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EVN AG: Geschäftsverlauf im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26
25.02.2026 / 07:30 CET/CEST
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Highlights
• Geschäftsverlauf im ersten Quartal im Rahmen der Erwartungen
• Kältere Witterung, aber Erzeugungskoeffizienten für Wind und Wasser
unter langjährigem Durchschnitt
• Preis- und mengenbedingter Ergebnisrückgang in der Erzeugung
• Zuwächse im Segment Netze und Südosteuropa infolge
investitionsbedingtem organischem Wachstum
• Anstieg bei erneuerbaren Erzeugungskapazitäten (Windkraft und
Photovoltaik) um insgesamt 42 MW
• Erhöhung der Batteriespeicherleistung auf 12 MW
• Ambitioniertes Investitionsprogramm mit jährlich etwa 1 Mrd. Euro in
Umsetzung
• Errichtung der achten Naturfilteranlage in Reisenberg,
Niederösterreich
Energiewirtschaftliches Umfeld
Der temperaturbedingte Energiebedarf im ersten Quartal des Geschäftsjahres
2025/26 lag in Österreich deutlich über dem langjährigen Mittelwert und
dem Vorjahresniveau. Auch in Nordmazedonien kam es zu einem leichten
Anstieg der Heizgradsumme, in Bulgarien hingegen war die Witterung
deutlich milder als im Vergleichszeitraum.
Die Erzeugungskoeffizienten sowohl für Wind und Wasser lagen – mit
Ausnahme der Wasserführung in Nordmazedonien – in allen Märkten deutlich
unter dem langjährigen Durchschnitt und dem Vorjahresniveau. Die
durchschnittlichen Spot-Großhandelspreise für Grundlaststrom lagen leicht
unter dem Vorjahresniveau. Der anhaltend starke Wettbewerb und die
kontinuierlich steigende Versorgung der Kund*innen aus eigenen
Photovoltaikanlagen in Kombination mit Batteriespeichern wirkt sich
negativ auf den Stromabsatz aus.
Rückgang im EBITDA und EBIT, Konzernergebnis über Vorjahresniveau
Die Umsatzerlöse der EVN verzeichneten im ersten Quartal 2025/26 einen
Anstieg um 3,3 % auf 830,7 Mio. Euro, der vor allem auf regulatorisch
bedingte Preiseffekte bei den Verteilnetzgesellschaften in
Niederösterreich und Bulgarien zurückzuführen war. Dieser Entwicklung
stand ein preis- und mengenbedingter Umsatzrückgang im Bereich der
erneuerbaren Erzeugung gegenüber. Hinzu kam, dass der Vertrag über die
Bereitstellung von Reserveleistung aus dem Kraftwerk Theiß durch den
Übertragungsnetzbetreiber APG nicht verlängert wurde und daher mit 30.
September 2025 auslief. Damit reduzierten sich auch die Umsätze aus der
thermischen Stromerzeugung.
Die sonstigen betrieblichen Erträge hatten in der Vergleichsperiode
Versicherungsentschädigungen für Schäden enthalten, die im Zuge des
Hochwassers in Niederösterreich im September 2024 aufgetreten waren. Im
Vergleich damit zeigte sich im Berichtszeitraum ein Rückgang um 24,2 % auf
43,7 Mio. Euro. Die Position enthält in der Berichtsperiode einen
positiven Einmaleffekt aus einem Unternehmenserwerb.
Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger stieg insbesondere durch
höhere Aufwendungen für vorgelagerte Netzkosten bei der Netz
Niederösterreich sowie gestiegene Beschaffungskosten bei der EVN Wärme um
1,5 % auf 424,0 Mio. Euro. Gegenläufig wirkten geringere
Beschaffungsmengen und -kosten für Erdgas sowie gesunkene
Beschaffungskosten in der Erzeugung.
Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand gingen im
Jahresabstand um 22,3 % auf 62,9 Mio. Euro zurück. Der Vorjahreswert war
hier von den – durch Versicherungen gedeckten – Reparaturaufwendungen für
Hochwasserschäden geprägt gewesen.
Kollektivvertragliche Anpassungen und ein Anstieg der
Mitarbeiter*innenanzahl führten zu einer Zunahme des Personalaufwands um
3,8 % auf 119,8 Mio. Euro. Der durchschnittliche Personalstand lag mit
7.719 Mitarbeiter*innen über dem Vergleichswert des Vorjahres von 7.695.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen aufgrund höherer
Forderungsabschreibungen im Jahresabstand um 4,9 % auf 43,5 Mio. Euro.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem
Charakter sank um mehr als die Hälfte auf 23,2 Mio. Euro (Vorjahr: 47,1
Mio. Euro). Auslöser dafür waren geringere Ergebnisbeiträge insbesondere
von der RAG, der Burgenland Energie sowie der Verbund Innkraftwerke. Bei
der für den Energievertrieb verantwortlichen EVN KG wurde die angestrebte
weitere Ergebnisnormalisierung durch die Bildung einer Rückstellung im
Zusammenhang mit dem neuen, gesetzlich vorgeschriebenen Sozialtarif
gedämpft.
Als Resultat dieser Entwicklungen ging das EBITDA im Jahresabstand um
2,2 % auf 247,4 Mio. Euro zurück.
Das hohe Investitionsniveau der EVN führte zu einem Anstieg der
planmäßigen Abschreibungen um 8,4 % auf 94,2 Mio. Euro. Per Saldo lag das
EBIT dadurch mit 153,2 Mio. Euro um 7,8 % unter dem Vorjahresniveau.
Das in der Vergleichsperiode durch einen Währungseffekt im Zusammenhang
mit einer Entkonsolidierung belastete Finanzergebnis der EVN verbesserte
sich in der Berichtsperiode auf –11,1 Mio. Euro (Vorjahr: –16,9 Mio.
