Schock-Ansage zum Weltfrauentag: Städtebund-Gaál/Weninger fordert endlich Lohntransparenz – was dahinter steckt!

Zum Weltfrauentag sagt Thomas Weninger, der Chef des Österreichischen Städtebundes: „Finanzielle Unabhängigkeit ist Voraussetzung für ein selbstbestimmtes und freies Leben, das jeder Frau und jedem Mädchen offenstehen muss.“ Er betont, wie wichtig es ist, für eine gerechte Gesellschaft zu kämpfen, in der Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Besonders wichtig ist dabei die Lohntransparenz, also dass Gehälter offen und nachvollziehbar sind. Nur so kann man verhindern, dass Frauen weniger verdienen als Männer.

Eine Untersuchung zeigt, dass in 97 Prozent der Gemeinden Österreichs Frauen deutlich weniger verdienen als Männer. Insgesamt betrifft das 2.043 Gemeinden. Dabei bekommen Männer im Durchschnitt bis zu 60.091 Euro, Frauen aber nur 38.077 Euro. Das ist fast 40 Prozent weniger! Nur in zwei Gemeinden verdienen Frauen mindestens gleich viel wie Männer. Die Einkommens-Unterschiede sind eine große Herausforderung, besonders im Zusammenhang mit vielen Frauen, die Teilzeit arbeiten. Würde man den Durchschnitt des Einkommens statt des Medianes vergleichen, wäre die Lücke noch größer.

Weninger fordert daher: „Lohntransparenz ist das Gebot der Stunde.“ Er sagt, dass diese Offenheit beim Gehalt helfen kann, den Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Einkommen zu verringern und damit die Arbeit von Frauen besser zu bewerten. Österreich muss außerdem die EU-Richtlinie bis Juni umsetzen, die gleichen Lohn für gleiche Arbeit sicherstellen soll.

Kathrin Gaál, die Vorsitzende des Frauenausschusses im Städtebund, sagt: „Die Höhe des Einkommens darf keine Frage des Geschlechts sein.“ Sie weist darauf hin, dass beliebte und gut bezahlte Berufe oft von Männern ausgeübt werden, während Frauen häufig in schlechter bezahlten Jobs arbeiten. Außerdem machen Frauen den Großteil der unbezahlten Pflege-Arbeit und arbeiten häufiger in Teilzeit. Das führt zu weniger Geld, schlechteren Chancen für die Karriere und später zu Altersarmut. Sie fordert, dass Frauen mehr Möglichkeiten bekommen sollen, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Gaál ergänzt: „Um eine tatsächliche wirtschaftliche Gleichberechtigung zu erreichen, müssen jene Jobs, die überwiegend von Frauen wahrgenommen werden, aufgewertet werden.“ Wichtig ist auch, dass Frauen Vollzeit arbeiten können und Männer mehr Teilzeit übernehmen, damit beide die unbezahlte Pflegearbeit besser teilen. So können Frauen finanziell unabhängig bleiben und nicht vom Partner abhängig sein.

Aktionen in den Mitgliedsstädten des Österreichischen Städtebundes

Viele Städte in Österreich veranstalten zum Frauentag interessante Workshops, Vorträge und Veranstaltungen, um auf die Bedeutung der Gleichstellung aufmerksam zu machen. Hier einige Beispiele:

Bregenz: Am 27. Februar wird der Agathe-Fessler-Frauenpreis verliehen. Agathe Fessler war eine wichtige Frau in der Sozialarbeit von Vorarlberg. Am 3. März gibt es eine Lesung mit der feministischen Autorin Beatrice Frasl. Außerdem findet am 6. und 7. März das „laDIY“-Kunstfestival statt.

Graz: Vom 4. bis 6. März sind auf dem Hauptplatz zwölf Info-Tafeln zu frauenspezifischen Themen zu sehen. Vom 6. bis 13. März sind sie dann im Rathaus ausgestellt. Vom 4.–11. März wehen die Fahnen zum Internationalen Frauentag vor dem Rathaus. Das Programm „Bündnis 0803“ bietet viele weitere Veranstaltungen: 0803.at/termine/

Innsbruck: Am 7. März findet die „Lange Nacht des Frauenfilms“ mit zehn Filmen im Metropol Kino statt, zum Beispiel „Marys magische Reise“. Außerdem gibt es eine Demo gegen Gewalt an Frauen: www.frauenvernetzung.tirol/8m26/

Klagenfurt: Am 1. März zeigt die Ausstellung „Alte Meisterinnen – neue Perspektiven“ Werke von Künstlerinnen, die von Studentinnen neu interpretiert wurden. Außerdem läuft die Ausstellung „women_power_lines“ mit künstlerischen Bildern zum Thema Nähe und Distanz.

