dass Frauen heute in vielen Bereichen wie Wirtschaft, Wissenschaft und Politik Verantwortung übernehmen. Trotzdem gibt es noch viele Herausforderungen. Dazu zählen unter anderem Unterschiede beim Einkommen von Frauen und Männern, die Tatsache, dass Frauen zuhause immer noch den Großteil der Arbeit übernehmen, und die geringe Zahl von Frauen in Führungspositionen. Mikl-Leitner sieht Gleichstellung als ein Thema der Fairness, Gerechtigkeit und auch als wirtschaftliche Notwendigkeit für Niederösterreich: „Wenn wir Wohlstand erhalten wollen, dürfen wir nicht auf die Hälfte der Bevölkerung verzichten.“

Das Land Niederösterreich setzt deshalb auf Frauenförderung und zeigt Beispiele aus der Praxis: So gibt es erstmals eine Landesamtsdirektor-Stellvertreterin und eine Baudirektorin. Weiters sind viele Bürgermeisterinnen im Land tätig. „Als einziges Bundesland in Österreich haben wir ein Gesetz verabschiedet, das es Bürgermeisterinnen erlaubt, während der Karenz im Amt zu bleiben.“ Seit Johanna Mikl-Leitner im Amt ist, stieg der Frauenanteil im Landesdienst um etwa 60 Prozent. Außerdem arbeitet das Land eng mit Gemeinden zusammen, um die Kinderbetreuung zu verbessern – denn sie ist wichtig, damit Frauen und Männer Beruf und Familie leichter vereinbaren können. Auch Mentoring-Programme und Netzwerktreffen mit Männern sollen Frauen ermutigen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Dabei gilt: „Wenn es um Frauenförderung und Gleichberechtigung geht, können wir auf die Unterstützung der Männer nicht verzichten.“

Ein weiterer Punkt ist das Thema Unternehmensgründungen. Niederösterreich ist hier Vorreiter, denn fast die Hälfte aller neuen Unternehmen werden von Frauen gegründet. Nach fünf Jahren sind zwei Drittel dieser Gründerinnen weiterhin erfolgreich im Geschäft. Johanna Mikl-Leitner sagte dazu: „Ich bin stolz auf die Vielfalt an Frauen in allen Branchen, trotzdem gibt es noch Luft nach oben.“ Vor 50 Jahren gab es noch viel mehr männliche Maturanten und Universitätsabsolventen als heute. „Heute sind Frauen in beiden Bereichen in der Mehrheit, aber in Führungspositionen geht es nur langsam voran.“ Aktuell liegt der Frauenanteil in Vorständen bei nur 12,5 Prozent und 58 Prozent der Unternehmen haben gar keine Frau im Vorstand. Dennoch erkennen viele Firmen das Potenzial von Frauen und wollen daran arbeiten, mehr Frauen in Führungsrollen zu bringen.

Wolfgang Ecker von der Wirtschaftskammer Niederösterreich sieht im Bundesland eine gute Mischung von Frauen und Männern in vielen Unternehmen. „Hier gibt es alles: Einzelunternehmen, kleine und mittlere Betriebe sowie große Industrieunternehmen in allen Branchen und Regionen.“ Mit der Marke „Gründerland Niederösterreich“ unterstützt die Wirtschaftskammer zusammen mit dem Land gezielt Frauen bei der Unternehmensgründung. Ecker freut sich: „Niederösterreich hat die höchste Gründerzahl in ganz Österreich und 50 Prozent aller Unternehmen werden hier von Frauen gegründet.“

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner betonte: „Talente nicht zu fördern ist eine wirtschaftliche Verschwendung, sowohl bei Frauen als auch bei Männern.“ Für sie ist Frauenförderung ein „Must-have“, weil viele Frauen heute sehr gut ausgebildet sind. Die Politik hat daher auch die Verantwortung, mehr Frauen zu Karriere und Führungspositionen zu verhelfen.

Hans Ebner, Präsident des Roten Kreuzes, berichtete: „Schon vor einem Jahr waren 47 Prozent unserer Basismitarbeiterinnen weiblich, doch je höher man in der Vereinsstruktur schaute, desto geringer wurde der Frauenanteil.“ Mit dem Mentoring-Programm „Die Rotkreuzlerin“ ist hier ein wichtiger Schritt gelungen, um Frauen stärker zu fördern.

Karin Meier-Martetschläger, Unternehmerin und Bildungsbotschafterin vom Roten Kreuz, sagte: „Egal, ob Männer oder Frauen – es sollen immer die besten Köpfe in Führungspositionen kommen.“ Außerdem müsse man in Aufsichtsräten besser darin werden, qualifizierte Frauen zu erkennen, „denn es sind die Aufsichtsräte, die die Vorstände bestimmen.“

Alexandra Wittmann von der EVN sprach von einem notwendigen Wandel in Unternehmen. „Dafür müssen Frauen und Männer gemeinsam Führung und Verantwortung neu denken.“ Die jüngere Generation wünsche sich mehr Vielfalt in den Führungsteams, sei digitaler, nachhaltiger und gleicher. Sie wolle in ihrem Arbeitsumfeld verschiedene Perspektiven und gemeinsam Resilienz zeigen.

Martin Resel von A1 erklärte verschiedene Maßnahmen zur Frauenförderung im Unternehmen, z. B. das „Shared-Leadership“ Modell. Er sagte: „Von 6.000 Mitarbeitenden sind 300 Führungskräfte, davon 100 Frauen. In der Vorstandsebene sind wir mit 50:50 gut aufgestellt, aber im technischen Bereich fehlen Frauen.“ Deshalb gibt es Projekte mit Schulen, um Mädchen früh für Naturwissenschaften, Technik und IT-Berufe (MINT) zu begeistern.

Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli aus Baden betonte, dass für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch Männer Unterstützung leisten müssen. Ihr Appell: „Wir müssen unsere jungen Mädchen motivieren, groß zu träumen und sie dabei unterstützen, damit sie diese Träume auch verwirklichen können.“

Weitere Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion waren Unternehmerinnen wie Kristina Hentschel, Corinna Hintenberger und Katharina Schönbauer-Manak. Sie lobten die Gründeragentur des Landes NÖ, riz up, die Frauen in der Wirtschaft unterstützt. Sie sagten: „Wir müssen nicht nur fleißig und gut, sondern vor allem sichtbar sein.“ Netzwerke und gegenseitige Hilfe sind für Frauen in der Wirtschaft besonders wichtig.

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