Die Umweltschutzorganisation Greenpeace feiert die Ratifizierung des Hochseeschutzabkommens durch Österreich als einen Erfolg für den internationalen Artenschutz. Der Schutz der Meere ist vielen Menschen in Österreich ein Herzensanliegen: Knapp eine halbe Million Österreicher:innen forderte gemeinsam mit Greenpeace mehr Einsatz für den Meeresschutz von Österreich. Einzig die FPÖ stimmte im gestrigen Umweltausschuss gegen die Ratifizierung des Abkommens und damit gegen den Wunsch zahlreicher Österreicher:innen. Mit den Stimmen aller anderen Parteien wurde das Hochseeschutzabkommen aber ratifiziert. Mit dem Abkommen kann nun endlich das Zeitalter der Ausbeutung und Zerstörung unserer Meere beendet werden – vorausgesetzt, es wird nun zügig umgesetzt. Greenpeace fordert, dass bis 2030 mindestens 30 % der Ozeane geschützt werden.
Lukas Meus, Greenpeace-Meeresexperte:
“Fast zwei Jahrzehnte hat Greenpeace für den Schutz der Meere kampagnisiert. Über 5,5 Millionen Menschen haben unsere Petition weltweit unterstützt, knapp eine halbe Million Stimmen kamen dabei aus Österreich. Die Ratifizierung des Hochseeschutzzabkommens durch Österreich ist ein Erfolg für uns alle. Doch eine Unterschrift alleine reicht nicht aus: Nun geht es darum, das Schutzabkommen rasch umzusetzen und unsere blauen Schatzkammern tatsächlich vor der Zerstörung zu bewahren!”
Greenpeace fordert, dass Regierungen weltweit – darunter auch Österreich – nun mit der Umsetzung neuer Schutzgebiete auf Hoher See beginnen. Die Meere müssen dringend vor zerstörerischen Aktivitäten, wie der industriellen Fischerei, geschützt werden. Derzeit ist die industrielle Fischerei in vielen Schutzgebieten erlaubt. Ende März kommen Regierungsvertreter in New York bei der UN zusammen, um die Umsetzung des Abkommens zu verhandeln. Die österreichische Regierung muss bei diesem Meeting sicherstellen, dass schützende Maßnahmen ohne Verzögerung rasch umgesetzt werden.
Am 11. August 2022 überreichte Greenpeace knapp eine Million Petitions-Unterschriften von Österreicherinnen und Österreichern an das für Meeresschutz zuständige Außenministerium. Fotomaterial finden Sie hier: https://act.gp/Meeresschutz-Petition
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