Krems: Die Kunstmeile bietet zu Frauenthemen ein Kunst-Picknick, Livezeichnen mit Comickünstlerin Valerie Bruckbög und mehrere Ausstellungen. Mehr Infos: www.kunstmeile.at

Linz: Am 26. Februar wurde der mit 5.000 Euro dotierte Frauenpreis der Stadt Linz verliehen. Gewinnerin ist die Beratungsstelle LENA, die sich für Sexarbeiter*innen engagiert. Am 5. März gibt es erstmals das Symposium „Frauen + Wohnen“. Vom 8. bis 9. März finden eine Demo und ein Globaler Frauen*Generalstreik statt. Das dreitägige Filmfestival FRAU.MACHT.FILM zeigt Filme von Frauen.

Hohenems: Es gibt eine Vortragsreihe zu Frauengesundheit, beispielsweise zu den Wechseljahren und bioidenten Hormonen. Am 17. März findet ein Expertinnentalk zur Schutzwohnung für Frauen statt, am 19. März wird der Film „Girls & Gods“ gezeigt. Weitere Gespräche sind für den 28. März geplant. Mehr Infos: www.hohenems.at

Salzburg: Am 5. März gibt es ein Frauenclubbing, am 10. März ein Expert*innengespräch zur Gleichstellung mit Infos und Diskussionen. Mehr zum Frauentag in Salzburg: www.stadt-salzburg.at/frauentag

St. Pölten: Dort gibt es einen ganzen Monat lang Veranstaltungen, die Frauen und ihre Kreativität feiern. Am 4. März wird eine Improtheater-Show namens „ZIEHER – MONIKA: Alles Gute“ gratis angeboten. Infos: www.cinema-paradiso.at

St. Valentin: Im Valentinum gibt es am 6. März die Buchvorstellung „Funkenschwestern“ von Barbara Blaha. Am 13. März steht ein Tanzabend „Celebrate Women“ auf dem Programm. Ein Vortrag zu Frauengesundheit und den Wechseljahren findet am 23. März statt. Mehr Infos: www.valentinum.at

Schwaz: Am 25. März läuft der Film „(K)einen Ton sagen“ über sexuellen Missbrauch. Es gibt Workshops zur Selbstbehauptung und ein Konzert des Frauen Jazz Orchesters Österreich. Am 21. März wird erklärt, wie man sein Zuhause als Kraftort nutzt. Alle Termine: www.schwazer-frauen.at

Villach: Am 7. März wird das Fest „Das Fest“ zum vierten Mal gefeiert. Dabei bekommt Astrid Malle, die Frauenbeauftragte von Klagenfurt, einen Preis. Die Keynote hält Maren Wölfl zum Thema „Mut für neue Wege“. Außerdem wird die neue Ausgabe des Villacher Frauenberichts vorgestellt.

Wels: Hier gibt es ein Kabarett mit den Teilzeitdivas und dem Programm „Blinddate mit Bruce Will-es“. Give Aways sind Brillenputztücher mit einem Spruch von Astrid Lindgren. Von 5. bis 9. März finden die Frauenfilmtage zum Thema „Bröckelnde Fassaden“ statt. Außerdem gibt es einen Frauenspaziergang über Frauen, die die Stadt geprägt haben.

Wien: Am 7. März öffnet das Rathaus seine Türen für eine Info-Messe mit Ausstellung, Workshops und einem Clubbing nur für Frauen. Die Wiener Frauenwoche präsentiert von 2. bis 8. März über 200 kostenlose Veranstaltungen zum Thema Finanzbildung. Es gibt auch einen telefonischen Thementag „Sicher mit Geld umgehen“. Weitere Infos: wienerfrauenwoche.at

Über den Österreichischen Städtebund

Der Österreichische Städtebund ist eine wichtige Organisation in Österreich. Er vertritt die Interessen von Städten und größeren Gemeinden und ist in der Verfassung verankert. 259 Gemeinden sind Mitglied. In Städten und Stadtregionen wohnen zwei Drittel der Bevölkerung und dort sind 71 Prozent der Arbeitsplätze.

Rückfragen

Elisabeth Hirt
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Mobil: 0676/8118-89990
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