Fraunhofer Austria: Preisgekrönte Produktionsbetriebe statt Deindustrialisierung

In den vergangenen Monaten dominierten Schlagzeilen über Standortverlagerungen und eine vermeintlich drohende Deindustrialisierung die öffentliche Debatte. Was dabei zu kurz kam: Viele österreichische Industrieunternehmen investieren in eine moderne Zukunft und sichern damit weiterhin Arbeitsplätze sowie unsere Versorgung mit hochqualitativen Produkten „Made in Austria“. Die heimischen Fabriken werden smarter, effizienter und nachhaltiger. Von der viel gefürchteten Deindustrialisierung sind wir weit entfernt.

Statt die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beklagen sollten wir den Blick auf jene Unternehmen richten, die sich erfolgreich für die Zukunft aufstellen und von ihnen lernen“ sagt Lukas Lingitz, Geschäftsbereichsleiter bei Fraunhofer Austria und Organisator des jährlichen Fabrikwettbewerbs. „Es sind Betriebe, die ihre Prozesse kontinuierlich weiterentwickeln, in Innovation investieren und dadurch auch in anspruchsvollen Zeiten wettbewerbsfähig bleiben. Mit dem Wettbewerb ‚Fabrik des Jahres‘ schaffen wir eine Bühne für diese Erfolgsgeschichten und fördern zugleich den Austausch von Best-Practice-Inspirationen.“

Bereits zum 15. Mal veranstaltet Fraunhofer Austria den Wettbewerb „Fabrik des Jahres“. Neu ab 2026 ist die Verleihung von Reifegraden: Alle teilnehmenden Betriebe erhalten dadurch eine objektive Standortbestimmung in den Stufen Gold, Silber oder Bronze und klare Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung. So wird der Unternehmenserfolg unabhängig vom Ranking innerhalb des jeweiligen Wettbewerbes über die Jahre hinweg vergleichbar. Zusätzlich wird es wie gewohnt einen Jahressieger sowie Sieger in den Kategorien Smart Factory, Efficient Factory und Sustainable Factory geben.

Zu den preisgekrönten Fabriken der vergangenen Jahre zählt Geberit. Helmut Schwarzl, Geschäftsführer von Geberit, sagt: „Der Wettbewerb „Fabrik des Jahres“ bietet eine hervorragende Möglichkeit zur Evaluierung unserer Prozesse durch externe Expertinnen und Experten. Außerdem ist es eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit, wenn man sich mit den Top-Unternehmen Österreichs messen kann. Ich kann eine Teilnahme nur empfehlen“.

Die Anmeldung ist noch bis 31. März möglich.

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