Arbeitsmarkt am Limit: Warum jetzt jeder Fachkraft dringend gesucht wird!

Ende Februar 2026 liegt die Arbeitslosigkeit um etwa 10.100 Personen höher als im Februar 2025. Das entspricht einem Anstieg von 2,9% auf etwa 357.500 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen Erwerbstätigen, beträgt rund 8,3% und ist damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Die Anzahl der Beschäftigten ist leicht gesunken, ungefähr 4.000 Arbeitsplätze gingen verloren. Trotzdem gibt es in vielen Branchen einen großen Mangel an Fachkräften. Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann sagt dazu: „Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Deshalb ist es jetzt entscheidend, eine umfassende und langfristige Fachkräftestrategie auf den Weg zu bringen, in der die zentralen Politikfelder und Maßnahmen gut aufeinander abgestimmt sind. Dazu gehören eine klare Qualifizierungsoffensive, eine starke Lehre und Berufsausbildung sowie gute Rahmenbedingungen, damit qualifizierte internationale Fachkräfte gerne in Österreich arbeiten.“

Ministerin Schumann weist auch auf die laufenden Programme des Arbeitsmarktservice (AMS) hin, die Fachkräfte ausbilden. Im Jahr 2025 haben rund 74.500 Menschen an vom AMS geförderten Ausbildungen teilgenommen. Dazu zählen Lehrlingsausbildungen, weiterführende Qualifikationen sowie Fachkräfte- und Pflegestipendien. Das sind etwa 3.600 mehr als im Jahr davor. Insgesamt wurden 2025 rund 506 Millionen Euro dafür investiert – das sind 34 Millionen Euro mehr als 2024.

Aktuelle Situation am Arbeitsmarkt

Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen betrifft alle Altersgruppen. Nur in den Bundesländern Oberösterreich (-1,5%) und Kärnten (-0,8%) ist die Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen.

In den letzten Monaten zeigt sich eine positive Tendenz: Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen und der AMS-Schulungsteilnehmenden verlangsamt sich etwas. Im Februar 2026 gibt es insgesamt etwa 436.200 Arbeitslose und Personen in AMS-Schulungen, das sind 6.200 Menschen oder 1,4% mehr als im Vorjahr.

Die Arbeitslosigkeit von Frauen ist stärker gestiegen (+6,6%) als die von Männern (+0,5%). Auch die Jugendarbeitslosigkeit nimmt leicht zu (+365 Personen oder +1,0%).

Die Zahl der jungen Menschen, die sofort eine Lehrstelle suchen, ist um 10,8% oder 850 Personen gewachsen. Gleichzeitig sinkt die Anzahl der gemeldeten offenen Lehrstellen deutlich um 1.012. Dadurch gibt es derzeit eine Lehrstellenlücke von 2.137.

Arbeitslose mit ausländischer Staatsbürgerschaft steigen um 1,3%, bei österreichischen Staatsbürgern sind es 4,0% mehr Arbeitslose.

Da die Arbeitslosenzahlen über Monate steigen, nimmt auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen zu. Diese Personen sind seit mindestens einem Jahr beim AMS arbeitslos gemeldet. Ende Februar 2026 sind es 101.976 Menschen, das sind 12.466 mehr (13,9%) als im Vorjahr.

Die Zahl der sofort verfügbaren offenen Stellen beim AMS ist jedoch gesunken – und zwar um 10,3% auf 72.001 Stellen.

Interessanterweise ist die Anzahl der neu gemeldeten Stellen im Februar 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1% oder 1.821 Stellen leicht gestiegen.

Die Situation zeigt, dass der Arbeitsmarkt aktuell mit einigen Herausforderungen kämpft: Während einerseits Fachkräftemangel in bestimmten Bereichen besteht, gibt es gleichzeitig viele Arbeitslose und offene Stellen passen oft nicht zu den Qualifikationen der Suchenden. Deshalb sind Weiterbildungen und gezielte Förderungen besonders wichtig.

Rückfragen

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz (BMASGPK)
E-Mail: pressesprecher@sozialministerium.gv.at
Website: https://sozialministerium.gv.at

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