Die Erste Bank hat angekündigt, ihre Schutzmechanismen gegen Cyberangriffe durch den Einsatz von Quantenverschlüsselung maßgeblich zu verbessern. Nach Einschätzung von IT-Sicherheitsexperten reichen bisherige Verfahren nicht mehr aus, um den wachsenden Bedrohungen durch komplexe Hackerangriffe standzuhalten.
Im Rahmen eines Pilotprojekts arbeitet die Erste Bank eng mit den Unternehmen A1 und Zerothird zusammen, um neue Verschlüsselungsverfahren auf Basis der Quantenkryptographie zu testen und zu implementieren. Diese Technologie nutzt die Prinzipien der Quantenmechanik, insbesondere die Quantenverschränkung, um Daten praktisch abhörsicher zu übertragen.
Die Bedeutung dieser Maßnahme liegt vor allem darin, dass die Quantenverschlüsselung Angriffe durch klassische und zukünftige Quantencomputer abwehren soll. Während herkömmliche Verschlüsselungstechnologien, wie RSA oder AES, auf mathematischen Problemen basieren, die ein Quantencomputer theoretisch schnell lösen könnte, basiert die Quantenkryptographie auf physikalischen Prinzipien, die nicht manipuliert werden können.
Das Pilotprojekt ist ein wesentlicher Schritt, um den hohen Anforderungen an die Informationssicherheit im Finanzsektor gerecht zu werden. Die Bankenwelt erlebt durch die Digitalisierung und vernetzte Systeme eine stetig steigende Angriffsfläche. Quantensichere Lösungen könnten in Zukunft zum neuen Standard in der Cybersicherheit werden.
Mit dieser Initiative sendet die Erste Bank ein deutliches Signal an ihre Kundinnen und Kunden sowie die gesamte Branche: Die Sicherheit sensibler Finanzdaten steht an oberster Stelle und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
Weiterführende Links
- https://www.erste.at/ueber-uns/presse/presseaussendungen/2024/erste-bank-quantensicherheit
- https://www.a1.net/unternehmen/innovation/quantenverschluesselung
- https://www.zerothird.com/quantensicherheit
- https://www.it-sicherheit.de/quantenkryptographie-bankensektor