FW-Langthaler: Exekution trotz sofortiger Zahlung – Kammerbeiträge dürfen nicht zur Kostenfalle werden!

Ein Unternehmer aus Niederösterreich hat sich mit einem bemerkenswerten Sachverhalt an die Freiheitliche Wirtschaft gewandt: Nach Erhalt einer Zahlungsaufforderung der Wirtschaftskammer inklusive Gerichtsgebühren wurde der offene Betrag umgehend beglichen, um die Angelegenheit rasch zu bereinigen. Nur einen Tag später wurde dennoch ein Exekutionsbeschluss mit zusätzlichen Kosten zugestellt.

Für die Freiheitliche Wirtschaft wirft dieser Ablauf grundlegende Fragen auf. Wer Pflichtbeiträge einhebt, trägt auch eine besondere Verantwortung im Umgang mit seinen Mitgliedern. Wenn trotz sofortiger Zahlung weitere Exekutionskosten entstehen, führt das nicht nur zu finanziellen Mehrbelastungen, sondern vor allem zu einem massiven Vertrauensverlust in öffentliche Institutionen. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten brauchen Unternehmer Verhältnismäßigkeit, klare Kommunikation und nachvollziehbare Abläufe und keine zusätzlichen Belastungen durch automatisierte Verfahren.

Zudem berichten Unternehmer zunehmend von Problemen bei der Zustellung über digitale Systeme wie ID Austria. Nicht jeder verfügt über einen Zugang oder möchte diesen nutzen, solange er freiwillig ist. Wenn Fristen und rechtliche Schritte faktisch von digitalen Zugängen abhängen, entsteht der Eindruck eines indirekten Drucks in ein bestimmtes System.

Für die Freiheitliche Wirtschaft ist klar: Die Wirtschaftskammer muss als Interessenvertretung auftreten und darf nicht als zusätzliche Belastungsquelle wahrgenommen werden.

„Wenn Unternehmer trotz sofortiger Zahlung mit weiteren Exekutionskosten konfrontiert werden, entsteht nicht nur finanzieller Schaden, sondern vor allem Vertrauensverlust. Gerade jetzt braucht es Verhältnismäßigkeit, transparente Abläufe und eine klare Kommunikation. Es ist für mich selbstverständlich, dass eine gesetzliche Interessenvertretung wie die Wirtschaftskammer als Sprachrohr der Unternehmer agiert und nicht durch intransparente Vorgänge oder überzogene Maßnahmen zusätzliches Misstrauen erzeugt“, so Generalsekretär Reinhard Langthaler abschließend.

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