FPÖ – Vilimsky: „Boykott des ESC von fünf Ländern wegen Teilnahme Israels ist fatales politisches Signal!“

Angesichts des bevorstehenden in Wien stattfindenden Eurovision Song Contest übte heute Harald Vilimsky, freiheitliche Delegationsleiter und Vizepräsident der Fraktion der Patrioten im Europäischen Parlament, scharfe Kritik an der zunehmenden Politisierung der Veranstaltung. Der Wettbewerb habe sich in den vergangenen Jahren immer mehr von einer Musikveranstaltung zu einem politischen Schauplatz entwickelt, der von ideologischen Debatten überlagert werde.

Vor diesem Hintergrund sei der Boykott des Eurovision Song Contest (ESC) durch fünf Länder – konkret Island, Irland, die Niederlande, Slowenien und Spanien – aus dem alleinigen Grund, dass auch Israel am Wettbewerb teilnehme, ein fatales politisches Signal und gegen das legitime Existenzrecht Israels gerichtet. Immerhin handle es sich um den größten Boykott in der Geschichte dieses Wettbewerbs, was völlig unverständlich sei.

„Ich bin nicht wirklich am gesanglichen Wettstreit dieses Ereignisses interessiert, sehr wohl aber muss über die politische Dimension diskutiert werden – noch dazu, weil viele öffentliche Mittel hineinfließen und öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten beteiligt sind“, so Vilimsky. Zu einem Großteil sei dieses einst renommierte Gesangsereignis mittlerweile zu einem Tummelplatz für die LGBTIQ-Community verkommen – wirklich inakzeptabel werde es aber, wenn damit die antiisraelische Pro-Palästina-Politik der Linken propagiert werde, zeigte sich Vilimsky verständnislos für diese Entwicklung.

„Ich bin jemand, der für aktive Neutralitätspolitik einsteht“, so Vilimsky, „das heißt aber auch, gegen den konzertieren, metapolitischen Angriff der Linken auf Israel über die Kunstschiene aufzutreten“. Der Umstand, dass sich die politische Linke zu einem Unterstützer der ‚From the river to the sea‘-Bewegung mache, sei nicht nur unverständlich und unfair, sondern angesichts der ihr immanenten antisemitischen Note auch unappetitlich, kritisierte Vilimsky.

„Es wäre ein schönes Signal, wenn die fünf boykottierenden Länder noch vor Beginn der Veranstaltung einlenken und den ESC nicht länger als politisches Vehikel gegen Israel instrumentalisieren. Gerade die selbsternannten Moralapostel innerhalb der EU wären nun gefordert, diesen anti-israelischen Boykott zu beenden und einem Land, das aktuell von zahlreichen Gefahrenherden in seiner Region massiv bedroht wird, mit der gebotenen Würde und dem notwendigen Respekt zu begegnen“, erklärte Vilimsky.

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