Der Klimawandel ist für Österreichs Wirtschaft längst kein abstraktes Zukunftsszenario mehr. Unternehmen sehen sich bereits heute mit steigenden Ausgaben, wachsenden Risiken und strukturellen Veränderungen konfrontiert, die zentrale Geschäftsmodelle infrage stellen. Österreich zählt zu den Regionen Europas, die sich besonders stark erwärmen. Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bereits rund 2,9 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau, im Tiefland bei etwa 3,0 Grad Celsius, in alpinen Gipfelregionen sogar bei 3,3 Grad Celsius.
Mit dem interaktiven Szenarioformat „EY Four Futures“ macht EY denkstatt sichtbar, wie heutige Entscheidungen die wirtschaftliche Realität im Jahr 2055 prägen. Die vier Szenarien reichen von einem „Business as usual“ über eine stark regulierte Übergangsphase bis hin zum Kollaps zentraler Systeme – und zu einer tiefgreifenden Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft.
Die zentrale Erkenntnis aus allen Szenarien: Nicht-Handeln ist kein stabiler Zustand. Je länger Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel hinausgezögert werden, desto stärker steigen die Kosten – und zwar überproportional. Anpassungsmaßnahmen werden teurer, Risiken materialisieren sich schneller, Handlungsspielräume schrumpfen.
Die volkswirtschaftlichen Kosten lassen sich bereits heute beziffern. Das Verfehlen nationaler Klimaziele kann für Österreich bis zu 2,9 Milliarden Euro (Quelle: BMF) an budgetwirksamen Zahlungen verursachen – etwa durch den jährlichen Zukauf von Emissionszertifikaten. Selbst bei moderater Zielverfehlung rechnet das Finanzministerium mit Kosten von rund 1,6 Milliarden Euro bis 2030. Diese Mittel fließen nicht in heimische Innovation, Infrastruktur oder Beschäftigung, sondern ins Ausland – zulasten der Standortentwicklung.
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