In den heutigen Morgenstunden startet das Österreichisches Bundesheer einen Assistenzeinsatz mit einem Mehrzweckhubschrauber AW169 in Tirol aufgrund der prekären Schneesituation. Grundlage dafür ist eine Anforderung der Landeswarnzentrale Tirol und der ausgerufenen Lawinenwarnstufe 4. Der Assistenzeinsatz dient der Unterstützung der örtlichen Lawinenkommission.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont: „Die Sicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität. In enger Zusammenarbeit mit den zivilen Behörden stellt das Bundesheer rasch und flexibel Fähigkeiten bereit, die im alpinen Katastrophenfall entscheidend sein können. Unsere Soldatinnen und Soldaten unterstützen dort, wo spezielle militärische Mittel – insbesondere aus der Luft – Leben schützen können.“
Der Einsatz ist derzeit für Samstag, den 21. Februar, in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr geplant. Vorgesehen sind Erkundungsflüge zur Lagebeurteilung sowie Personentransporte der Bergrettung, die in weiterer Folge Lawinensprengungen und Windenbergungen durchführen soll. Der Hubschrauber AW169 verfügt über moderne Avionik, leistungsstarke Sensorik und eine Rettungswinde und eignet sich daher besonders für Einsätze im hochalpinen Gelände. Neben Transport- und Aufklärungsaufgaben kann er präzise Außenlast- und Rettungseinsätze durchführen. Das Bundesheer hat in der Vergangenheit wiederholt bei Lawinenlagen unterstützt – etwa bei großflächigen Schneefällen in Westösterreich, bei Evakuierungen abgeschnittener Täler sowie bei der Versorgung eingeschlossener Ortschaften aus der Luft.
Assistenzeinsätze des Bundesheeres erfolgen auf Anforderung ziviler Behörden und dienen der Hilfeleistung bei Naturkatastrophen, Großschadensereignissen oder außergewöhnlichen Notlagen. Dabei ergänzt das Bundesheer mit speziellen Fähigkeiten – etwa Lufttransport, Pioniergerät oder Logistik – die vorhandenen Einsatzkräfte.
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