AK Anderl knallt’s raus: Warum qualifizierte Arbeitskräfte jetzt zur Mangelware werden!

Die Zahl der arbeitslosen Menschen steigt weiterhin, auch wenn sie nicht mehr so schnell zunimmt wie zuvor. Momentan sind etwa 357.500 Personen ohne Job, was einer Arbeitslosenquote von 8,3 % entspricht. Ein großes Problem ist, dass fast die Hälfte der Arbeitslosen (46 %) keine Ausbildung nach der Pflichtschule abgeschlossen hat. Das bedeutet, viele haben keine Berufsausbildung oder keinen höheren Schulabschluss.

Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer, sagt: „Genau hier gilt es anzusetzen, denn die qualifizierten Arbeitskräfte wachsen nicht auf den Bäumen, man muss sie ausbilden.“ Damit meint sie, dass es wichtig ist, junge Menschen und Erwachsene gut auszubilden, damit sie bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Deshalb unterstützt die Arbeiterkammer die geplante Qualifizierungsoffensive der Regierung. Es gibt inzwischen weniger Firmen, die Lehrlinge ausbilden. Deshalb gibt es viele Jugendliche, die keine Lehrstelle finden – so viele wie schon lange nicht mehr. Bundesministerin Schumann hat angekündigt, dass sie sich für wichtige Investitionen in diesem Bereich einsetzen will. Ebenso wichtig ist das Angebote-Paket für ältere Arbeitnehmer, das Vizekanzler Andreas Babler vorgestellt hat. Es soll helfen, dass Menschen länger und gesund arbeiten können. Renate Anderl appelliert an die ganze Regierung: „Ich appelliere an die gesamte Regierung, hier sinnvolle Investitionen zu ermöglichen. Schließlich ist das ein wichtiges Element für eine nachhaltige positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.“

Außerdem fordert Anderl, die Bedingungen für zukünftige Fachkräfte zu verbessern. Dazu gehören zum Beispiel bessere Kinderbetreuung, genügend Pflegeplätze für Bedürftige und Deutschkurse, die während einer Ausbildung angeboten werden, falls jemand die Sprache noch nicht gut spricht.

Ein weiteres Problem ist das sogenannte „Zwischenparken“ von Beschäftigten beim AMS (Arbeitsmarktservice). Das heißt, dass Menschen sich abmelden und kurz danach wieder anmelden. Dadurch entstehen jedes Jahr Kosten von bis zu 700 Millionen Euro, und die Arbeitslosigkeit steigt um etwa ein Prozent. Anderl kritisiert: „Dennoch wird es noch immer wie ein Kavaliersdelikt behandelt. Gerade in der anhaltend schwierigen budgetären Situation müssen Unternehmen an den von ihnen verursachten Kosten des Zwischenparkens beteiligt werden. Dadurch würde nicht nur die Arbeitslosigkeit gesenkt werden, das AMS hätte so auch mehr Mittel für Qualifizierungen.“ Das bedeutet, dass Firmen mithelfen sollten, diese Kosten zu tragen, damit mehr Geld für Ausbildung und Weiterbildung zur Verfügung steht.

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