Euro).
In Summe ergab sich daraus im Ergebnis vor Ertragsteuern ein Rückgang von
4,8 % auf 142,1 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung des durch die Auflösung
einer Rückstellung für Steuerverbindlichkeiten auf 14,4 Mio. Euro
gesunkenen Ertragsteueraufwands (Vorjahr: 27,7 Mio. Euro) und des
Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile lag das Konzernergebnis bei
126,9 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um
9,8 %.
Ambitioniertes Investitionsprogramm als stabiler Wirtschaftsfaktor für die
Energiezukunft
Die EVN verfügt über eine solide und stabile Kapitalstruktur, die eine
gute Grundlage für die Umsetzung des umfassenden Investitionsprogramms
bildet. Im Mittelpunkt steht der Beitrag der EVN Gruppe zur Transformation
des Energiesystems als klare Wachstumsperspektive. Im Rahmen der Strategie
2030 wird die EVN bis 2030 jährlich etwa 1 Mrd. Euro investieren. Davon
fließen circa vier Fünftel nach Niederösterreich mit den Schwerpunkten
Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung, Großbatteriespeicher,
E-Ladeinfrastruktur und Trinkwasserversorgung.
Die Nettoverschuldung lag am 31. Dezember 2025 bei 1.326,5 Mio. Euro (30.
September 2025: 1.155,9 Mio. Euro). Der Anstieg ist durch saisonal
stichtagsbedingt höhere Forderungen im operativen Energiegeschäft bedingt.
Die EVN legt großen Werte auf eine ausgezeichnete Bonität. In der
Zusammenarbeit mit zwei internationalen Ratingagenturen strebt die EVN
Ratings im soliden A-Bereich an, die dem Unternehmen langfristig den
Zugang zu Kapital zu attraktiven Bedingungen sichern.
Energie. Wasser. Leben. – Entwicklungen in der Energie- und
Trinkwasserversorgung
Energiegeschäft
Die Stromerzeugung der EVN lag in der Berichtsperiode mit 740 GWh um 10,1
% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Das unterdurchschnittliche Wind-
und Wasserdargebot konnte auch von den erneuten Kapazitätserweiterungen im
Bereich der Windkraft und Photovoltaik nicht ausgeglichen werden und
führte insgesamt zu einem Rückgang der erneuerbaren Erzeugung um 8,9 % auf
598 GWh. Der Rückgang der thermischen Erzeugung auf 142 GWh (Vorjahr:
167 GWh) resultiert im Wesentlichen aus dem ausgelaufenen Vertrag mit dem
österreichischen Übertragungsnetzbetreiber zur Netzstabilisierung. Der
Anteil der erneuerbaren Erzeugung lag bei 80,8 % (Vorjahr: 79,7 %).
Die hohe Dynamik im Ausbau der erneuerbaren Erzeugung setzte sich auch im
Berichtszeitraum fort. Nach einer erfolgreichen Inbetriebnahme von
weiteren Windkraft- und Photovoltaikparks im ersten Quartal des
Geschäftsjahres 2025/26 verfügt die EVN zum Stichtag 31. Dezember 2025
über eine installierte Leistung an erneuerbaren Stromerzeugungskapazitäten
von 1.022 MW und Batteriespeichern von 12 MW. Eine gut abgesicherte
Projektpipeline gewährleistet, dass die Ausbauziele für Windkraft
(770 MW), Photovoltaik (300 MWp) und Batteriespeicher (300 MW) bis 2030
erreichen werden können. In Österreich wird derzeit an der Errichtung bzw.
dem Repowering von vier Windparkprojekten und einer Photovoltaikanlage
gearbeitet. Zusätzlich erfolgen kontinuierlich Testphasen an Co-Location
Standorten zur Errichtung von Batteriespeichersystemen. Batteriespeicher
gelten als Schlüsseltechnologien für einen erfolgreichen Weg in die
erneuerbare Energiezukunft, da mit ihrem Einsatz Stromerzeugung, Verbrauch
und Speicherung optimal aufeinander abgestimmt werden können.
Trinkwasserversorgung
Ab dem Geschäftsjahr 2025/26 wird das Umweltgeschäft nicht mehr als
eigenständiges Segment ausgewiesen. Die EVN Wasser, die für die
Trinkwasserversorgung in Niederösterreich verantwortlich ist, ist ab der
Berichtsperiode dem Segment Netze zugeordnet.
Die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich sowie die laufende
Verbesserung dieser Infrastruktur zur Gewährleistung der
Versorgungssicherheit bleibt ein zentraler Investitionsschwerpunkt der
EVN. In Reisenberg im Industrieviertel erfolgt die Errichtung der bereits
achten Naturfilteranlage gemäß Planung, die Inbetriebnahme soll im Sommer
2026 stattfinden.
Verkauf des internationalen Projektgeschäfts
Im Juni 2025 erfolgte die Vertragsunterzeichnung mit STRABAG zum Verkauf
des internationalen Projektgeschäfts. Das Closing der Transaktion wird bis
Ende März 2026 erwartet.
Bestätigung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2025/26
Für das Geschäftsjahr 2025/26 geht die EVN unter der Annahme eines
stabilen regulatorischen und energiepolitischen Umfelds von einem EBITDA
und einem Konzernergebnis etwa auf dem Niveau des Vorjahres aus. Das
Konzernergebnis wird dabei in einer Bandbreite von etwa 430 Mio. Euro bis
480 Mio. Euro erwartet.
Den Aktionärsbrief über das erste Quartal des Geschäftsjahr 2025/26 finden
Sie unter [1] www.investor.evn.at.
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25.02.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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